GP Frankreich

Tops und Flops

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Beim GP Frankreich hat Ferrari eindrucksvoll demonstiert, dass mit ihnen immer noch zu rechnen ist. Wir klären auf, wer nach dem Rennen in Magny-Cours sonst noch jubeln darf und wer in Silverstone nächte Woche mit gesenktem Haupt aufreten sollte.

Mann des Rennens ist Jenson Button. Der erste Punkt für den Engländer, der auf der Insel nun mehr völlig im Schatten von Lewis Hamilton steht. Er startete mit Treibstoff für 34 Runden, hielt dennoch Anschluss zum Mittelfeld und fuhr im zweiten Turn seine schnellste Rennrunde, die die sechstschnellste insgesamt war.

Die Formel 1-Rangliste:

1) Ferrari

Die Roten haben auf den schnellen Kurven von Magny-Cours den Turnaround geschafft. Eine halbe Minute fing sich McLaren-Mercedes bis zum Rennende ein; so groß war der Vorsprung zwischen den beiden Marken in der ganzen Saison noch nicht, auch wenn Hamilton zugibt, am Schluss Gas raus genommen zu haben. Die zuletzt bei den Testfahrten in Silverstone ausprobierten Verbesserungen trugen Früchte: ein verfeinertes Startsystem, eine ausgefeiltere Aerodynamik, die nochmals mehr Abtrieb generiert und weitere Justierungen in der Peripherie des Motors sind die Grundlage für den Erfolg.

2) McLaren-Mercedes

Nach wie vor ist ihre Standfestigkeit ein kleines Formel 1-Wunder: Beide Silberpfeile haben bislang jede Rennrunde absolviert. Doch ein Getriebedefekt bei Alonso im Qualifying am Samstag und das automatisch aktivierte Motorsicherheitssystem bei Hamilton am Freitagmorgen zeigen kleine Schwachpunkte. Hamilton ist eine Erfolgsgarantie: Der WM-Spitzenreiter macht einfach keine Fehler.

3) BMW

Die Bayern aus der Schweiz halten unverändert ihren Rang im Ranking. Renault war nur im Training gleich stark. Kubica ist nach seinem Montreal-Crash wieder topfit und hat zudem endlich in die für ihn unangenehmen Bridgestone-Einheitsreifen völliges Vertrauen gefunden. Der Pole könnte für Heidfeld noch zu einer hart zu knackenden Nuss werden. Nach der schwachen Ausbeute in Indy schlug BMW mit seinem bislang besten Ergebnis zu. Neun Punkte, so viel wie noch nie.

4) Renault

Das Training hat gezeigt: Renault hat aufgeholt. Doch Heikki Kovalainen wurde im Rennen schon früh durch den Schubser von Jarno Trulli um die Früchte der Arbeit gebracht. Bei Giancarlo Fisichella war der zweite Stint zu lange geplant. 31 Runden waren viel zu viel. Das Gewicht des Benzins ruinierte die Vorderreifen. Besser wäre eine Dreistopp-Strategie gewesen.

5) Williams

Eigentlich ist Williams ein Ein-Mann-Team. Nur auf Nico Rosberg bleibt Verlass. Der Finne ist im Zeittraining stets ein starker Qualifizierter. Anders als Alexander Wurz, der erneut es nicht in die zweite Qualifikationssektion schaffte. Doch gehen zu viele Dinge schief. Im Training vereitelte ein Getriebeproblem einen besseren Startplatz und dadurch vielleicht sicherere WM-Punkte für Rosberg.

6) Honda

Endlich der erste WM-Zähler. Besonders im Renntrimm zeigt sich neu gewonnen stärke. Konstante Rundenzeiten sind nun an der Tagesordnung. Aerodynamik und Vorderachse wurden erfolgreich verbessert. Im Training haben die Japaner noch nicht davon profitieren können.

7) Red Bull

Normaler weise stimmt bei den Roten Bullen der Speed. Doch in Magny-Cours ging alles daneben. Sie waren aus unerfindlichen Gründen zu langsam und im Training wurden beide Autos wieder durch zwei Getriebedefekte lahm gelegt worden. Dies ist die ganz große Schwäche von Red Bull. Doch der Test in der vergangenen Woche in Silverstone lässt für den GP von Großbritannien hoffen.

8) Toyota

Jarno Trulli startete von Platz acht, vergab aber alles in der ersten Runde. Ralf Schumacher Start war nur durchschnittlich, aber der Kerpener bewies mit der achtschnellsten Rennrunde insgesamt, dass er noch Tempo machen kann. Doch insgesamt ist Toyota einfach zu langsam.

9) SuperAguri

Erstmals wurden die Weißroten vom Werksteam geschlagen, und das deutlich. Die Mannschaft von Aguri Suzuki hatte ein unerklärlich schwaches Wochenende. Davidson verschuldete die Startkarambolage mit Luzzi; Sato kämpfte chancenlos im Hinterfeld.

10) ToroRosso

Hoffnungslose Piloten, malade Technik. Beide Fahrer sind immer nur dann schnell, wenn es um nichts geht - im Freien Training. Im Qualifying hinken sie eine halbe Sekunde der Zeit ihrer besten Trainingsrunde hinterher. Unerklärlich. Im Rennen kam Liuzzi wieder einmal nur einen Runde weit - sicherlich unverschuldet. Scott Speed stoppte mit defektem Getriebe. Zum wievielten Mal eigentlich?

11) Spyker

Das Team aus Holland mit Sitz in England fällt immer weiter zurück Auf die Spitze fehlten drei, auf den vorletzten 1,5 Sekunden. Zudem passieren dauernd Pannen. Sutil musste wegen eines Elektronikdefekts in das Ersatzauto umsteigen und aus der Boxengasse nachstarten. Und Albers zog - wie es sich für einen Holländer gehört - ein Objekt hinter sich her. Kein Wohnwagen, dafür den Schlauch, den er spektakulär aus der Tankanlage gerissen hatte. Peinlich. Die Sportkommissare straften die Aktion mit 5.000 Dollar Buße ab.

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