GP Italien 2011 - Ergebnis Training 1

McLaren schockt die Konkurrenz

GP Italien 2011 - Training 1 Foto: Grüner 69 Bilder

McLaren hat das erste Kräftemessen in Monza klar für sich entschieden. Im ersten Training zum GP Italien sicherte sich Lewis Hamilton vor Teamkollege Jenson Button die Bestzeit. Die Konkurrenz von Red Bull und Ferrari lag bereits mehr als eine Sekunde zurück.

Die Sorgen bei McLaren scheinen unbegründet. Am Vortag hatte Jenson Button noch befürchtet, dass die chromglänzenden Autos im Vergleich zur Konkurrenz mit zu großen Heckflügeln ausgerüstet sind. Doch beim ersten Training war von einem möglichen Nachteil nichts zu sehen. Lewis Hamilton fuhr in 1:24.512 Minuten deutlich die schnellste Runde beim Monza-Auftakt. Jenson Button wurde mit neun Zehnteln Rückstand Zweiter.

Red Bull ist "best of the rest"

Der Rest des Feldes wurde mit mehr als einer Sekunde klar auf Distanz gehalten. Sebastian Vettel war mit 1,3 Sekunden Rückstand "best of the rest". Mark Webber verstärkte weitere zwei Zehntel dahinter den Eindruck, dass die Red Bull wohl noch am ehesten mit den McLaren kämpfen können.

Auf Rang fünf landete Adrian Sutil. Die Force India haben in den letzten Jahren schon häufiger gezeigt, dass sie auf vor allem auf schnellen Strecken für eine Überraschung sorgen können. Teamkollege Nico Hülkenberg schien in der ersten Sitzung allerdings ein anderes Testprogramm zu absolvieren. Der Ersatzpilot aus dem Rheinland landete nur auf Rang zwölf.

Ferrari und Mercedes mit ruhigem Beginn

Auch Ferrari ließ es zum Auftakt des Heimwochenendes eher langsam angehen. Hinter dem Renault von Vitaly Petrov landeten Fernando Alonso und Felipe Massa nur auf den Plätzen sieben und acht. Beide Scuderia-Piloten wiesen dabei schon mehr als 2,7 Sekunden Rückstand auf.

Die beiden Mercedes-Piloten verpassten im ersten Training sogar die Top Ten. Michael Schumacher landete auf Rang elf, Teamkollege Nico Rosberg kam nicht über Platz 18 hinaus. Ganz am Ende des Feldes fanden sich die beiden Virgin-Autos wieder. Timo Glock kam mehr als sieben Sekunden hinter der Spitze nur auf Platz 23.

Asphalt in Monza noch rutschig

Auf der sehr rutschigen Strecke kämpften zu Beginn des Wochenendes noch viel Piloten mit der Bodenhaftung. Verbremser waren in der Früh keine Seltenheit. Rosberg fuhr mit seinem Mercedes gleich zweimal in den Schikanen geradeaus. Teamkollege Schumacher rödelte in der Parabolica wild durchs Kiesbett. Auch Toro Rosso-Pilot Sebastien Buemi sorgte mit einem wilden Dreher ungewollt für Action.

Trotz der vielen kleinen Ausrutscher kamen alle Autos äußerlich unbeschadet durch die Sitzung. Allerdings gab es zwei technische Ausfälle zu beklagen. Heikki Kovalainen musste seinen Lotus vor den Lesmo-Kurven abstellen. Zuvor hatte der Finne im Funk über Getriebeprobleme geklagt. Jerome D’Ambrosio beendete seine Sitzung in der ersten Schikane, nachdem sein Virgin im Heckbereich blaue Rauchzeichen von sich gegeben hatte.

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