GP Frankreich

Massa auf Pole

Foto: dpa

Ferrari-Pilot Felipe Massa startet beim Großen Preis von Frankreich am Sonntag (1.7) von der Pole Position. Robert Kubica konnte im BMW auf den vierten Platz vorfahren.

Der 26-jährige Brasilianer verwies WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton um 1,5 Sekunden auf Rang zwei, was zeigt, mit wie wenig Sprit und wie leicht Massa gefahren sein muss. Hinter Hamilton folgt mit einem Rückstand von nur 0,067 Sekunden Massas Teamkollege Kimi Räikkönen. Hamiltons Teamkollege Fernando Alonso erwischte ein schlechtes Qualifying, als er gleich zu Beginn von Q3 gleich wieder seine Boxen aufsuchen musste, kaum dass er auf die Strecke gefahren war.

Vermutlich Getriebeprobleme bei Alonso

Sofort wurde die Heckverkleidung demontiert, McLaren-Boss Ron Dennis persönlich verließ seinen Kommandostand, um sich in der Box über den Fortschritt der Reparaturarbeiten zu vergewissern. Es half alles nichts: Alonso konnte in Q3 keine Zeit setzen. Fünfeinhalb Minuten vor dem Ende des Qualifyings stieg Alonso aus und steht auf seiner schlechtesten Startposition in dieser Saison: Rang zehn, nur einen Platz vor Ralf Schumacher.

Allerdings hatte Alonso keine Gelegenheit gehabt, Sprit zu verbrennen, was ihm morgen im Rennen zu einer anderen Strategie verhilft. Zudem wird ringsum ein Regenrennen prognostiziert, was seinen Nachteil sogar in einen Vorteil wandeln könnte.

Ferrari-Piloten zuversichtlich

„Es war ein gutes Wochenende bislang für Ferrari“, freute sich Massa. „Als erstes gelang mir schon eine gute Runde, in der ich aber nicht allzu aggressiv fuhr. Aber dann konnte ich am Schluss noch einmal zwei sehr gute Runden nachliefern. Das ist sehr wichtig, nachdem was wir in den beiden letzten Rennen erlebt haben. Es ist alles eine Frage der Haftung, die hier für uns auf dem neuen Streckenbelag einfach besser ist. Und somit sind wir auch konstanter. Wir fahren auch mit etwas mehr aerodynamischen Abtrieb.“

Auch Hamilton war zufrieden. „Ich hatte heute das Auto, um Pole Position zu fahren. Aber in meiner schnellsten Runde unterlief mir in der Kurve vor der Zielschikane ein Fehler. Ich bremste viel zu spät. Obwohl diese Runde eine Zehntelsekunde schneller war, verlor ich dort entscheidend Zeit.“

BMW auf den Plätzen vier und sieben

Robert Kubica im BMW feierte nach seinem schweren Unfall in Kanada ein super Comeback. Rang vier ist sein Lohn. Teamkollege Nick Heidfeld startet morgen hinter den beiden Renault von Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen von Platz sieben. Nico Rosberg geht hinter Ralf Schumachers Toyota-Teamkollege Jarno Trulli von Position neun ins Rennen und ist somit zweitbester Deutscher.

Zu den ersten sechs Piloten, die in der ersten Qualifikationssektion Q1 ausschieden, zählten Tonio Liuzzi, Williams-Pilot Alexander Wurz, sowie die beiden Superaguri-Piloten Takuma Sato und Anthony Davidson. Die beiden Spyker bilden wie fast immer das Schlusslicht, wobei Christijan Albers diesmal Adrian Sutil bezwingen konnte. Dennoch startet Sutil von Platz 21, weil Takuma Sato zuletzt in Indianapolis unter gelben Flaggen überholt hatte und dafür seine Strafe erst in Magny-Cours antritt, in dem er (theoretisch) um zehn Plätze weiter hinten starten muss.

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