GP China

Pole Position für Fernando Alonso

Foto: dpa

Udpate ++ O-Töne ++ Renault-Pilot Fernando Alonso schnappte sich mit einer Rundenzeit von 1.34,080 Minuten die Pole Position für den Großen Preis von China auf dem Shanghai International Circuit. Dem Spanier gelang am Samstag (15.10.) auf dem 5,45 Kilometer langen Kurs die sechste Trainingsbestzeit in der laufenden Saison.

Neben Alonso startet sein Renault-Teamkollege Giancarlo Fisichella aus der ersten Startreihe. Der Italiener büßte auf die Bestzeit von Alonso drei Zehntelsekunden ein. Mit dieser Aufstellung konnten die Renault-Piloten in Bezug auf die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft einen ersten wichtigen Etappensieg einfahren: Da Renault die Wertung mit zwei Punkten anführt und die gegnerischen McLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya nur die Startplätze drei uns fünf belegten, hat Renault am Rennsonntag alle Trümpfe in der Hand. Räikkönen muss sich die zweite Startreihe mit BAR-Honda-Pilot Jenson Button teilen.

Briatore: „Wir werden voll auf Sieg fahren.“

Renault-Teamchef Flavio Briatore präsentierte sich nach dem Qualifikationstraining selbstsicher: „Wir werden morgen voll auf Sieg fahren, weil wir McLaren-Mercedes aus eigener Kraft schlagen können.“ Weltmeister Fernando Alonso lobte nach der Pole-Runde sein Team: „Die Bestzeit in Shanghai und das sehr gute Team-Ergebnis reflektieren die Fortschritte, die am Auto seit Brasilien gemacht wurden. Wir haben bei der Abstimmung einen aggressiven Weg eingeschlagen, und das hat prächtig funktioniert. Dazu habe ich einen frischen Motor mit etwas mehr Power. Das Zeittraining beweist, dass wir McLaren-Mercedes aus eigener Kraft schlagen können – und das werden wir morgen im Rennen beweisen.“

Alonsos italienischer Teamkollege Giancarlo Fisichella stieß ins gleiche Horn: „Das Auto hat tadellos funktioniert. Wir haben das richtige Setup erst nach dem vierten freien Training gefunden. Die Strecke in Shanghai verändert ihre Charakteristik alle fünf Minuten, deswegen ist es schwer, die optimale Lösung zu finden.“ Auf die Frage, warum er drei Zehntelsekunden auf seinen Teamkollegen verlor, hatte der Römer eine plausible Erklärung parat:„Ganz einfach: Ich war in der ersten Kurve zu vorsichtig und habe in der zweiten Kurve einen kleinen Fehler gemacht – das hat den Unterschied zu Alonso ausgemacht.“

Räikkönen: Noch Chancen für den Kontrukteurstitel

Kimi Räikkönen wollte ob Platz drei die Flinte im Kampf um die Konstrukteurs-WM noch nicht ins Korn werfen: „Wir haben ein gutes Auto fürs Rennen, da bin ich mir sicher. Was die Qualifikation betraf, so waren mehrere Gründe für Startplatz drei verantwortlich: Ich hatte Probleme, die frischen Reifen auf Temperatur zu bringen, dazu kam ein kleiner Fahrfehler. Außerdem blockierten beim Anbremsen der engen Haarnadel kurz die Hinterräder, weswegen ich eine weite Linie wählen musste. Das alles hat Zeit gekostet. Aber Platz drei und fünf für McLaren-Mercedes bedeutet, dass wir den Konstrukteurs-Titel immer noch schaffen können.“

Für die Ferrari-Mannschaft lieferte das Zeittraining wieder mal keine großen Lichtblicke: Michael Schumacher konnte sich mit einer Rundenzeit von 1.35,501 Minuten für den sechsten Startplatz qualifizieren (Rückstand auf die Bestzeit: 1,3 Sekunden), sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello verlor drei Zehntelsekunden auf den siebenfachen Weltmeister und nimmt das Rennen von der achten Startposition aus in Angriff. „Die Bridgestone-Reifen funktionierten in der Qualifikation recht gut, zudem hatten wir viel Sprit im Tank,“ so der Brasilianer. „Meine einzige Sorge für das Rennen ist der Verschleiß an der an der Vorderachse.“ Eine gute Vorstellung zeigte auch Red Bull-Senior David Coulthard: Der Schotte qualifizierte sich mit einer Rundenzeit von 1.35,428 Minuten für Startplatz sieben. Williams-BMW-Pilot Mark Webber verspielte durch einen gröberen Fahrfehler eine bessere Platzierung und landete nur auf dem enttäuschenden zehnten Startplatz.

Trotz der offensichtlichen Dominanz der Michelin bereiften Teams im Qualifikationstraining von Shanghai bleiben Fragezeichen für den Renntag: Mit Ausnahme von McLaren-Mercedes-Pilot Juan Pablo Montoya setzten alle Michelin-Fahrer auf die weiche Reifenmischung. Da der Asphaltbelag des Shanghai International Circuit nicht besonders aggressiv zu den Reifen ist, mussten die Piloten im Zeittraining bereits in der Einführungsrunde extrem hart fahren, um die Pneus überhaupt auf die optimale Temperatur zu bringen. Außerdem optierten fast alle Michelin-Teams für relativ viel Sprit an Bord, um das Aufheizen der Reifen zu beschleunigen. Die Rechnung wird im Rennen aber nur unter der Voraussetzung aufgehen, dass die Außentemperaturen nicht zu hoch sind. Sollte es heißer werden als vorausgesagt, dann könnten die Michelin-Piloten beim Reifenverschleiß in Probleme trudeln: Der Kurs in Shanghai gehört zu den wenigen Rennstrecken, auf denen die Vorderreifen stärker beansprucht werden als die Hinterräder. Doch nur die harte Michelin-Mischung wäre in der Lage, über die komplette Renndistanz großer Hitze zu trotzen.

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