GP Europa

Winkelhock - Erst Spitze dann Ausfall

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Markus Winkelhock hat bei seinem Formel-1-Debüt im Eiltempo alle Höhen und Tiefen erlebt. Der 27 Jahre alte Spyker-Pilot schied am Sonntag (22.7.) nach 14 Runden beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring wegen Motorschadens aus.

Doch zuvor hatte der Schwabe das Feld in der durch sintflutartigen Regen chaotischen Anfangsphase sogar für rund fünf Runden mit seinem völlig unterlegenen Wagen angeführt. "Ich war ein bisschen perplex", sagte Winkelhock. "Als ich das erste Mal die Gerade runterfuhr und P1 auf der Tafel gesehen habe, da dachte ich nur Führungskilometer, die nimmt mir keiner mehr!"

Nicht einmal seinem 1985 gestorbenen Vater Manfred Winkelhock war es gelungen, in einem seiner 47 Formel-1-Rennen eine Führungsrunde zu absolvieren. "Da habe ich ihm schon etwas voraus", meinte Winkelhock Junior nach den 26 Kilometern an der Spitze.

Regen-Poker ging auf

Grundlage für die kurze Fahrt an der Spitze war ein geschickter Schachzug seines Teams. Das hatte ihn noch vor dem Start an die Box geholt und Regenreifen aufziehen lassen. Winkelhock, der ohnehin vom letzten Startplatz aus ins Rennen gegangen wäre, startete aus der Boxengasse. Als schon in der zweiten Runde der große Regen in der Eifel niederging, mussten die meisten anderen Fahrer an die Box.

Zwar wurde das Rennen nach einigen Safety-Car-Runden abgebrochen. Doch den Neustart durfte Winkelhock von vorn machen. Aber er hatte keine Chance, sich gegen Felipe Massa im Ferrari oder Fernando Alonso im McLaren-Mercedes zu behaupten. Winkelhock wurde nach hinten durchgereicht. In der 14. Runde war das Formel-1-Debüt für ihn frühzeitig beendet. "Mein Ziel war es, das Rennen durchzufahren. Ich hatten einen Motorschaden. Zum Glück war das nicht mein Fehler", sagte er. Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens war Winkelhock bis zum Ende des dezimierten Feldes durchgereicht worden.

Formel 1-Zukunft noch offen

Noch ist offen, ob er in zwei Wochen in Budapest wieder mitmischen darf. "Ich hoffe es. Ich muss jetzt mal mit Colin Kolles reden, ob etwas möglich ist", kündigte Winkelhock ein Gespräch mit dem Teamchef an. Ob er in Ungarn fährt, werde "sich nicht heute und auch nicht morgen entscheiden".

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