GP Deutschland 2003 am Hockenheimring

Makelloser Sieg für Montoya

2003 Hockenheim Foto: xpb 88 Bilder

Williams-BMW dominiert beim GP Deutschland 2003 auf dem Hockenheimring. Weil Ralf Schumacher schon am Start crasht, fährt Teamkollege  Juan-Pablo Montoya ungefährdet zum Sieg. Auch Bruder Michael Schumacher hat an diesem Tag kein Glück.

Pole: Juan Pablo Montoya (Williams-BMW)    1.15,167 min

1. Juan Pablo Montoya (Williams-BMW)    1: 28.48,769 h
2. David Coulthard (McLaren-Mercedes)    + 1.05,459 min
3. Jarno Trulli (Renault)    + 1.09,060 min

Der Reifenkrieg erreicht vor dem GP Deutschland 2003 auf dem Hockenheimring seinen Höhepunkt. Michelin gewinnt langsam die Oberhand. Seit eineinhalb Jahren setzen die Franzosen einen Vorderreifen ein, dessen Schultern stärker gerundet sind als die von Konkurrent Bridgestone. Das bringt ein paar Millimeter mehr Lauffläche. Ferrari wird diesen Reifentyp zwei Rennen später wegprotestieren. In Hockenheim rollen acht Autos der Top Ten in der Startaufstellung auf Michelin-Gummis.

Montoya sorgt für schlechte Stimmung

Die beiden Williams-BMW von Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher sind eine Klasse für sich. Trotzdem hängt der Haussegen schief bei Williams. Zwei Wochen zuvor hat Montoya bei McLaren ab der Saison 2005 unterschrieben. Aus einer Laune heraus, weil er sich gegenüber Schumacher benachteiligt fühlt.

Es geht für beide Williams-Piloten um den WM-Titel. Montoya verbessert seine Titelchancen durch einen makellosen Sieg. Der Kolumbianer hat in Hockenheim keine Gegner, weil sich drei seiner möglichen Herausforderer schon beim Start eliminieren.

Startcrash in Hockenheim

Ralf Schumacher kommt nur zögerlich in Fahrt, zieht nach links, wo ihn Rubens Barrichello und Kimi Räikkönen attackieren wollen. Den beiden geht die Straße aus, und es kommt zur Kollision. Der Ferrari und der McLaren bohren sich in die Reifenstapel der Nordkurve. Ralf fährt weiter, muss aber nach zwei Runden aufgeben, weil sein Williams FW25 zu stark beschädigt ist. Die Sportkommissare sehen in ihm den Sündenbock für die Startkollision und verdonnern ihn zu einer 50.000 Dollar-Strafe.

Weiter hinten im Feld löst Ralph Firman im Jordan eine weitere Kettenreaktion aus. Jacques Villeneuve, Ralph Firman, Justin Wilson und Heiz-Harald Frentzen kommen sich in die Quere. Nur Villeneuve bleibt im Rennen.

Trulli mit Fieber im Renault

Montoya ist auf ein Dreistopprennen gepolt. Sein Vorsprung ist so stark angewachsen, dass er auch bei seinen Tankstopps in Führung bleibt. Hinter ihm tobt ein Dreikampf zwischen dem Renault von Jarno Trulli, Michael Schumacher im Ferrari und McLaren-Pilot David Coulthard. Nach hartem Kampf schaffen es Schumacher und Coulthard endlich an Trulli vorbei. Der Italiener leidet in der großen Hitze. "Ich bin mit Fieber und einer leichten Grippe gestartet."

Doch auch Lokalheld Schumacher ist an diesem Tag kein Podestplatz vergönnt. Ein Reifenschaden links hinten wirft den späteren Champion von Platz zwei auf Rang sieben zurück. Dafür gibt es neuerdings noch zwei WM-Punkte.

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