GP England 2013 (Ergebnis Training 2)

Rosberg dominiert zweites Training

Nico Rosberg - Formel 1 - GP England - 28. Juni 2013 Foto: xpb 91 Bilder

Die Wetterverhältnisse haben am Freitag in Silverstone alles durcheinander gewirbelt. Weil es im ersten Training regnete, musste das Testprogramm am Nachmittag abgespult werden. Nico Rosberg war im Mercedes Schnellster.

Weil es im ersten Training regnete und die meisten Piloten die Sitzung zum großen Teil in der Box verbrachten, hatten sie am Nachmittag umso mehr zu tun. Der Fokus lag nicht nur auf der Erprobung neuer Teile, sondern auch auf der Arbeit mit den Reifenmischungen hart und medium sowie Longruns mit viel Sprit an Bord.

Strecke trocknete schnell ab

Am Anfang waren die Intermediate-Reifen der beliebteste Pneu, aber schon nach rund zehn Minuten trocknete die Ideallinie ab und die ersten Fahrer wechselten auf Slicks. Dabei kam auch recht schnell der Medium-Reifen, die weichere der beiden Mischungen, zum Einsatz. Denn für das Ende des Trainings waren weitere Schauer vorhergesagt worden, die allerdings nicht eintrafen.

Schnellster Mann auf einer Runde war wieder einmal Nico Rosberg. Der Mercedes-Pilot beendete das Training mit der Bestzeit von 1:32.248 Minuten. Der Mercedes war mit einigen Messinstrumenten ausgestattet. Die Silberpfeile arbeiten weiterhin am Reifenverschleiß und brachten unter anderem einen neuen Unterboden, Bremsbelüftungen und Hinterradaufhängung nach Silverstone.

Auf den ersten Blick scheint der Reifenverschleiß auf dem Longrun ganz gut gewesen zu sein. Teamkollege Lewis Hamilton landete auf dem fünften Rang. "Hier haben wir an einigen Autos Graining gesehen", meinte Ross Brawn. "Hier liegt der Fall vielleicht etwas anders als sonst." Vor allem der linke Vorderreifen scheint darunter zu leiden.

Ehrgeizige Toro Rosso-Piloten

Hinter Rosberg reihte sich das Red Bull-Duo Mark Webber und Sebastian Vettel ein.  Vettel fehlte knapp eine halbe Sekunde auf die Vorgabe von Rosberg. Auf Rang vier machte Paul di Resta im Force India wieder einmal deutlich, dass das Team aus Silverstone zu den Podiumskandidaten zählt. Das Team absolvierte vor dem GP England einen Geradeaus-Test und hat ebenfalls neue Teile an Bord.

Besonders ehrgeizig scheinen auch die beiden Toro Rosso-Piloten Jean-Eric Vergne und Daniel Ricciardo auf den Rängen sechs und sieben zu sein. Kein Wunder, jetzt wo das Cockpit von Red Bull-Pilot Mark Webber frei wird. Hinter den beiden Youngstern landete Adrian Sutil auf dem achten Rang. Romain Grosjean und Fernando Alonso komplettieren die Top Ten.

Felipe Massa wieder mit Unfall

Die Sorgenkinder der Formel 1 konnten sich nicht unter die ersten zehn schieben. Bei McLaren peilte man mit einem neuen Frontflügel, Heckflügel, Hinterradaufhängung und Unterboden eigentlich eine Verbesserung um vier Zehntel an. Rang elf und 14 für Jenson Button und Sergio Perez sind allerdings noch nicht so vielversprechend. Zwischen die McLaren-Piloten schoben sich Nico Hülkenberg und Kimi Räikkönen. Der Finne war in Spezial-DRS-Mission unterwegs. Er hatte die Aufgabe, das System weiter auszutesten.

Felipe Massa zog die Aufmerksamkeit wieder einmal mit einem Abflug auf sich. Ausgangs der Stowe-Kurve krachte er mit seinem Ferrari in die Reifenstapel. Nicht unbedingt die beste Visitenkarte zu Zeiten, wo um Verträge verhandelt wird.

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