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GP Europa

Räikkönen Tagesschnellster

Foto: dpa

Weltmeister Kimi Räikkönen hat sich kurz vor Ende des zweiten Trainings die Tagesbestzeit in Valencia gesichert. Bei der Premiere auf dem neuen Stadtkurs landete Lokalmatador Fernando Alonso am Freitag (22.8.) mit zwei Hundertsteln Rückstand auf Rang zwei.

22.08.2008 Tobias Grüner

Am besten kam Ferrari mit den Bedingungen zurecht. Mit einer Zeit von 1:39.477 setzte sich Räikkönen an die Spitze der Zeitentabelle, gefolgt von Fernando Alonso. Auf Rang drei reihte sich überraschend Honda-Pilot Jenson Button ein. Genau wie Alonso ist auch beim Briten zu vermuten, dass er am Nachmittag mit wenig Sprit unterwegs war. Dafür spricht auch, dass Teamkollege Barrichello nur den letzten Platz einnahm.

Hinter Felipe Massa und dem Silberpfeil-Duo Hamilton und Kovalainen platzierte sich Timo Glock als bester Deutscher auf Rang sieben. Wie zuletzt überzeugte der Wersauer von Beginn an mit gutem Speed und hatte auch Teamkollege Jarno Trulli sicher im Griff.

Im ersten Training hatte noch überraschend Sebastian Vettel im Toro Rosso die Zeitentabelle angeführt. "Es ist der erwartet schwierige Kurs", sagte der Heppenheimer nach seiner ersten Ausfahrt. "Vor allem die Kombination der Kurven vier und fünf hat es in sich." Auch die Brückenpassage und das Anbremsen vor der letzten Kurve mit seitlichen Fliehkräften sei technisch anspruchsvoll. Im zweiten Test ging es der Heppenheimer dann etwas langsamer an und ließ sich nur die 16.-schnellste Zeit notieren.

Modifiziertes Montreal-Set-Up

Vom Abtrieb orientierten sich viele Teams zunächst am Set-Up von Montreal. "Allerdings mussten wir wegen dem Dreck zu Beginn etwas mehr Flügel fahren", erklärt BMW-Chefingenieur Willy Rampf. "Es kann aber sein, dass wir uns wieder der Ausgangsabstimmung annähern, wenn die Strecke mehr Grip bekommt." Im Gegensatz zur Strecke in Kanada ist nicht der Top-Speed sondern die Balance in den engen Kurven entscheidend für die Rundenzeit. Für das Qualifying hat BMW übrigens eine optimale Rundenzeit von 1:38.00 errechnet.

Nick Heidfeld konnte das Potenzial von BMW allerdings noch nicht zeigen. Als schlechtester Deutscher beendete der Mönchengladbacher das Nachmittagstraining auf Rang 18. Auch wenn die Zeit noch nicht stimmte, konnte Heidfeld wenigstens über die Strecke berichten: "Es ist zwar rutschig, aber es macht Spaß." Etwas kritisch seien die langen Geraden, die eigentlich langgezogene Kurven sind, die blind gefahren werden. "Da kannst Du nur hoffen, dass keiner quer steht, wenn Du mit 300 km/h ankommst", so Heidfeld. Die kleine Stufe am Übergang zur Hängebrücke sei dagegen kein Problem.

Rosberg im Plan

Besser lief es bei Williams und Nico Rosberg. Mit Platz zwölf bestätigte der Wiesbadener seine Ankündigung, im Qualifying um die Top Ten kämpfen zu wollen. Auch der letzte im deutschen Quintett, Adrian Sutil, kann mit dem ersten Tag in Valencia zufrieden sein. Mit Platz 17 ließ er immerhin je einen BMW, einen Toro Rosso und einen Honda hinter sich.

Ernstere Probleme gab es am ersten Tag dagegen bei Red Bull. Das Team hatte viele neue Teile ans Fahrzeug montiert, die nach Angaben von David Coulthard alle nicht funktionierten. Zum zweiten Test bauten die Ingenieure das Auto wieder auf den vorherigen Stand zurück, was allerdings wertvolle Trainingszeit kostete. Auf den vielen langen Geraden von Valencia macht sich außerdem der Leistungsunterschied zum Toro Rosso deutlich bemerkbar. Drei Zehntel soll der Renault-Motor gegenüber dem Ferrari-Aggregat des Schwesterteams einbüßen, heißt es aus dem Team.

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