Kimi Räikkönen  - Formel 1 - GP England - 30. Juni 2013 xpb
Impressionen - Formel 1 - GP England - 30. Juni 2013
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GP England 2013 (Analyse)

Die Kunst der Taktik-Spielchen

Wieso holte Lotus Kimi Räikkönen nicht an die Box? Wieso fiel Adrian Sutil zurück? Was war mit Mark Webber beim Start los? Die Antworten geben wir in unserer Rennanalyse.

Wieso holte Lotus Kimi Räikkönen nicht an die Box?

Als das Safety Car zum zweiten Mal ausrückte, nachdem Sebastian Vettel seinen Red Bull mit Getriebeschaden auf der Zielgeraden parkte, nutzten Nico Rosberg, Felipe Massa, Mark Webber und Romain Grosjean die Gunst der Stunde und kamen an die Box. Fernando Alonso war unglücklicherweise kurz vorher beim Service und verlor sechs Plätze, weil er sich hinter dem Safety Car anstellen musste. Kimi Räikkönen ließen die Lotus-Ingenieure weiter draußen Kreise ziehen. Über Funk meldete der Finne erste Zweifel an der Entscheidung des Kommandostands.

Nach dem Rennen sah auch Lotus-Teamchef Eric Boullier den Fehler ein. "Wir hatten nicht mit so viel Gewinn mit den neuen Reifen gerechnet und gedacht, wir können die restlichen Runden noch durchfahren." Falsch gedacht. Räikkönen lag vor der Safety Car Phase auf dem dem zweiten Rang, am Ende bleib nur noch der fünfte Platz. Webber, Alonso und Hamilton zogen an ihm vorbei. Alonso, Webber und Hamilton fuhren 1.33er und 1.34er Zeiten, Räikkönen krebste mit 1.36er Zeiten um den Kurs. Er war bereits seit Runde 29 mit den harten Reifen unterwegs.

Wieso fiel Adrian Sutil zurück?

Eigentlich war Adrian Sutil mit seinem Rennen zufrieden. "Platz drei beim Restart war nicht so schlecht", meinte der Force India Pilot. Danach verlor Sutil jedoch bei seinem zweiten Boxenstopp. Während seine direkten Konkurrenten Kimi Räikkönen und Fernando Alonso schon in Runde 29 und 30 zum Wechsel kamen, steuerte Sutil erst in Runde 33 die Box an. In dieser Zeit machten Alonso und Räikkönen Boden gut und zogen vorbei.

In der zweiten Safety Car Phase war Sutil einer derjenigen, die draußen blieben. "Wir waren auf zwei Stopps", verteidigte der Wahlschweizer die Strategie. "Die anderen hatten neuen Reifen, das machte einen Unterschied. Aber besser als Platz fünf wäre es mit neuen Reifen auch nicht geworden."

Warum ging Sebastian Vettels Getriebe kaputt?

In Runde 42 musste Sebastian Vettel das Handtuch werfen. Das Getriebe des RB9 gab seinen Geist auf. Das Unheil passierte kurz vor der letzten Kurve vor der Zielgeraden – zwischen Stowe und Club. Vettel versuchte noch alle Gänge durchzuspielen, aber nichts ging mehr. "Es war eine Schande", ärgerte sich Red Bull-Teamchef Christian Horner. "Er hat das Rennen kontrolliert. Es passiert wirklich selten, dass wir mechanisch bedingte Ausfälle haben." Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Eingangswelle des Getriebes defekt war.

Was war am Start mit Mark Webber los?

Die Starts sind die Achillesferse von Mark Webber. Das ist in der Formel 1 kein großes Geheimnis. In Silverstone verwachste der Australier wieder einmal nach ein paar guten Starts in den letzten Rennen. "Ich habe keine Ahnung was da los war", sagte er. "Wir müssen uns genau anschauen, warum das immer wieder passiert. Es war frustrierend. Wir arbeiten daran, dass das in Zukunft konstanter wird. Es ist so ein wichtiger Teil des Wochenendes. Es kostet über die Zeit jede Menge Punkte."

Damit nicht genug. Webber kollidierte in der ersten Kurve auch noch mit Romain Grosjean und beschädigte sich dabei seinen Frontflügel. Er wurde bis auf Platz 15 zurückgeworfen. "Selbst mit dem beschädigten Frontflügel war Mark gut unterwegs", lobte ihn sein Teamchef Christian Horner.

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