GP England 2013 (Ergebnis Training 3)

Mercedes-Doppelspitze im dritten Training

Nico Rosberg Formel 1 GP England 2013 Foto: xpb 91 Bilder

Auf trockener Strecke in Silverstone war wie am Freitagnachmittag Nico Rosberg schnellster Mann auf eine Runde, Teamkollege Lewis Hamilton wurde Zweiter. Hinter den Mercedes landeten die Red Bull.

Im Kampf um die Pole-Position melden sich wieder die üblichen Verdächtigen zu Wort. Nico Rosberg und Lewis Hamilton unterstrichen mit ihrer Leistung im dritten Training, dass sie als heiße Favoriten auf die Pole-Position gelten. Auf eine Runde ist der Mercedes wie in den vergangenen Rennen in Bestform. Rosberg drehte bei trockenen Bedingungen die schnellste Runde in 1.31,487 Minuten. Hamilton fehlten 0,146 Sekunden auf seinen Stallgefährten.

Vettel und Webber in Schlagdistanz

Sebastian Vettel und Mark Webber brachten sich auf den Plätzen drei und vier in Schlagdistanz. Vettel musste jedoch bereits 0,550 Sekunden Rückstand in Kauf nehmen. Webber hinkte 0,591 Sekunden hinterher. Zu Beginn des Trainings war Vettel noch auf den hinteren Rängen zu finden. Der dreimalige Weltmeister spulte offensichtlich einen Longrun mit viel Sprit im Tank ab.

Die fünfte Position ging an Romain Grosjean im Lotus. Im Gegensatz zu Kimi Räikkönen war der Franzose ohne das Spezial-DRS-System unterwegs. Räikkönen, der Platz acht einnahm, war nach der ersten Erprobung am Freitag ganz zufrieden mit dem Technik-Trick. Zwischen die Lotus-Piloten schoben sich Daniel Ricciardo im Toro Rosso und Fernando Alonso im Ferrari. Wie am Vortag war der Spanier fast die ganze Zeit die einzige Speerspitze von Ferrari, denn an Felipe Massas Auto schien es ein technisches Problem zu geben. Der Brasilianer harrte lange Zeit in der Box aus.

Perez mit spektakulärem Reifenschaden

Die beiden Force India-Piloten Adrian Sutil und Paul di Resta sicherten sich die beiden letzten Plätze in den Top-Ten. Bei McLaren war wieder einmal Ernüchterung angesagt. Jenson Button kam nicht über Platz zwölf hinaus. Sergio Perez sorgte mit einem Reifenschaden hinten links für spektakuläre Bilder. Der Pneu war komplett zerfetzt, der McLaren-Pilot schleppte sich auf der Felge zurück in die Box. Nach rund 15 Minuten wurde das Training aufgrund der Reifenteile auf der Fahrbahn mit der roten Flagge unterbrochen.

Die Ursache für das Reifengemetzel war auf den Fernsehbildern nicht klar zu erkennen. Bei McLaren geht man davon aus, dass Perez keinen Kerb berührte, sondern der Reifenschaden plötzlich auftrat. Die Folge: Der Unterboden wurde beschädigt. Für das Heimrennen hat McLaren einen neuen Unterboden im Einsatz. Für den GP England hat Pirelli versucht das Delaminierungsproblem mit mehr Klebstoff zwischen Karkasse und Lauffläche zu lösen.

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