Nico Rosberg - Mercedes - GP China 2016 - Shanghai - Freitag - 15.4.2016 sutton-images.com
Kevin Magnussen - Renault - GP China - Shanghai - Freitag - 15.4.2016
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Kehrfahrzeug - GP China - Shanghai - Freitag - 15.4.2016
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GP China 2016 (1. Training)

Rosberg Schnellster im Reifen-Chaos

Drei Reifenschäden bestimmten die Schlagzeilen im ersten Training zum GP China 2016. Die Bestzeit schnappte sich Nico Rosberg vor Lewis Hamilton. Trotzdem gibt es Grund zur Sorge bei Mercedes. In seiner Auslaufrunde ereilte Rosberg ein technisches Problem.

Nico Rosberg macht da weiter, wo er vor zwei Wochen in Bahrain aufgehört hat. Der WM-Führende sicherte sich zum Auftakt in China die schnellste Runde. Auf weichen Reifen distanzierte er in 1:38.037 Minuten seinen Teamkollegen Lewis Hamilton um 0,146 Sekunden.

Trotzdem herrscht bei Mercedes nicht eitel Sonnenschein. Nachdem schon vor dem Wochenende im Auto von Hamilton das Getriebe gewechselt werden musste, was dem Weltmeister eine Startplatzstrafe von fünf Plätzen einbrockt, schlich sich der Technik-Teufel auch ins Auto von Rosberg. In seiner Auslaufrunde robbte er nur ganz langsam zurück an die Box. "Was soll ich machen? Darf ich schalten?", funkte Rosberg an die Garage. "Wir denken, es ist ein Motorproblem", lautete die Antwort vom Kommandostand. Die Mechaniker begaben sich nach Ankunft des Renners direkt auf Spurensuche. Und fanden die Ursache eine Stunde vor dem Start ins zweite Training. Probleme mit der Zündung seien dafür verantwortlich gewesen, dass der Mercedes in ein Notprogramm wechselte.

Ganz reibungslos lief der Auftakt auch für Hamilton nicht. Der Brite drehte sich gleich zweimal. Nach seinem zweiten Malheur funkte er zu seiner Box. "Irgendwas stimmt nicht. Ich habe immer wieder blockierende Räder in Kurve 11."

Drei Reifenschäden im ersten Training

Die Geschichte des ersten Trainings war aber eine andere. Es gab drei Reifenschäden, die jedes Mal den linken Hinterreifen betrafen. Zunächst flog nach 17 Minuten Felipe Massa in seinem Williams ab. Der Routinier war auf der Gerade hin zu Kurve sechs unterwegs, als sich links hinten der Reifen von der Felge löste. Wie es aussah, hatte sich der Pirelli-Gummi an der Karosserie des FW38 aufgekratzt. Massa hatte keine Chance, sein Auto beim Anbremsen zu halten und rauschte quer über die Wiese. Seinen angeschlagenen Williams brachte er aber zurück an die Box, wo die Mechaniker den Unterboden reparieren mussten.

Zunächst rief die Rennleitung ein Virtual Safety Car aus. Doch die Trümmerteile und vielen Kieselsteine zwangen sie umzudenken. Damit neun chinesische Streckenposten gefahrlos die Strecke säubern konnten, unterbrach die Rennleitung die Session für wenige Minuten.

Als Massa nach einem halbstündigen Aufenthalt in der Garage wieder zurückkam, ereilte ihn das gleiche Problem. Wieder war der linke Hinterreifen der Mischung Soft kaputt gegangen. Diesmal drehte sich Massa in langsamer Fahrt aber nicht. Sofort waren alle Augen auf Pirelli gerichtet. Der Gummilieferant schützte sich. "Untersuchungen an beiden Schäden am Williams ergaben keine Anzeichen eines Plattens. Luftverlust aufgrund technischer Probleme", twitterte Pirelli. Nach der Session nannte Williams-Technikchef Pat Symonds den Grund für die Schwierigkeiten: "Wir haben ein Problem mit der Felge. Sie ist aber gar nicht neu. Wir müssen sie jetzt untersuchen."

Kurz nach dem zweiten Reifenschaden bei Williams knickte auch das linke Hinterrad am Renault R.S.16 von Kevin Magnussen ein. Wie sich herausstellte, war Pirelli wieder nicht Schuld. Trümmerteile schlitzten den Pneu am Renault auf. Nach der Reifenpanne brach anschließend die Aufhängung. Die Rennleitung musste ein zweites Mal die Ampfel auf Rot stellen. Insgesamt dauerte die Unterbrechung 26 Minuten, in denen die Strecke inspiziert wurde.

Vettel auf Platz drei vor Ricciardo

In den letzten acht Minuten durften die Piloten aber nochmals angasen. Sebastian Vettel reihte sich hinter den beiden Silberpfeilen auf dem dritten Rang ein. Sein Rückstand lag bei 0,628 Sekunden. Rund vier Zehntel hinter ihm platzierte sich Daniel Ricciardo. Der Red Bull-Pilot quetschte sich damit zwischen die beiden Ferrari. Kimi Räikkönen fehlte auf seinen Teamkollegen fast eine halbe Sekunde. Der Iceman muss sich strecken.

Den guten Speed von Red Bull untermauerte Daniil Kvyat auf dem sechsten Rang (+ 1,588 Sek.). Eine gute Vorstellung in der reduzierten Trainingszeit gab auch Carlos Sainz auf Position sieben ab. Die Top 10 rundeten Jenson Button, Nico Hülkenberg und Max Verstappen ab.

Fernando Alonso klassifizierte sich bei seiner Rückkehr in den McLaren MP4-31 auf dem 12. Platz. Der Spanier muss sich nach dem Training ein weiteres Mal von den Ärzten durchchecken lassen. Erst dann wird entschieden, ob der Doppelweltmeister der Jahre 2005 und 2006 im weiteren Verlauf des Wochenendes im Auto sitzen bleiben darf. Sollte er aber keine Schmerzen mehr an den Rippen haben, dürfte die Freigabe sicher sein.

Pascal Wehrlein reihte sich zum Auftakt auf der 18. Position ein. Überraschend war ein Stallgefährte Rio Haryanto um 1,3 Sekunden schneller. Das deutet auf Probleme bei Wehrlein hin. Oder der 21-Jährige brachte im Manor keine vernünftige Runde im chaotischen Training zusammen.

GP China 2016: Ergebnis Training 1

Fahrer Team Zeit / Rückstand Runden
1. Nico Rosberg Mercedes 1:38.037 Minuten 16
2. Lewis Hamilton Mercedes + 0.146 Sek. 16
3. Sebastian Vettel Ferrari + 0.628 12
4. Daniel Ricciardo Red Bull + 1.024 13
5. Kimi Räikkönen Ferrari + 1.118 11
6. Daniil Kvyat Red Bull + 1.588 14
7. Carlos Sainz Jr. Toro Rosso + 1.639 12
8. Jenson Button McLaren + 1.937 10
9. Nico Hülkenberg Force India + 2.132 13
10. Max Verstappen Toro Rosso + 2.195 13
11. Sergio Perez Force India + 2.310 14
12. Fernando Alonso McLaren + 2.501 11
13. Valtteri Bottas Williams + 2.791 10
14. Romain Grosjean Haas + 3.321 8
15. Marcus Ericsson Sauber + 3.356 17
16. Rio Haryanto Manor + 3.577 20
17. Jolyon Palmer Renault + 3.779 16
18. Pascal Wehrlein Manor + 4.871 14
19. Felipe Nasr Sauber + 4.943 8
20. Kevin Magnussen Renault keine Zeit 6
21. Esteban Gutierrez Haas keine Zeit 2
22. Felipe Massa Williams keine Zeit 4
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