GP Deutschland 1987 am Hockenheimring

Nur Sechs Piloten sehen die Ziellinie

1987 Hockenheim Foto: Hockenheimring 88 Bilder

Der GP Deutschland endet 1987 in einer Ausfallorgie. Nelson Piquet lässt das Rennen in Hockenheim langsam angehen und wird wie schon im Jahr zuvor mit dem Sieg belohnt. Nur sechs Piloten kommen am Ende ins Ziel. Stefan Johansson schleppt sich auf drei Rädern über die letzten Kilometer und wird Zweiter.

Pole: Nigel Mansell (Williams-Honda)    1.42,616 min

1. Nelson Piquet (Williams-Honda)    1:21.25,091 h
2. Stefan Johansson (McLaren-TAG Porsche)    + 1.39,591 min
3. Ayrton Senna (Lotus-Honda)    + 1 Runde

WM-Favorit Nigel Mansell unterstreicht seine Titelambitionen 1987 mit der Pole Position in Hockenheim. Ayrton Senna im gelben Lotus mit der aktiven Aufhängung und Alain Prost im runderneuerten McLaren-Porsche kommen dem Engländer am nächsten. Mansells Teamkollege Nelson Piquet startet dagegen abgeschlagen auf Platz vier in den GP Deutschland. Eine Darmgrippe hatte ihn geschwächt.

Piquet vor Hockenheim noch punktlos

Piquets Rivalität mit Mansell ist auf dem Höhepunkt angelangt. Die beiden haben sich nichts mehr zu sagen. Mansell reist mit drei Siegen im Gepäck nach Deutschland. Piquets Konto ist vor dem GP Deutschland noch leer.

Der Brasilianer hat sich auf regelmäßiges Punkten verlegt. Er leidet immer noch an den Folgen seines bösen Trainingsunfalls in Imola. Auch das Rennen in Hockenheim lässt Piquet langsam angehen.

Prost und Mansell werden Opfer der Technik

Sennas Führung währt nur kurz, dann stechen Mansell und Prost vorbei. Prost ist in Top-Form, sein McLaren auch. Ab der achten Runde führt der Franzose. Piquet hat sich inzwischen auf Rang drei vorgearbeitet, ohne Aussicht die beiden Führenden einzuholen. Er profitiert vom Pech seiner Gegner. Erst steigt Mansell mit Motorschaden aus, dann erwischt es Prost mit defekter Lichtmaschine.

Piquet baut mit seinem ersten Saisonsieg das Fundament für seinen dritten WM-Titel. Hinter ihm kommen nur noch fünf Fahrzeuge ins Ziel. Stefan Johansson fährt mit einem Dreirad als Zweiter über die Linie. Sein McLaren erleidet in der letzten Runde einen Reifenschaden.

Senna und Johansson schleppen sich ins Ziel

Auch Senna schleppt einen waidwunden Lotus ins Ziel. Die aktive Aufhängung ist kollabiert. Die drei restlichen Punkteränge gehen an die Saugmotor-Liga, die im Feld der Turbos nur abstauben kann, wenn den aufgeladenen Triebwerken die Puste ausgeht. Philippe Streiff, Jonathan Palmer und Philippe Alliot freuen sich über geschenkte Punkte.

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