GP Europa 2011 - Training 1

Webber setzt erste Valencia-Duftmarke

Mark Webber Foto: xpb 63 Bilder

Red Bull-Pilot Mark Webber hat sich in Valencia die erste Bestzeit des Wochenendes gesichert. Sebastian Vettel ließ es auf Rang 16 deutlich gemütlicher angehen. Nico Hülkenberg krachte in die Mauer.

Das erste Training zum GP Europa ist traditionell eine rutschige Angelegenheit. Auf dem Stadtkurs im Hafen von Valencia müssen die Piloten erst einmal den Dreck von der Ideallinie fahren, bevor sie sich langsam dem Renntempo nähern. Die vielen Verbremser und Ausrutscher waren auch für die Zuschauer an der Strecke ein deutlich sichtbares Zeichen für den schmutzigen Asphalt.

Hülkenberg in der Mauer

Die meisten Piloten konnten den Schaden in Grenzen halten und vermieden den Kontakt zu den Mauern. Nico Hülkenberg gelang das nicht ganz so gut. Der Force India-Testfahrer beendete seinen einzigen Trainingsauftritt bereits nach 23 Minuten, als er beim Anbremsen auf Kurve 12 die Kontrolle über seinen Dienstwagen verlor und seitlich in die Bande rutschte.

Mit platten Reifen und zerstörter Radaufhängung musste der Force India sein Fahrzeug noch an Ort und Stelle verlassen. Während der Pilot zu den Boxen kutschiert wurde, kümmerte sich schweres Bergungsgerät um das Auto. Der Schaden sollte aber zum zweiten Training behoben sein, wenn wieder Stammpilot Paul di Resta das Steuer übernimmt.

Webber mit deutlicher Bestzeit

Sportlich sorgte Mark Webber für die größten Schlagzeilen. Der Red Bull-Pilot sicherte sich in 1:40.402 Min. die erste Bestzeit des Wochenendes. Die Runde war damit allerdings knapp drei Sekunden langsamer als Pole Position-Zeit des Vorjahres. Bei besseren Streckenbedingungen dürfte das Tempo in den weiteren Trainingssitzungen also noch deutlich steigen.

Deshalb sollten sich die Fans von Sebastian Vettel auch noch nicht allzu große Sorgen machen. Der Weltmeister landete mit 2,5 Sekunden Rückstand nur auf Rang 16. Damit lieferte er allerdings eine bessere Leistung ab als in Kanada. Dort landete der Red Bull-Pilot im ersten Training in der Mauer.

Renault-Piloten weit vorne

Auf Rang zwei im Zeitenklassement landete überraschend der Renault von Vitaly Petrov. Mit gut acht Zehnteln blieb der Russe allerdings deutlich hinter der Vorgabe von Webber. Auch der zweite Renault platzierte sich weit vorne. Hinter den beiden Weltmeistern Fernando Alonso (Ferrari) und Lewis Hamilton (McLaren) ließ sich Nick Heidfeld die viertbeste Zeit notieren.

Hinter dem zweiten Ferrari von Felipe Massa und dem zweiten McLaren von Jenson Button war Adrian Sutil der zweitschnellste Deutsche im ersten Training. Nach dem Crash von Hülkenberg musste er zunächst alleine Daten sammeln.

Mercedes verschiebt Auspuff-Premiere

Bei Mercedes gab man sich vor dem Wochenende vorsichtig. Eigentlich hatte man gehofft, einen komplett neuen Auspuff zu testen. Am Ende musste die Premiere aber auf Silverstone verschoben werden. Nico Rosberg landete auf dem neunten Rang. Teamkollege Michael Schumacher kam knapp dahinter auf Position elf. Beide Mercedes-Piloten hatten allerdings Schwierigkeiten mit dem mangelnden Grip. Mehr als einmal qualmten an den silbernen Autos die Reifen.

Timo Glocks Name tauchte wieder einmal ganz hinten im Klassement auf. Mit seiner tiefen Schnittwunde am Finger kam der Virgin-Pilot nur auf Rang 21. Kurz vor dem Ende sorgte der Odenwälder dann noch für eine spektakuläre Szene, als er nach Kurve fünf plötzlich quer zur Fahrbahn zum Stehen kam. Glock konnte bei seinem halben Dreher den Einschlag in die Mauer gerade noch verhindern.

Indisches Doppel am Tabellenende

Auch für Karun Chandhok lief es nicht nach Plan. Eigentlich sollte der indische Lotus-Tester in Valencia mal wieder etwas Fahrpraxis bekommen. Mehr als zwei ungezeitete Installationsrunden sprangen wegen eines Getriebeproblems aber nicht raus. Zusammen mit HRT-Pilot Narain Karthikeyan bildete Chandhok somit die indische Rote Laterne.

Die neue Ausgabe als PDF
Oberklasse Bentley Continental GT V8 2019 Bentley Continental GT V8 (2020) Neue Einstiegsmotorisierung für den Gran Turismo Bugatti Galibier Bugatti-Zukunft Zweites Modell wird ein Elektroauto sein
Sportwagen Aston Martin DBS GT Zagato und DB4 GT Zagato Aston Martin DBS GT Zagato und DB4 GT Zagato Im Doppelpack für über 8 Millionen Euro Ferrari P80/C Einzelstück Ferrari P80/C Dino-Remake mit Mega-Abtrieb
SUV Ford Bronco Ford Bronco 2020 Retro-Geländewagen mit abnehmbaren Türen BMW X1 xDrive25Le Neuer BMW X1 xDrive25Le Plug-in-Hybrid mit 110 km E-Reichweite
Anzeige