GP Europa

Tops und Flops

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Wir klären auf, wer nach dem Rennen jubeln darf, und wer sich im Eifelregen zu viele Ausrutscher geleistet hat. Warum die McLaren sowohl in der Top-Wertung als auch im Flop-Ranking vertreten sind und warum Mark Webber der Mann des Rennens ist.

Unser Mann des Rennens war Mark Webber. Der Australier münzte seinen ohnehin schon überraschend guten sechsten Startplatz um in Platz drei.

In der Schlußrunde erwehrte er sich clever der Attacken des anstürmenden Alex Wurz. Danach durfte der Red Bull-Pilot zum zweiten Mal seit dem GP Monaco 2005 auf das Siegerpodest klettern. Für das Team war es das zweite Podium beim 46. Formel 1-Start. Webber machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: "Ich muß sagen, dass ich nicht allzu enttäuscht war, als ich sah, wie Kimi Räikkönen ausrollte."

Unsere Formel 1-Rangliste:

1. McLaren
McLaren-Mercedes hatte am Nürburgring zwar nicht das schnellere Auto, wohl aber den besseren Fahrer. Alonso freute sich nach der gelungenen Attacke auf Massa fast ein Loch in den Bauch.

2. Ferrari
Das Thema Zuverlässigkeit muss bei Ferrari bald in Großbuchstaben geschrieben werden. Der zweite technikbedingte Ausfall des Jahres für Räikkönen tat weh. Massa sollte eine Extra-Lektion in Bezug auf Zweikampfverhalten bekommen

3. BMW
BMW, eigentlich dritte Kraft in der Hackordnung, musste sich diesmal den Red Bull beugen. Aber die fünf WM-Punkte labten die Seelen der Weißblauen, zumal Erzrivale Renault nur einen Zähler einheimste

4. Renault
Eine matte Vorstellung des Weltmeisterteams: Nach zehn Rennen hat die Mannschaft des Flavio Briatore gerade mal 32 Punkte auf dem Konto. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr hatte Renault 131 Zähler eingefahren.

5. Williams-Toyota
Alex Wurz mag zwar nicht der Schnellste sein, einer der Cleversten ist aber auf jeden Fall. Sind die Umstände günstig, staubt der Österreicher die Punkte zuverlässig ab. So wie neulich in Kanada und jetzt in der Eifel. Und Kollege Rosberg schaut wieder in die Röhre

6. Red Bull-Renault
Mangelnde Zuverlässigkeit: Dieses Thema war für Red Bull plötzlich Vergangenheit. Beide Autos kamen problemlos im Ziel, das gab es 2007 nicht oft. Und zehn Punkte auf einen Schlag schon gar nicht.

7. Toyota
Die Kölner pirschen sich wieder an das Mittelfeld heran. Die Trainingsplätze acht und neun konnten aber erneut nicht in Zählbares umgemünzt werden. Ralf Schumacher drehte sich nach Heidfeld-Attacke und Jarno Trulli pokerte beim Reifenwecheln ständig falsch.

8. Honda
Kontinuität wird groß geschrieben bei Honda. Button und Barrichello bleiben auch 2008. Kontinuität aber leider auch bei den Resultaten. Das vom beredten Nick Fry geleitete Team hat weiterhin nur einen Punkt auf dem Konto. Barrichello wurde unschuldig in eine Kollision mit Rosberg verwickelt, Button drang schwungvoll ins Kiesbett ein.

9. SuperAguri
Die Japaner rutschen nach prachtvollen Leistungen immer mehr in Richtung Tabellenende ab. Von WM-Punkten wie zuletzt in Kanada ist SuperAguri wieder weit entfernt.

10. ToroRosso
Die ToroRosso-Fahrer stehen beide auf der Abschußliste von Teamchef Gerhard Berger. Sie taten nichts, um ihren Boss umzustimmen: Doppelabflug nach Aquaplaning für Liuzzi und Speed.

11. Spyker
Sechs Führungsrunden für Spyker, ein wohl einzigartige Ereignis in der Vita des Teams. Regen und die Cleverness bescherten GP-Debütant Markus Winkelhock einen ganz großen Auftritt. Der allerdings nach 13 Runden wegen Elektronikdefekt vorzeitig endete.

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