GP Italien 2014 (Training 1)

Hamilton gewinnt erstes Kräftemessen

Lewis Hamilton - GP Italien 2014 Foto: xpb 116 Bilder

Lewis Hamilton war der schnellster Mann im ersten Training zum GP Italien am Freitagvormitag (5.9.2014). Der Mercedes-Pilot ließ Jenson Button im McLaren und Teamkollege Nico Rosberg hinter sich. Viele Ersatzfahrer bekamen eine Chance.

Nachdem der verbale Schlagabtausch zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg in der offiziellen Pressekonferenz am Donnerstag noch keinen Sieger hervorgerbracht hatte, entschied Hamilton das erste Duell auf der Strecke für sich. Der Brite setzte am Freitagvormittag die Auftakt-Bestzeit mit 1.26,187 Minuten. Ausnahmsweise landete sein Teamkollege aber nicht direkt hinter ihm, sondern nur auf Rang drei. Zwischen Rosberg und Hamilton schob sich noch Jenson Button mit 0,623 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter.

Motorenprobleme bei Daniel Ricciardo

Für McLaren lief das Training ganz nach Plan. Auch Kevin Magnussen, der sich zwischenzeitlich mit einer losen Kopfstütze herumärgerte, schaffte den Sprung in die Top 5 - direkt hinter Fernando Alonso. Sebastian Vettel stellte seinen Red Bull auf den sechsten Rang. Der amtierende Weltmeister ist nach den Problemen in Spa mit einem neuen Chassis unterwegs. A propos Probleme: Dieses Mal schlug sich Red Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo mit dem Defektteufel herum. Die Antriebseinheit machte Ärger. Der Australier verpasste deshalb die letzten 30 Minuten des Trainings.

Der siebte Platz ging an Kimi Räikkönen im Ferrari vor Sergio Perez im Force India. Das Team des Mexikaners löste mit seiner Fahrerstrategie etwas Verwunderung aus. In der ersten halben Stunde kam Ersatzmann Daniel Juncadella zum Zug, erst danach durfte Perez im Auto Platz nehmen. Daniel Kvyat und Nico Hülkenberg komplettieren die Top-Ten. Ebenfalls ein seltenes Bild: Esteban Gutierrez schaffte im Sauber den Sprung auf den 11. Rang vor das Williams-Duo.

Jugend forscht

Das erste Training in Monza lief ganz unter dem Motto "Jugend forscht". Zahlreiche Ersatzfahrer bekamen eine Chance. Allen voran Roberto Merhi, der bei Caterham für Kamui Kobayashi fuhr. Der ehemalige DTM-Pilot besitzt noch keine Superlizenz und wollte deshalb ein besonders gutes Bild abgeben. Immerhin nahm er Marcus Ericsson rund zwei Zehntel ab. Bei Sauber durfte Giedo van der Garde statt Adrian Sutil hinters Steuer, bei Lotus Charles Pic statt Romain Grosjean. Lotus experimentierte mit einer neuen Motorabdeckung an Pastor Maldonados Auto, für die spezielle Mess-Sensoren angebracht wurden.

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