GP Europa

Vettel setzt Duftmarke und Red Bull rätselt

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Das Fahrerlager ist beeindruckt. Sebastian Vettel fuhr in der zweiten Qualifikationsrunde mit 1.37,842 Minuten die schnellste Runde des Wochenendes. In einem Toro Rosso!

Die zweite K.O.-Runde ist der einzige Moment an einem GP-Wochenende, an dem die Autos vergleichbar sind. Da fahren alle mit minimaler Spritladung um den Kurs. Vettel stand ganz oben, und die Herren Superstars Hamilton, Massa, Räikkönen und Kubica hatten das Nachsehen.

Dass er im Top Ten-Finale auf Rang sechs abrutschte, hat zwei Gründe. "Wenn wir Benzin an Bord nehmen, verliert unser Auto mehr als die Ferrari oder McLaren." Dann fasste sich der 21-jährige Deutsche an die eigene Nase. "In der entscheidenden Runde habe ich es in Kurve zwölf übertrieben. Ich habe sie zu spät angebremst, fast wie im Kart und stand quer. Das hat eine halbe Sekunde gekostet. Sonst wäre Platz fünf drin gewesen, mehr nicht. Bei einer idealen Runde wäre ich sieben zehntel hinter der Pole Position gestanden. Das ist für Toro Rosso ein großer Erfolg."

Katzenjammer bei Red Bull

Während bei Toro Rosso gejubelt wurde, weil auch noch Sebastien Bourdais zum ersten Mal ins Top Ten-Finale vorstieß, war beim A-Team Red Bull Katzenjammer angesagt. Mark Webber startet am Sonntag (24.8.) von Platz 14, David Coulthard von Rang 17. Der einzige Unterschied zwischen dem Red Bull RB4 und dem Toro Rosso STR3 ist der Motor. Toro Rosso fährt mit Ferrari-Power, Red Bull mit einem Renault V8. Bei Red Bull schiebt man die Schuld auf mangelnde Motorleistung. Drei Zehntel sollen pro Runde liegenbleiben. Doch Webber fehlten auf Vettel im direkten bereich acht Zehntel. Rätselraten allenthalben. "Ich verliere im zweiten Sektor allein eine halbe Sekunde auf die Toro Rosso", schüttelte der Australier den Kopf. Vettel nimmt das Schwesterteam noch in Schutz: "Da können Kleinigkeiten in der Abstimmung eine Rolle spielen. Ich hatte hier in Valencia von der ersten Runde an ein gutes Gefühl." Red Bull sollte den Fehler vielleicht bei sich selbst suchen. Das Team aus Milton Keynes verlor den halben Freitag, weil man mit einer neuen Hinterachse experimentierte. Nach 90 Minuten Training bauten die Mechaniker wieder die alte Version ein.

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