GP Deutschland 1997 am Hockenheimring

Letzter Grand Prix-Sieg von Gerhard Berger

1997 Hockenheim Foto: xpb 88 Bilder

Nach dem Motoren-Pech im Vorjahr und einer Kieferhöhlenentzündung kann Gerhard Berger 1997 in Hockenheim zurückschlagen. Mit einem couragierten Rennen sichert sich der Österreicher den letzten GP-Sieg seiner Karriere.

Pole: Gerhard Berger (Benetton-Renault)    1.41,873 min

1. Gerhard Berger (Benetton-Renault)    1:20.59,046 h
2. Michael Schumacher (Ferrari)    + 17,527 s
3. Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes)    + 24,770 s

Eine bessere Geschichte kann ein Comeback nicht schreiben. Gerhard Berger muss im Sommer 1997 wegen einer Kieferhöhlenentzündung drei Grand Prix auslassen. In der unfreiwilligen Pause stürzt sein Vater mit seinem Privatflugzeug ab. Stimmen werden laut, dass Berger für die Formel 1 zu alt sei. Selbst Teamchef Flavio Briatore macht vor dem Rennen in Hockenheim zweideutige Aussagen. Berger selbst lässt zwischen den Zeilen spüren, dass diese Saison seine letzte sein könnte.

Auch bei Heinz-Harald Frentzen brennt der Baum. Der Wunschpilot von Frank Williams steht im Schatten von Jacques Villeneuve. Nachdem er beim GP England vor dem Start die falschen Knöpfe drückt, schlägt ihm in der englischen Presse Spott entgegen. Der vermeintliche Wunderknabe scheint entzaubert.

WM-Duell: Schumacher gegen Villeneuve

Michael Schumacher hat hauptsächlich Villeneuve im Auge. Der Kanadier ist sein WM-Gegner Nummer eins. Das Trainingsergebnis lässt hoffen. Schumacher startet als Vierter, Villeneuve nur als Neunter. Gerhard Berger dominiert die Qualifikation und neben ihm steht mit Giancarlo Fisichella im knallgelben Jordan-Peugeot ein Vertreter der neuen Generation.

Die beiden biegen nach dem Start auch als erste in die Waldgerade ein. Dahinter kann sich Schumacher um einen Platz verbessern. Eddie Irvine und Heinz-Harald Frentzen büßen ihre unterschiedlichen Ansichten über die Vorfahrt mit frühen Boxenstopps. In Runde zwei ist für beide Feierabend.

Fisichella macht Berger das Leben schwer

Vorne muss Berger flüchten. Er plant zwei Mal zu tanken. Seine Gegner wollen es bei einem Stopp belassen. Sein erster Boxenhalt bringt Fisichella in Führung, die der Römer wieder verliert, als er seinerseits zum Tanken an die Box kommt. Berger macht Tempo, um das rettende 20-Sekunden-Polster herauszufahren, doch dann gehen mit einem Schlag fünf Sekunden verloren, als Jan Magnussen mit einem Motorschaden die Strecke einnebelt.

Berger muss sich nach seinem zweiten Boxenstopp hinter Fisichella einreihen, doch bevor sich der Jordan-Pilot so richtig über seine Siegchance freuen kann, startet sein Widersacher einen Überraschungsangriff und geht zum dritten Mal in diesem Grand Prix in Führung. Fisichella bietet nur noch kurz Gegenwehr. Ein Wrackteil von Magnussens Motor schlitzt ihm den linken Hinterreifen auf. Gummifetzen beschädigen den Kühler. Aus der Traum vom Podest.

Berger gewinnt seinen letzten Grand Prix, Briatore hat es schon immer gewusst, und Schumacher freut sich über sechs Punkte, die doppelt zählen, weil Villeneuve im Clinch mit Jarno Trulli von der Strecke segelt.

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