Sebastian Vettel GP England 2011 xpb
Kamui Kobayashi - GP England - Training - Silverstone - 8. Juli 2011
Mark Webber - GP England - Training - Silverstone - 8. Juli 2011
Mark Webber - GP England - Training - Silverstone - 8. Juli 2011
Mark Webber - GP England - Training - Silverstone - 8. Juli 2011 94 Bilder

GP England 2011 - Training 3

Vettel Schnellster auf trockener Piste

Sebastian Vettel hat sich im letzten Test vor dem Silverstone-Qualifying die Bestzeit gesichert. Die Strecke präsentierte sich im dritten Training endlich in trockenem Zustand. Michael Schumacher und Mark Webber wurden jedoch von technischen Problemen eingebremst.

Am Samstagmorgen konnten die Piloten endlich die Slicks aus dem Schrank holen. Die Teams mussten in nur 60 Minuten das nachholen, was man in den drei verregneten Stunden am Freitag nicht geschafft hatte. Im Mittelpunkt des Testprogramms stand bei vielen Teams die Erprobung von Upgrade-Teilen. Leichte Regentropfen aus dem grauen Himmel über Silverstone erschwerte die Arbeit aber immer wieder.

Getriebeprobleme bei Schumacher

Mercedes testete erneut den neuen Auspuff und den umgebauten Diffusor. Reibungslos verlief die Sitzung für die Silberpfeile nicht. Ein kleines Feuerchen im Heckbereich von Rosbergs Auto musste an der Box gelöscht werden. Auch bei Schumacher mussten die Mechaniker Hand anlegen. Das Heck wurde komplett auseinandergebaut, um am Getriebe zu arbeiten. Der Deutsche fuhr insgesamt nur elf Trocken-Runden vor dem Qualifying.

Bei McLaren gingen beide Autos mit verschiedenen Heckflügeln auf die Bahn, um die neue Version mit der alten Variante zu vergleichen. Williams schickte seine Piloten ebenfalls mit dem gesamten Update-Paket auf die Strecke, obwohl die neuen Teile in der einen Stunde sicher nicht ausreichend getestet werden konnten.

Vettel fährt seine erste Silverstone-Bestzeit

Im Klassement zeigte sich am Ende Sebastian Vettel zum ersten Mal an diesem Wochenende in der Spitzenposition. Der Heppenheimer verwies Fernando Alonso im Ferrari um sechs Hundertstel auf Rang zwei. Dritter wurde Mark Webber im zweiten Red Bull, vor dem zweiten Ferrari von Felipe Massa. Webber war allerdings wie Schumacher von Technikproblemen geplagt. Ein Leck am Motor sorgte dafür, dass der Australier nur zwölf Runden fahren konnte.

Platz fünf von Pastor Maldonado deutet darauf hin, dass die neuen Teile am Williams ganz gut funktioniert haben. Der sechste Platz für Jenson Button ist kein gutes Zeichen für McLaren. Der Weltmeister von 2009 war mit dem alten Heckflügel unterwegs. Lewis Hamilton, der mit der neuen Variante fuhr, kam nur auf Rang 13.

Beide Sauber in den Top Ten

Die beiden Sauber machten dagegen einen guten Eindruck. Kamui Kobayashi und Sergio Perez waren ebenfalls mit neuen Teilen unterwegs und fanden sich am Ende auf den Plätzen sieben und neun wieder. Dazwischen schob sich Nico Rosberg im schnellsten Mercedes auf Position acht. Michael Schumacher kam in seinem verkürzten Training immerhin noch auf Rang elf.

Auch Adrian Sutil muss im Qualifying um den Einzug in die Top Ten bangen. Der Force India-Pilot fuhr die zwölftschnellste Zeit und wurde um zwei Zehntel von Teamkollege Paul di Resta geschlagen, der auf Rang zehn geführt wurde. Nick Heidfeld war wie schon am Vortag nicht besonders schnell unterwegs. Mit fast dreieinhalb Sekunden Rückstand belegte er Platz 18.

Für Timo Glock war wieder Mal Rang 21 reserviert - hinter den beiden Lotus, aber vor seinem Virgin-Teamkollegen Jerome D’Ambrosio und den beiden Hispania. Die HRT-Autos fanden sich mal wieder am Ende des Feldes wieder. Debütant Daniel Ricciardo konnte dabei seinen Teamkollegen Tonio Liuzzi zum zweiten Mal an diesem Wochenende hinter sich lassen.

Politische Diskussionen im Hintergrund

Überschattet wurde das Training von den politischen Diskussionen über die Motoreneinstellungen. Red Bull-Teamchef Christian Horner und Technikchef Adrian Newey verbrachten die ersten 45 Minuten des Trainings bei der FIA Rennleitung, um die letzte Regeländerung vom Samstagmorgen zu Ungunsten der Renault-Teams noch einmal zu diskutieren.

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