Charles Leclerc - GP Italien 2019 Motorsport Images
Sebastian Vettel - GP Italien 2019
Sebastian Vettel - GP Italien 2019
Sebastian Vettel - GP Italien 2019
Impressionen - GP Italien 2019 47 Bilder

GP Italien 2019 - Ergebnis Rennen

Leclerc sorgt für Ferrari-Heimsieg

Charles Leclerc hat Ferrari in Monza einen Heimsieg beschert. Der Monegasse wehrte in einem spannenden Rennen alle Angriffe der Mercedes-Verfolger ab. Sebastian Vettel erwischte dagegen einen gebrauchten Nachmittag.

Nur sieben Tage nach dem ersten Sieg in Spa-Francorchamps hat Charles Leclerc direkt nachgelegt. Beim F1-Klassiker in Monza feierte der Youngster den zweiten Grand-Prix-Erfolg in Serie. Für den Ferrari-Piloten wurde das erste Ferrari-Heimspiel allerdings ein hartes Stück Arbeit. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas ließen dem Konkurrent auf den 53 Runden keine Sekunde zum Durchatmen.

Hamilton wurde schon in Runde 20 zum frühen Boxenstopp gerufen. Doch Ferrari konterte den Undercut-Versuch direkt einen Umlauf später. Leclerc kam vor Hamilton auf die Bahn zurück, der Mercedes fand sich aber im Windschatten des Führenden wieder. In der zweiten Schikane startete Hamilton den Angriff, doch Leclerc verteidigte sich robust und schickte den Konkurrenten in den Notausgang.

In Runde 36 geriet der Ferrari-Sieg erneut in Gefahr, als sich Leclerc in der ersten Schikane verbremste und über die Kerbs rumpelte. Wieder griff Hamilton auf der Anfahrt zur zweiten Schikane an, doch der Ferrari vor ihm wechselte mehrmals die Spur und versperrte Hamilton damit den Weg. Die Rennleitung verzichtete zur Erleichterung der Tifosi auf eine Strafe.

Lewis Hamilton - GP Italien 2019
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Mercedes versuchte mit Lewis Hamilton den Undercut gegen Leclerc - ohne Erfolg.

Hamilton schnappt sich schnellste Runde

Zwölf Runden vor dem Ende musste Hamilton die Attacke dann abblasen. Der Brite verbremste sich vor der ersten Schikane und rutschte in den Notausgang. Dadurch schlüpfte von hinten noch Valtteri Bottas durch. Der Finne war acht Runden nach Leclerc zum Boxenstopp gekommen und machte am Ende mit frischeren Reifen Druck. Doch auch Bottas fand kein Weg vorbei am Ferrari. Nur 0,8 Sekunden trennten die beiden Tagesschnellsten.

„Ich war nach einem Rennen noch nie so fertig wie heute“, schnaufte Leclerc im Ziel durch. „Ich habe mir ein paar Fehler erlaubt. Das muss ich abstellen. Aber zum Glück hat es gereicht. Wenn man als Ferrari-Fahrer ein Rennen gewinnen muss, dann ist es der Italien-Grand-Prix.“ Bottas war mit Rang zwei nicht ganz glücklich. „Wir hatten eigentlich eine gute Strategie. Ich habe alles versucht vorbeizukommen, hatte aber keine Chance. Der Ferrari war auf der Geraden zu schnell.“

Hamilton hatte auf Rang drei genug Luft nach hinten um sich am Ende einen Extra-Stopp zu leisten. Mit frischen Reifen sicherte sich der WM-Spitzenreiter im Finale noch den Extra-Punkt für die schnellste Runde. Zu den harten Duellen mit Leclerc äußerte sich der Silberpfeil-Pilot versöhnlich: „Er hat einen guten Job erledigt. Wir haben viel Druck gemacht, kamen aber nicht vorbei. Irgendwann sind dann meine Reifen eingebrochen. Für das Team war das Ergebnis aber nicht schlecht. Wir haben den Vorsprung auf Ferrari in der Teamwertung weiter ausbauen können.“

Sebastian Vettel - GP Italien 2019
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Für Sebastian Vettel lief alles schief, was schieflaufen konnte.

Vettel dreht sich in Ascari

Sebastian Vettel stand wie schon in Spa im Schatten seines Teamkollegen. Der Heppenheimer hatte sich schon früh aus dem Kampf um den Tagessieg verabschiedet. In Runde sieben drehte er sich ohne Fremdverschulden in der Ascari-Schikane aufs Gras. Beim Versuch auf die Strecke zurückzukehren, krachte der Ferrari auch noch in den Racing Point von Lance Stroll. Dabei ging nicht nur der Frontflügel zu Bruch, die Rennleitung verknackte Vettel auch noch zu einer 10-Sekunden Stop-&-Go-Strafe.

„Ich hatte Probleme das Auto wieder in Gang zu bekommen. Und Lance habe ich leider nicht gesehen“, entschuldigte sich Vettel. Stroll drehte sich nach der Kollision mit Vettel ebenfalls von der Strecke. Der Kanadier behinderte bei seiner Rückkehr den Toro Rosso von Pierre Gasly, der durchs Kies ausweichen musste. Für Stroll setzte es eine normale Durchfahrtsstrafe ohne Standzeit, die ihn allerdings auf Rang 12 aus den Punkten warf.

Für Beschäftigung bei den FIA-Kommissaren sorgte auch Kimi Räikkönen. Alfa Romeo hatte den Iceman am Start auf die falschen Reifen gesetzt. Dafür kassierte der Finne eine 10-Sekunden Stop-&-Go-Strafe. Weil Räikkönen aus der Boxengasse losfahren musste, war am Ende nicht mehr als Platz 15 drin.

Podium - GP Italien 2019
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Leclerc sorgte für den ersten Ferrari-Heimsieg seit 2010.

Renault sammelt fette Punkte

Und auch nach der Zieldurchfahrt müssen die Stewards noch einmal ran. McLaren hatte beim Boxenstopp von Carlos Sainz das rechte Vorderrad nicht richtig festgeschraubt. Der Spanier verließ dennoch die Boxengasse, blieb aber dann nach wenigen Metern stehen.

Renault machte im Kampf um Rang vier in der Teamwertung viele WM-Zähler gegenüber McLaren gut. Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg sammelten auf den Positionen vier und fünf fette Punkte. Dahinter rollten Alexander Albon im Red Bull und Sergio Perez im Racing Point auf sechs und sieben über die Linie.

Max Verstappen betrieb mit Platz acht Schadenbegrenzung. Es hätte aber noch besser laufen können. Der Holländer fuhr sich am Start den Frontflügel ab, als er Sergio Perez ins Heck krachte. Für die Reparatur musste Verstappen einen Extra-Stopp einlegen. Antonio Giovinazzi im Alfa Romeo und Lando Norris im McLaren komplettierten dahinter die Top Ten.

GP Italien 2019 - Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit / Rückstand
1. Charles Leclerc Ferrari 1:15:26.665 h
2. Valtteri Bottas Mercedes +0.835s
3. Lewis Hamilton Mercedes +35.199s
4. Daniel Ricciardo Renault +45.515s
5. Nico Hülkenberg Renault +58.165s
6. Alexander Albon Red Bull +59.315s
7. Sergio Perez Racing Point +73.802s
8. Max Verstappen Red Bull +74.492s
9. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo +1 Runde
10. Lando Norris McLaren +1 Runde
11. Pierre Gasly Toro  Rosso +1 Runde
12. Lance Stroll Racing Point +1 Runde
13. Sebastian Vettel Ferrari +1 Runde
14. George Russell Williams +1 Runde
15. Kimi Räikkönen Alfa Romeo +1 Runde
16. Romain Grosjean Haas +1 Runde
17. Robert Kubica Williams +2 Runden
18. Kevin Magnussen Haas Ausfall
19. Daniil Kvyat Toro  Rosso Ausfall
20. Carlos Sainz McLaren Ausfall
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