GP Europa

Glock kommt ohne Strafe davon

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Der Toyota-Pilot Timo Glock blockierte den BMW von Nick Heidfeld drei Kurven lang, dann wäre Heidfeld beim Versuch sich mit Gewalt an Glock vorbeizupressen, fast abgeflogen. Dreieinhalb Stunden nach dem Abschlusstraining entschied die Rennleitung, dass eine Strafe unangemessen sei. Damit behält Timo Glock seinen 13. Startplatz.

Normalerweise kommen Nick Heidfeld und Timo Glock gut miteinander aus. Doch diesmal kannte Heidfeld keinen Spaß: "Timo gehört bestraft. Er stand mir im ersten Teil des Trainings im Weg, und fast hätte es mich wieder erwischt wie in Ungarn. Ich dachte, dass passiert dir nur alle Jubeljahre, dass du im Verkehr steckenbleibst und deshalb aus der Qualifikation fliegst. Als Glock vor mir nicht Platz machte, dachte ich nur: Bitte nicht schon wieder." Heidfelds Forderung wurde nicht erfüllt.

Diesmal hatte Heidfeld Glück. Er hatte die harten Reifen aufgezogen und es war genügend Sprit für eine zweite fliegende Runde an Bord. Die BMW-Box instruierte ihn nach dem Zwischenfall: "Fahr den Rest der Runde langsam, schone die Reifen und probier es gleich noch einmal." Es reichte gerade so. 142 Tausendstel mehr, und Heidfeld hätte ab der zweiten Qualifikationsrunde wieder zugeschaut.

Eigentlich gehört das Team bestraft und nicht er

Timo Glock entschuldigte sich bei den Kommissaren damit, dass ihn das Team nicht darüber informiert hatte, welche Autos hinter ihm auf einer schnellen Runde waren. "Es tut mir leid, dass ich Nick behindert habe." Bei BMW glaubte man dem Toyota-Piloten. Man kennt sich vom letzten Jahr, wo Glock noch Testpilot bei BMW war. "Timo ist einer, der sonst immer Platz macht. Eigentlich gehört das Team bestraft und nicht er."

Glock zog sich nach der Anhörung bei den Rennkommissaren zurück. Der 26-jährige Hesse litt an Schüttelfrost. Wahrscheinlich hat er sich die Verkühlung durch die Air Condition in den klimatisierten Motorhomes geholt. Schon bei seiner grandiosen Fahrt auf Platz zwei in Budapest war Glock nicht ganz gesund. In den letzten acht Runden des GP Ungarn meldete sich eine Magenverstimmung aufgrund einer Lebensmittelvergiftung zurück, die er sich die Woche davor bei Testfahrten in Jerez eingefangen hatte. "Wahrscheinlich habe ich während des Rennens zuviel getrunken."

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