GP Europa

Wurz Tagesschnellster

Foto: dpa

In der letzten Minute des Freitagstrainings überrollten McLaren-Testfahrer Alexander Wurz und Toyota-Kollege Ricardo Zonta das Feld. Schnellster der regulären GP-Piloten war Nick Heidfeld im Williams-BMW. Michael Schumacher landete auf Rang 13.

Der Brückentag machte es möglich: Schon am ersten Trainingstag waren die Tribünen am Nürburgring gut gefüllt. 83.000 Fans (darunter 30.000 Schüler) erlebten einen aus deutscher Sicht durchaus erfreulichen Tag. McLaren-Mercedes-Tester Alexander Wurz fuhr die überlegene Bestzeit. Mit 1,30630 Minuten war der Österreicher allerdings nur um sieben Hundertstelsekunden schneller als Ricardo Zonta im Toyota.

Überraschend auf Platz drei kam Nick Heidfeld. Dem Mönchengladbacher fehlte allerdings mehr als fast 1,2 Sekunden auf die Bestzeit. In der letzten halben Stunde war Heidfeld zum Zuschauen verurteilt, weil sein Williams-BMW mit einem Antriebsschaden liegen blieb. "Ich hätte uns hier nicht so stark eingeschätzt", sagte Heidfeld erfreut, sorgte sich aber um die Abstimmung: "Der frühe Ausfall schwächt uns, denn ich konnte nicht beide Reifentypen in einem Longrun ausprobieren."

BAR-Honda indiskutabel

Unzertrennlich präsentierte sich das McLaren-Duo Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya. Der Finne, Sieger der letzten beiden Rennen, reihte sich als Fünfter ein, knapp hinter dem Kolumbianer. Ziemlich unauffällig agierten bislang zwei Favoritenteams: Das Renault-Duo Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella ließ es mit den Plätzen acht und neun bewenden. Die beiden BAR-Honda, die nach der zwei Rennen dauernden Sperre erstmals wieder dabei sind, kamen auf die indiskutablen Plätze 15 und 16. Takuma Sato häufte 2,8 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit an, bei Jenson Button waren es sogar 3,3 Sekunden.

Michael Schumacher ließ es beim Nachmittagstraining gemütlich angehen. Seine Zeit von 1.33,2 Minuten genügte nur für Platz 13. Am Vormittag war der Deutsche um sieben Zehntelsekunden schneller gefahren - genug für Platz zwei zu diesem Zeitpunkt. Im Ferrari-Camp glaubt man, langsam Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Denn auf dem Nürburgring werden Ferrari und Bridgestone nach Meinung der meisten Fachleute von dem erneut geänderten Modus im Qualifikationstraining profitieren. Das Einzelzeitfahren am Sonntag entfällt, es wird nur noch ein Einzelzeitfahren ausgefochten, am Samstag ab 13 Uhr. Da Nachtanken vor dem Rennen verboten ist, muss mit relativ viel Sprit im Renntrimm gefahren werden. Die schlimmste Achillesferse der Ferrari war in diesem Jahr aber das nun wieder gekippte Training mit fast leerem Tank.

Interessant, dass die Zeiten immer noch weit über denjenigen von 2004 lagen. Vor einem Jahr war Michael Schumacher mit 1.28,351 Minuten Schnellster des Trainings. Wurz war heute um 2,3 Sekunden langsamer.

Fahrer Auto Zeit
1. Alexander Wurz McLaren-Mercedes: 1:30,623 min
2. Ricardo Zonta Toyota: 1:30,630 min
3. Nick Heidfeld Williams-BMW: 1:31,813 min
4. Juan Pablo Montoya McLaren-Mercedes: 1:31,841 min
5. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes: 1:31,870 min
6. Mark Webber Williams-BMW: 1:32,088 min
7. Rubens Barrichello Ferrari: 1:32,143 min
8. Fernando Alonso Renault: 1:32,335 min
9. Giancarlo Fisichella Renault: 1:32,842 min
10. Ralf Schumacher Toyota: 1:33,098 min
11. Jarno Trulli Toyota: 1:33,168 min
12. Christian Klien Red Bull-Cosworth: 1:33,174 min
13. Michael Schumacher Ferrari: 1:33,242 min
14. David Coulthard Red Bull-Cosworth: 1:33,430 min
15. Takuma Sato BAR-Honda: 1:33,514 min
16. Jenson Button BAR-Honda: 1:33,753 min
17. Franck Montagny Jordan-Toyota: 1:34,090 min
18. Felipe Massa Sauber-Petronas: 1:34,274 min
19. Jacques Villeneuve Sauber-Petronas: 1:34,645 min
20. Tiago Monteiro Jordan-Toyota: 1:34,702 min
21. Vitantonio Liuzzi Red Bull-Cosworth: 1:34,842 min
22. Christijan Albers Minardi-Cosworth: 1:35,311 min
23. Patrick Friesacher Minardi-Cosworth: 1:35,791 min
24. Narain Karthikeyan Jordan-Toyota: 1:36,702 min

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