GP Frankreich

Renault-Sieg beim Heimspiel

Foto: dpa

Tabellenführer Fernando Alonso feierte im Renault in Magny Cours einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Held des Rennens war Kimi Räikkönen, der seinen McLaren-Mercedes vom 13. auf den zweiten Rang vorfuhr. Michael Schumacher wurde Dritter.

Es war nicht gerade der spannendste Grand Prix des Jahres. Fernando Alonso setzte sich von Startplatz eins losgefahren direkt an die Spitze und enteilte zügig Richtung Horizont. Bereits nach zwölf Runden hatte der Spanier einen Vorsprung von 17 Sekunden auf den zweitplatzierten Jarno Trulli im Toyota.

Der Italiener half Alonso, indem er den drängenden Michael Schumacher bis zum ersten Boxenstopp aufhielt. Ein verkürzter erster Tankstopp half Schumacher zwar an Trulli vorbei, an den Sieg war aber nicht zu denken. Gegen die Rundenzeiten der besten Michelin-Teams hatte der Weltmeister auf Bridgestone keine Chance. „Ich habe zu lange hinter Jarno festgehangen, aber der dritte Platz war schon das Maximum.“

Im letzten Renndrittel schonten Alonso und Schumacher ihre Autos und brachten die Ränge eins und drei sicher ins Ziel. „Mein Auto lag extrem gut“, sagte Fernando Alonso. „Außerdem gab mir das Blau auf den Tribünen noch Extra-Motivation. Nach dem letzten Boxenstopp war die Sache eigentlich klar, danach habe ich langsam gemacht“, sagte der Sieger.

Keine Reifenprobleme bei Michelin

Der Mann des Rennens war der Zweitplatzierte. Kimi Räikkönen musste nach einem Motorschaden am Freitag vom 13. Startplatz losfahren. Mit randvollem Tank arbeitete sich der Finne während der ersten Boxenstopps der Konkurrenz zügig nach vorn. Lediglich Alonso war für Räikkönen außer Reichweite. „Der Freitag hat unser Wochenende kaputt gemacht. Der zweite Platz ist schon enttäuschend. Vielleicht gewinnen wir ja in England“, sagte der Finne. Räikkönens Teamkollege Juan Pablo Montoya lag bis zur 45. Runde auf Rang drei, wurde dann wegen eines Hydrauliklecks langsamer und musste mit defekter Getriebesteuerung aufgeben.

Die Hoffnung, die Michelin-Autos würden bei 30 Grad Luft und 52 Grad Asphalttemperatur gegen Rennende Probleme bekommen, erfüllte sich nicht. Die einzigen Reifenschäden ereilten die beiden Bridgestone-bereiften Minardi. Die Wahl der härteren Michelin-Mischung war für das Williams-Team ein Schlag ins Wasser. Mark Webber und Nick Heidfeld landeten lediglich auf den Plätzen zwölf und 14.

Heidfeld musste gleich sechs Mal an die Box. „Das Auto war kaum fahrbar, ich dachte, ich hätte etwas an der Aufhängung. Vielleicht war es das Differenzial. Beim Beschleunigen hatte ich Aussetzer“, klagte Heidfeld Zwei WM-Zähler holte sich Ralf Schumacher im Toyota nach einem unscheinbaren Rennen.

Alonso mit 24 Punkten Vorsprung

Mit seinem fünften Saisonsieg baute Fernando Alonso (69 Punkte) seine Tabellenführung gegenüber Kimi Räikkönen (45 Punkte) auf 24 Zähler aus. Michael Schumacher belegt mit 40 Punkten Rang drei. Die ersten Punkte dieser Saison für BAR-Honda holte Jenson Button als Vierter.
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