GP Frankreich

Massa mit Tagesbestzeit

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Ferrari zeigte Stärke, Lewis Hamilton probte im Silberpfeil energisch für die Aufholjagd und Fernando Alonso weckte im Training in Magny Cours am Freitag (20.6.) Hoffnungen der Hausherren auf ein erfolgreiches Heimspiel.

Beim ersten Test für den Großen Preis von Frankreich hat neben Rot und Silber vor allem Renault Farbe bekannt. Ferrari-Pilot Felipe Massa sorgte am Freitag in Magny Cours für die Tagesbestzeit, musste sich bei der zweiten Übungseinheit aber Renault-Fahrer Alonso geschlagen geben. McLaren-Mercedes-Mann Hamilton leistete sich zwar einen Ausflug ins Kiesbett, kann aber nach den Plätzen zwei und vier zuversichtlich in die Qualifikation am Samstag gehen.

Dort kämpft Hamilton um eine möglichst gute Ausgangsposition für das achte Saisonrennen am Sonntag, in das er nach seinem Boxengassen-Crash von Kanada zehn Plätze weiter hinten starten muss. "Das wird mehr Arbeit für mich, aber es würzt die Sache ja", hatte der britische Vize-Weltmeister zuvor gemeint. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug mochte nach den Freitags-Eindrücken noch keine Prognosen abgeben. "Es sieht so aus, dass die unter Rennbedingungen gefahrenen Zeiten recht dicht beieinander liegen", sagte Haug.

Massa mit Ausrufezeichen

Dem Brasilianer Massa war bereits am Vormittag in 1:15,306 Minuten die schnellste Runde des Tages auf dem 4,411 Kilometer langen Kurs in der französischen Provinz gelungen. Auch in der zweiten Einheit lag der Ferrari-Mann bis kurz vor Schluss vorn, musste dann aber den Spanier Alonso passieren lassen. "Es war ein guter Tag für uns", sagte Alonso, der allerdings im ersten Training sein Auto nach einem Motorschaden abstellen musste.

Weltmeister Kimi Räikkönen reihte sich in beiden Einheiten hinter seinem Teamkollegen Massa ein. Zunächst wurde er Vierter hinter seinem finnischen Landsmann Heikki Kovalainen im Silberpfeil, später dann Dritter. Bester Deutscher war überraschend in beiden Abschnitten Toro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel. Der Heppenheimer beendete den Vormittag als Achter und steigerte sich dann sogar auf Platz fünf. 

BMW in Lauerstellung

WM-Spitzenreiter Robert Kubica hingegen hielt sich beim ersten Auftritt nach seinem Premierensieg für BMW-Sauber in Kanada noch bedeckt und wurde jeweils Sechster. Bei Teamkollege Nick Heidfeld schlugen sich die Zusatzschichten der vergangenen Woche noch nicht in Ergebnissen nieder. Der Gladbacher, der zuletzt bei einer kurzfristig angesetzten Übungseinheit in Barcelona an seinen Problemen in der Qualifikation gearbeitet hatte, kam am Freitag erneut nicht an Kubicas Zeiten heran und musste sich mit den Rängen neun und acht begnügen. "Es sind mehrere kleine Dinge, die da zusammenkommen", hatte der 31-Jährige zuvor über seine mühsame Suche nach den fehlenden Sekunden-Bruchteilen berichtet.

Auch für Timo Glock, Nico Rosberg und Adrian Sutil verlief der Auftakt in Frankreich mäßig. Toyota-Fahrer Glock, zuletzt Vierter in Montréal, kam nicht über die Ränge 10 und 15 hinaus. Für Williams-Pilot Rosberg, der am Sonntag ebenfalls um zehn Startplätze strafversetzt wird, reichte es nur zu den Plätzen 14 und 11. Der Gräfelfinger Sutil kam wegen Bremsproblemen mehrfach von der Strecke ab und wurde in beiden Abschnitten Letzter.

GP Frankreich: Ergebnis 2. Freies Training
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