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GP England 2014 (Training 3)

Regen bremst Silverstone-Action

Sebastian Vettel - GP England 2014 Foto: xpb 79 Bilder

Im dritten Training zum GP England bekamen die Fans nur wenig Fahrbetrieb geboten. Regen verwandelte den Traditionskurs in eine Rutschbahn. Wegen des hohen Abflug-Risikos verzichteten viele Piloten auf Ausfahrten. Die Fahrer, die sich auf die feuchte Piste trauten, konnten ihre Autos kaum auf der Ideallinie halten.

05.07.2014 Tobias Grüner

Was wäre Silverstone ohne Regen? Nach dem trockenen Freitag wurde es über Nacht wieder einmal feucht in der Region Buckinghamshire. Zwar schüttete es nicht komplett durch, aber der leichte, andauernde Nieselregen reichte aus, um die komplette Strecke unter Wasser zu setzen. An vielen Stellen warteten Pfützen auf unvorsichtige Piloten. Die Fans auf den Tribünen bekamen eine unterhaltsame Rutschpartie geboten.

"Der Regen war genauso stark wie die Menge an Wasser, die von den Autos weggefahren wurde", erklärte Williams-Cheftechniker Pat Symonds. "Deshalb blieben die Bedingungen die ganze Zeit konstant. Von den Zeiten her lagen die Verhältnisse genau an der Grenze zwischen Intermediates und Full-Wet-Reifen. Das war nicht einfach für die Fahrer."

Viele Ausrutscher im Regen von Silverstone

Den heftigsten Abflug lieferte Jules Bianchi, der mit seinem Marussia in Kurve 15 frontal in die Bande rutschte. Romain Grosjean gab auf den Curbs der Zielkurve etwas viel Gas und driftete seitwärts über die Gerade. Adrian Sutil zeigte bei einem Ausflug ins Kiesbett sein Offroad-Talent. Selbst Weltmeister wie Sebastian Vettel und Lewis Hamilton konnten ihre Autos nicht immer auf der Strecke halten.

Viele Piloten gaben schon nach wenigen Installationsrunden auf. Das Risiko war einfach zu groß. "Es ist nicht besonders sinnvoll, bei diesen Bedingungen rauszugehen. Es kann immer etwas passieren. Und zwischen den Sitzungen bleibt nicht viel Zeit für Reparaturen", entschuldigte sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff für den deutlich verringerten Fahrbetrieb.

Getriebe-Strafe für Chilton

Ein weiterer Grund für die reduzierte Rundenzahl lag in den Reifen. Intermediates und Regen-Gummies sind für das gesamte Rennwochenende limitiert. Keiner möchte die wertvollen Profil-Schlappen frühzeitig verheizen. Mit Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Max Chilton blieben gleich 4 Piloten komplett ohne Rundenzeit.

Bei Chilton hatte das allerdings nichts mit den Bedingungen zu tun. Der Marussia-Pilot kämpfte mit einem Getriebe-Problem. Die Mechaniker mussten die Schaltbox ungeplant wechseln. Das kostete den Briten beim Heimspiel nicht nur die dritte Sitzung sondern sorgt auch für eine Rückversetzung um 5 Plätze in der Startaufstellung.

Vettel mit erster Trainingsbestzeit 2014

In der wenig aussagekräftigen Zeitentabelle lag am Ende Sebastian Vettel ganz vorne. Es war die erste Trainingsbestzeit des Weltmeisters in dieser Sasison. Mit Daniel Ricciardo lag ein zweiter Red Bull direkt dahinter. Nur 1 Zehntel trennte die Bullen-Autos. Auf Rang 3 und 4 fanden sich am Ende die beiden Lotus wieder, die auf feuchter Strecke einen deutlich konkurrenzfähigeren Eindruck machen als bei normalen Bedingungen.

Mit Adrian Sutil fand sich auf Rang 5 auch ein Sauber ungewohnt weit vorne wieder. Die beiden Force India blieben dagegen genauso weit zurück wie am Vortag. Nico Hülkenberg und Sergio Perez landeten auf den Plätzen 14 und 15. Große Schlüsse für das Qualifying lassen sich wie gesagt aber noch nicht ziehen. Bei dem berüchtigt wechselhaften Silverstone-Wetter können sich die Bedingungen über Mittag noch einmal komplett ändern. Klar ist nur: Es wird spannend!

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