GP Historie

Underdogs als Favoritenschreck

Ligier 1979 Foto: Wolfgang Wilhelm 27 Bilder

Die Geschichte, die Brawn GP gerade schreibt, ist nicht neu, aber ihre Parallelen liegen schon lange zurück. Um ähnliche Fälle in der F1-Historie zu finden, muss man rund 30 Jahre zurückblicken.

David schlägt Goliath - dieses Szenario fasziniert die Fans und macht einen Großteil der Spannung jeder Sportart aus. In der modernen Formel 1 ist es allerdings eine Seltenheit geworden, dass sich die großen Teams mit ihren üppigen Budgets von den Privatteams auf der Nase herumtanzen lassen.

In dieser Saison hat es mal wieder ein Underdog von Null bis an die Spitze gebracht. Die Erfolgsgeschichte von Brawn GP ist fast unvergleichlich. Wenn man in der F1-Historie allerdings ein paar Jahrzehnte zurückblickt, findet man aber immerhin ein paar ähnliche Fälle, die teilweise erstaunliche Parallelen aufweisen.
 
1975 startete das amerikanische Shadow-Team mit zwei Pole-Positions in die Saison. Jean-Pierre Jarier fuhr in seinem Shadow DN5 die Konkurrenz an die Wand. In Brasilien betrug sein Trainingsvorsprung 0,8 Sekunden. Ein Getriebeschaden und ein Motorplatzer raubten dem Franzosen sicher geglaubte Siege. Danach verschwanden die schwarzen Autos im Mittelfeld.

1977 gelang dem Neueinsteiger Wolf mit dem WR1 das Kunststück, sein Debütrennen in Buenos Aires zu gewinnen. Jody Scheckter hielt das ganze Jahr über Kontakt zur Spitze. Drei Siege und und eine hohe Ankunftsquote machten den Südafrikaner zum Vize-Weltmeister.
 
Der Ligier-Saisonstart von 1979 ist fast eine exakte Kopie der Brawn GP-Episode. Die JS11 wurden spät fertig, schockten beim letzten Test vor der Saison die Konkurrenz und dominierten mit die ersten zwei Rennen: Doppelsieg in Argentinien, Sieg und Platz vier in Brasilien.

Drei Siege aus fünf Rennen

Bei den nächsten zwei Rennen in der Höhe von Kyalami und auf dem Stadtkurs von Long Beach waren die Saugmotoren der Turbo-Konkurrenz unterlegen. Aber schon im fünften Rennen gab es den dritten Saisonsieg. Während die beiden Auftakterfolge noch auf das Konto von Jacques Laffite gingen, konnte Teamkollege Patrick Depailler im spanischen Jarama siegen.

Jacques Laffite ist heute noch überzeugt: "Hätte Gérard Ducarouge später aus Übermut nicht mit dem Unterboden und den seitlichen Schürzen herumexperimentiert, wäre ich Weltmeister geworden."

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