GP Deutschland - Training 2

Ferrari und Red Bull Kopf an Kopf

Mark Webber - GP Deutschland - Nürburgring - 22. Juli 2011 Foto: xpb 81 Bilder

Mark Webber entschied die zweite Runde im Duell Ferrari vs. Red Bull zu Gunsten des Weltmeisterteams. Die blauen und roten Autos belegten wie schon im ersten Training die vorderen vier Plätze.

Wer immer noch daran geglaubt hat, dass die Stärke von Ferrari in Silverstone nur an dem kurzzeitigen Zwischengas-Verbot lag, der wurde im Freitagstraining zum GP Deutschland eines Besseren belehrt. Die roten Autos aus Italien fahren am Nürburgring auf Augenhöhe mit Red Bull.

Webber fährt Tagesbestzeit

Nach der Bestzeit von Fernando Alonso im ersten Training, musste sich der Spanier in der zweiten Runde am Nachmittag "nur" mit Rang zwei zufrieden geben. Mark Webber sicherte sich mit anderthalb Zehnteln Vorsprung die Tagesbestzeit. Mit Sebastian Vettel und Felipe Massa auf den Rängen drei und vier ging das Duell Red Bull vs. Ferrari auch auf den weiteren Plätzen weiter.

Erster Verfolger der beiden Spitzenteams war am Nachmittag Mercedes. Michael Schumacher entschied das Silberpfeil-Duell gegen Nico Rosberg mit 14 Hundertstel-Sekunden Vorsprung für sich. Schumi sorgte zusammen mit Fernando Alonso auch für die spektakulärste Szene der Session. Als der Spanier von hinten angeflogen kam, schlug der Mercedes-Pilot die Tür zu und zwang den Ferrari in einen wilden Drift durch die Wiese.

Probleme bei Jenson Button

McLaren konnte wie schon in Valencia und Silverstone nicht überzeugen. Lewis Hamilton kam mit mehr als einer Sekunde Rückstand nur auf Rang sieben. Teamkollege Jenson Button landete sogar nur auf Platz elf. Der Engländer stand dabei allerdings lange zum Reparaturstopp in der Box und kam am Ende nur auf 17 Runden.

Auch bei Nick Heidfeld wurde viel am Auto geschraubt. Der Renault-Pilot war erstmals mit dem neuen Auspuff unterwegs. Trotz kleinerer Probleme wurde die neue Endrohr-Variante nach Red Bull-Vorbild auch in der zweiten Session getestet. Heidfeld wurde mit dem Update Achter, Teamkollege Vitaly Petrov, der noch mit den alten Teilen fuhr, kam vier Hundertstel dahinter auf Platz neun.

Fünf Deutsche in den Top Ten

Mit Adrian Sutil kam noch ein fünfter Deutscher Pilot in die Top Ten. Am Sonntag muss der Force India-Fahrer kämpfen, wenn er mit Punkten vom Nürburgring abreisen will. Für den sechsten Deutschen im Bunde, Timo Glock, ist ein Platz unter den ersten Zehn außer Reichweite. Immerhin landete der Virgin-Pilot im zweiten Training vor den beiden Hispanias und dem Lotus von Karun Chandhok auf Rang 19.

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