Sportkommissare greifen durch

Strafen für Webber und Gutierrez

Formel 1 GP China 2013 Esteban Gutierrez Unfall Foto: xpb 62 Bilder

Die Sportkommissare hatten beim GP China viel zu tun. Sie mussten gleich vier Kollisionen untersuchen. Zwei Mal gab es eine Strafe, zwei Mal einen Freispruch. Dass Sergio Perez ungeschoren davonkam, überraschte alle. Er hatte Kimi Räikkönen in die Wiese abgedrängt.

Esteban Gutierrez gegen Adrian Sutil, Jean-Eric Vergne gegen Mark Webber, Sergio Perez gegen Kimi Räikkönen, Valtteri Bottas gegen Jean-Eric Vergne. Gleich vier Mal mussten die vier Sportkommissare Gary Connelly, Steve Chopping, Wang Feng und Mark Blundell zu Gericht sitzen.

Mark Webber kassierte dafür, dass er den ToroRosso von Vergne umdrehte, eine Zurückversetzung um drei Startplätze beim GP Bahrain in einer Woche. "Er hat seinen Fehler selber zugegeben", berichtete FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Esteban Gutierrez muss in Bahrain gleich fünf Startplätze zurück. Er hatte beim Anbremsen der Haarnadel den Force India von Sutil aus dem Weg geräumt. "Esteban hat nicht zu spät gebremst, aber Sutil zu früh. Seine Reifen waren wahrscheinlich schon hinüber", vermutet Sauber-Teammanager Beat Zehnder.

Räikkönen ist selbst schuld

Vergne und Bottas blieben unbestraft. Auch Sergio Perez kam mit einem blauen Auge davon. Dabei hatte der Mexikaner Kimi Räikkönen bei 270 km/h in die Wiese abgedrängt. Räikkönen fluchte am Funk: "Was hat dieser Blödmann da gemacht?" Die Sportkommissare konnten sich dem Urteil von Räikkönen nicht anschließen. Der Finne sei selbst schuld, weil er sich ohne Not in eine gefährliche Situation gebracht hat.

Er musste sehen, dass Perez auf der Ideallinie bleibt, und dass damit kein Platz mehr für ihn auf der linken Straßenseite ist. "Ich war auf dem Gras und hatte Glück, dass meine Räder auf dem Randstein wieder Grip bekommen haben. Dadurch bin ich allerdings in den McLaren hineingerutscht. Es war unmöglich, noch rechtzeitig herunterbremsen", berichtete der Lotus-Pilot nach dem Rennen.

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