GP England

Räikkönen holt sich die Pole-Position

Foto: dpa

Update ++ Kimi Räikkönen holt für McLaren-Mercedes die erste Pole-Position in dieser Saison. Als zweiter ins Rennen am Sonntag (11.7.) startet Rubens Barrichello vor Jenson Button. Michael Schumacher wurde Vierter.

Völlig überraschend setzte Kimi Räikkönen bei dem für die Startaufstellung entscheidenden Einzelzeitfahren die Bestzeit vor Rubens Barrichello (Ferrari) und Jenson Button (BAR-Honda). Der Finne strafte damit alle Lügen, die nach seiner Bestzeit im Freien Training am Freitag (9.7.) vermuteten, er sei mit leerem Tank so genannte Vorstandszeiten gefahren.

Besonders bemerkenswert an der schneidigen Fahrt des Finnen: Bei der ersten Zwischenzeit lag er noch um fast eine halbe Sekunde hinter Rubens Barrichello. Räikkönen schaffte es, in den mit einigen langsamen Kurven gespickten Sektoren zwei und drei stattliche sechs Zehntelsekunden aufzuholen. Dies spricht sowohl für die Konstanz der Michelin-Reifen wie auch für die Balance und für die Traktion des überarbeiteten McLaren-Mercedes MP4-19B.

Nach der ersten Pole-Position des Jahres für McLaren-Mercedes verzog Räikkönen wie üblich keine Miene und rühmte sein Auto: „Das Auto hatte schon beim letzten Rennen Potenzial. Es ist natürlich nett, auf dem ersten Startplatz zu stehen.“ Dann fügte der nicht besonders eloquente Nordländer weitere Gemeinplätze hinzu. Kostprobe: Auf die Frage: „Können Sie morgen gewinnen?“, wusste er zu entgegnen: „Wir versuchen es. Deswegen sind wir hier.“ Und im Übrigen seien alle im Team sehr glücklich. Und dabei machte Räikkönen ein Gesicht, als hätte man ihm gerade den Dienst-Maybach weggenommen.

Schumacher gibt sich optimistisch

Rubens Barrichello musste sich beim Kampf um die Trainingsbestzeit um schmale sieben Hundertstelsekunden geschlagen geben. „Es war eine gute Runde“, strahlte der Brasilianer. In seinem fünften Ferrari-Jahr brachte Barrichello in Silverstone das vierte Mal das Kunststück fertig, seinen Teamkapitän im Training zu schlagen.

Michael Schumacher war um volle vier Zehntelsekunden langsamer als der Brasilianer und musste mit Startplatz vier zufrieden sein. Zum vierten Mal in Folge verpasste der Seriensieger (neun Triumphe bei den bisherigen zehn Saisonrennen) damit die Pole-Position. Für das Rennen ist der Kerpener dennoch optimistisch. Kein Wunder, denn bei den letzten Rennen hat Ferrari stets bewiesen, dass man taktische Kniffe in der Hinterhand hat. Angesichts des vergleichsweise großen Zeitunterschieds zwischen den Ferrari-Fahrern steht zu vermuten, dass Barrichello mit Drei-Stopp-Strategie in die Schlacht zieht, Schumacher sich dagegen mit zwei Stopps begnügt. Alternative Theorie: Beide Ferrari ziehen mit zwei Stopp-Strategie los, Schumacher fährt jedoch einen wesentlich längeren ersten Turn als sein Teamkollege aus Brasilien.

Heidfeld verliert teaminternes Duell

Nicht besonders gut in Fahrt kamen die Renault. Siegchancen wie am letzten Wochenende in Frankreich haben die blau-gelben diesmal wohl kaum. Jarno Trulli geht als Fünfter ins Rennen. Fernando Alonso muss nach einem Motorwechsel mit Startplatz 16 vorlieb nehmen

Nick Heidfeld fügte seinen diesjährigen Passionspielen im nicht konkurrenzfähigen Jordan ein weiteres leidvolles Kapitel hinzu. Er verbuchte mehr als viereinhalb Sekunden Rückstand auf die Pole. Dies bedeutete Startplatz 15. Zum dritten Mal in diesem Jahr war er langsamer als sein Teammate Giorgio Pantano.

Auf seiner Auslaufrunde behinderte Olivier Panis den Sauber-Piloten Felipe Masse, der sich auf seiner schnellen Runde befand. Die Sportkommissare bestraften Panis und strichen seine Trainingszeit. Dadurch verliert der Franzose seinen elften Startplatz und muss am Sonntag aus der letzten Startreihe in Rennen gehen.

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