Lewis Hamilton - Mercedes - GP England - Silverstone - Formel 1 - Freitag - 8.7.2016 sutton-images.com
Sebastian Vettel - Ferrari - GP England - Silverstone - Formel 1 - Freitag - 8.7.2016
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GP England 2016 (Ergebnis Training 3)

Hamilton Erster, Ericsson verunfallt

Lewis Hamilton trumpft bei seinem Heimspiel weiter auf. Im dritten Freien Training zum Grand Prix England 2016 eroberte der Titelverteidiger die dritte Bestzeit. Einen Schreckmoment erlebte Marcus Ericsson. Der schwedische Sauber-Pilot flog ausgangs Stowe heftig ab.

Vor Beginn des dritten Freien Trainings wässerte ein leichter Regenguss die 5,891 Kilometer lange Piste. Deshalb rollten die Fahrer zunächst auf Intermediates und Vollregenreifen raus, um erste Funktionschecks an ihren Autos durchzuführen. Erst nach 13 Minuten wagte sich mit Sergio Perez der erste Pilot mit Slicks auf die Bahn. Acht Minuten später setzte Nico Rosberg auf Trockenreifen die erste gezeitete Runde.

Ericsson knallt heftig in Reifenstapel

Zwar trocknete das Asphaltband auf, aber die Randsteine bleiebn bei solchen Bedingungen immer gefährlich. Marcus Ericsson wurde ein feuchter Kerb vermutlich zum Verhängnis. 20 Minuten vor Ende der Session räuberte der Schwede in seinem Sauber C35 ausgangs Stowe (Kurve 15) über den Randstein und verlor sein Auto. Ericsson rutschte quer über die Bahn, bremste hart, konnte den Einschlag in den Reifenstapel aber nicht mehr vermeiden.

Der Sauber schlug hart mit der Nase voran ein, und drehte sich danach um die eigene Achse, weshalb Ericsson sich auch das Heck ramponierte. Kurios: Beim Einschlag riss es das Lenkrad aus der Halterung und es fiel ins Cockpit. Das darf eigentlich nicht passieren. Ericsson stieg selbstständig aus seinem Unfallwagen. Die Streckenposten kümmerten sich um ihn, ehe der 25-Jährige den Daumen zur Entwarnung nach oben streckte. Aus Sicherheitsgründen brachte man Ericsson nach einem Besuch im Medical Center aber in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Auf den Sauber-Mechaniker wartet nach dem Unfall viel Arbeit. Es bleiben nur zwei Stunden, um den C35 für das Qualifying zu reparieren. Erst fünf Minuten vor dem Ende gab die Rennleitung die Strecke wieder frei, nachdem die Streckenposten die Reifenstapel gerichtet hatten.

Getriebe bei Vettel kaputt?

Die lange Unterbrechung komprimierte das Programm für den Rest des Feldes. In der Schlussphase zogen alle die weichen Reifen auf, um für das Qualifying zu proben. Lewis Hamilton setzte wie schon am Freitag die Bestzeit. Der Weltmeister umrundete in seinem Mercedes W07 die 18 Kurven in 1:30.904 Minuten. Hamilton unterbot damit den bisher schnellsten Umlauf des Wochenendes um über sieben Zehntel.

Nico Rosberg, den am Vortag ein Wasserleck stoppte, und ihn das gesamte zweite Training kostete, blieb seinem WM-Rivalen auf den Fersen. Ebenfalls weich bereift, büßte der Spitzenreiter des WM-Klassements lediglich 63 Tausendstel ein. Das Ergebnis lässt darauf schließen, dass es zwischen den beiden Silberpfeilen auch im Qualifying eng zugehen dürfte.

Red Bull blieb am Samstagmorgen die zweite Kraft im Feld. Daniel Ricciardo hatte im teaminternen Zweikampf mit Max Verstappen knapp die Nase vorn. Auf Hamilton verlor der dreifache GP-Sieger in seinem RB12 0,584 Sekunden. Sebastian Vettel fehlten bereits über 1,1 Sekunden. Nach seiner letzten Runde fluchte der Heppenheimer im Cockpit und schlug die Hände zusammen. Wenig später folgte die Erklärung am Funk. „Ich glaube, dass Getriebe ist wieder hin.“ Schon in Österreich fing sich der Ferrari-Star eine Startplatzstrafe ein, weil sein Team die Achtgang-Schalteinheit wechseln musste.

Wehrlein auf letztem Platz

Teamkollege Kimi Räikkönen kam im dritten Freien Training nicht über die neunte Position hinaus. Schneller als der Finne waren Valtteri Bottas (+ 1,832 Sekunden auf Hamilton ), Fernando Alonso (+ 1,850 Sekunden) und Nico Hülkenberg (+ 1,894 Sekunden). Alonso bestätigte damit den guten Eindruck vom Freitag. Der neue Honda-Motor hat McLaren nach vorne gebracht. „Ein spürbarer Fortschritt“, lobte Teamchef Eric Boullier am Vortag.

Carlos Sainz brachte seinen Toro Rosso noch unter die besten zehn. Überraschend weit hinten im Feld reihte sich Felipe Massa ein (15.). Pascal Wehrlein belegte gar den letzten Rang.

GP England 2016: Ergebnis Training 3

Fahrer Team Zeit / Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:30.904 Min. 9
2. Nico Rosberg Mercedes + 0.063 Sek. 17
3. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.584 6
4. Max Verstappen Red Bull + 0.657 7
5. Sebastian Vettel Ferrari + 1.145 10
6. Valtteri Bottas Williams + 1.832 14
7. Fernando Alonso McLaren + 1.850 10
8. Nico Hülkenberg Force India + 1.894 13
9. Kimi Räikkönen Ferrari + 1.929 12
10. Carlos Sainz Jr. Toro Rosso + 1.985 10
11. Esteban Gutierrez Haas + 1.991 12
12. Jenson Button McLaren + 2.138 10
13. Romain Grosjean Haas + 2.440 13
14. Sergio Perez Force India + 2.457 12
15. Felipe Massa Williams + 2.536 13
16. Daniil Kvyat Toro Rosso + 2.634 10
17. Felipe Nasr Sauber + 2.806 9
18. Jolyon Palmer Renault + 2.865 12
19. Kevin Magnussen Renault + 3.145 9
20. Rio Haryanto Manor + 3.567 13
21. Marcus Ericsson Sauber + 3.647 7
22. Pascal Wehrlein Manor + 3.754 10
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