GP England Technik-Updates

Aeropaket: McLaren ohne, Williams mit

Lewis Hamilton Foto: xpb 27 Bilder

McLaren-Mercedes verzichtet auf sein neues Aerodynamikpaket. In der Nacht wurden die Autos von Lewis Hamilton und Jenson Button auf den alten Stand zurückgebaut. Williams ist mit der Ausbaustufe zufrieden. Technikchef Sam Michael sprach von einem klaren Fortschritt.

Die Entscheidung beim GP England fiel am Freitagabend um acht Uhr. Die McLaren-Mechaniker trugen Unterböden vom Transporter in die Garage und umgekehrt. Es wurde eine lange Nacht im McLaren-Camp. Testfahrer Gary Paffett saß noch im Simulator. Am Samstagvormittag gingen zwei McLaren mit dem alten Unterboden, der alten Auspuffführung und der alten Motorabdeckung in das Training. Nur der neue Frontflügel blieb dran.

McLaren hat wertvolle Zeit verloren

Lewis Hamilton und Jenson Button hatten über Abtriebsschwankungen geklagt. Vor allem beim Bremsen. "Unser Datenvergleich hat ergeben, dass wir mit der alten Version schneller gewesen wären", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh. "Zwei Trainingssitzungen waren halt doch zu wenig für so eine große und komplexe Änderung."

Der Versuch wird laut Whitmarsh in Hockenheim fortgesetzt. "Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, die Ergebnisse vom Freitagstraining auszuwerten und sie noch mal im Simulator durchzuspielen." Der Umbau von Neu auf Alt hat McLaren bei seinem Heimspiel geschwächt. Im Gegensatz zu Erzrivale Red Bull gingen zwei Trainingssitzungen verloren.

Williams zufrieden mti Entwicklung

Williams hält dagegen an seiner Ausbaustufe fest. "Wir können von einem Fortschritt sprechen", berichtet Technikchef Sam Michael. "Silverstone ist von der Streckencharakteristik her unsere schlechteste Strecke. Nach dem Freitagstraining sieht es aber so aus, dass unsere Fahrer in die Top Ten fahren können. Das wäre mit dem alten Paket nicht möglich gewesen." Michael ist überzeugt: "So richtig werden wir erst in Hockenheim und Budapest von den Änderungen profitieren."

Eine Unsicherheit gibt es noch. Im dritten Formel 1-Training wird Williams erneut Experimente mit dem F-Schacht durchführen. "Wir haben auch da Fortschritte gemacht, generieren ein bis zwei km/h mehr Topspeed als in Valencia, aber Hülkenberg hat immer noch Probleme, das System zu aktivieren." Der Rheinländer hat wegen seiner langen Beine Schwierigkeiten, das linke Knie anzuziehen, um so das Loch abzudichten, das den Kreislauf für den F-Schacht schließt. Für den eher kompakt gebauten Rubens Barrichello ist das kein Problem.

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