GP Italien Qualifying

Kimi Schnellster und doch nur 11.

Foto: dpa

Der McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen hat zwar beim Qualifying zum GP Italien in Monza die schnellste Zeit hingelegt, wird aber wegen eines Motorwechsels nach dem vierten Training um zehn Ränge auf Startplatz elf zurückgestuft. Die Pole Position fiel dadurch auf den Zweitschnellsten: Teamkollege Juan Pablo Montoya.

Alonso-Verfolger Kimi Räikkönen bleibt der große Pechvogel der Formel-1-Saison. Trotz einer überlegenen Bestzeit in der Qualifikation am Samstag darf der McLaren-Mercedes-Pilot beim Großen Preis von Italien an diesem Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Premiere) nach einem Motorwechsel nur von Platz elf starten.

Während Rekordweltmeister Michael Schumacher seinen Ferrari lediglich auf Rang sieben lenkte, wurde der WM-Zweite Räikkönen erneut Opfer der Motorprobleme. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison wurde der „Iceman“ nach einem Defekt am Triebwerk in der Startaufstellung um zehn Plätze zurückgestuft. Trotzdem gibt sich der Finne optimistisch: „In Monza ist es für mich leichter von hinten nach vorne zu kommen als in Magny-Cours oder Silverstone“.

Teamkollege Montoya, der von der Pole Position startet, macht Kimi Mut: „Ich werde alles tun, was Kimi im WM-Kampf nutzt“. Was das genau bedeutet, sagt er natürlich nicht. Denn Stallregie ist offiziell verboten.

Alonso in optimaler Ausgangslage

Renault-Pilot Alonso, der im WM-Duell vor den letzten fünf Rennen des Jahres einen Vorsprung von 24 Punkten hat, begnügte sich im Einzelzeitfahren auf dem Hochgeschwindigkeitskurs mit Platz drei. Der Spanier steht trotzdem in der ersten Startreihe neben Juan Pablo Montoya im zweiten McLaren-Mercedes. „Mehr war nicht drin, denn wir sind seit dem vierten Rennen des Jahres nicht mehr das schnellste Team. Es geht darum, ins Ziel zu kommen. Ich will so viel Punkt mitnehmen, wie möglich», sagte Alonso und kündigte an, intelligent zu fahren.

Nach Räikkönens neuerlicher Panne, diesmal war ein Einlassventil defekt, hat Alonso allerbeste Chancen, den Titel schon bald einzufahren und als jüngster Formel-1-Weltmeister in die Sportgeschichte einzugehen. Zunächst kann er ausgerechnet beim Ferrari-Heimspiel Rekordchampion Schumacher vom WM-Thron stürzen. Der 36 Jahre alte Kerpener hat in der Fahrerwertung 40 Punkte Rückstand auf den 24-jährigen Alonso. „Im Prinzip haben wir gut gearbeitet und sind einigermaßen bei der Musik dabei“, war Schumacher nicht ganz unzufrieden nach dem Debakel beim letzten Rennen in der Türkei. Trotz der Motoren-Panne an Räikkönens Silberpfeil sieht Schumacher McLaren-Mercedes im Vorteil: „Die werden Kreise um uns fahren. Es geht darum, wie gut sind wir im Verhältnis zum Rest.“

Heidfeld-Ersatz Antonio Pizzonia in seinem BMW-Williams eröffnete am Samstag die Jagd nach der Bestzeit und kam auf Rang 16. Stammpilot Heidfeld musste wegen seines Testunfalls am 26. August in Monza Stunden vor dem Rennen auf einen Start verzichten. Ralf Schumacher im Toyota fuhr in 1:22,266 Minuten auf Platz zehn. Sein Bruder benötigte 1:21,721 Minuten und war 0,843 Sekunden langsamer als Räikkönen. Der Finne fuhr die 5,793 Kilometer lange Runde in 1:20,878 Minuten und zum sechsten Mal in diesem Jahr auf die Pole-Position. Alonso war immerhin 0,441 Sekunden langsamer als sein Rivale.

Bei BMW-Williams kam Mark Webber neben Pizzonia auf Rang 14. „Das spiegelt nicht das Leistungsvermögen des Fahrzeugs wieder. Beide haben das Qualifying eröffnet und Staubsauger gespielt. Es wird im Rennen darum gehen, Plätze gut zu machen. Das sollte angesichts der guten Überholmöglichkeiten gelingen“, sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. So gesehen hat auch Räikkönen noch alle Chancen.

Ergebnisse Qualifying GP Italien in Monza


Fahrer Auto Zeit
1. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes: 1:20.878 min
2. Juan Pablo Montoya McLaren-Mercedes: 1:21.054 min
3. Fernando Alonso Renault: 1:21.319 min
4. Jenson Button BAR-Honda: 1:21.369 min
5. Takuma Sato BAR-Honda: 1:21.477 min
6. Jarno Trulli Toyota: 1:21.640 min
7. Michael Schumacher Ferrari: 1:21.721 min
8. Rubens Barrichello Ferrari: 1:21.962 min
9. Giancarlo Fisichella Renault: 1:22.068 min
10. Ralf Schumacher Toyota: 1:22.266 min
11. David Coulthard Red Bull-Cosworth: 1:22.304 min
12. Jacques Villeneuve Sauber-Petronas: 1:22.356 min
13. Christian Klien Red Bull-Cosworth: 1:22.532 min
14. Mark Webber Williams-BMW: 1:22.560 min
15. Felipe Massa Sauber-Petronas: 1:23.060 min
16. Antonio Pizzonia Williams-BMW: 1:23.291 min
17. Tiago Monteiro Jordan-Toyota: 1:24.666 min
18. Robert Doornbos Jordan-Toyota: 1:24.904 min
19. Narain Karthikeyan Jordan-Toyota: 1:25.859 min
20. Christijan Albers Minardi-Cosworth: 1:26.964 min

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