GP Italien

Räikkönen Tagesschnellster

Foto: dpa

Update ++ Gelungener Tag für Kimi Räkkönen: Zuerst bestätigte Ferrari am Freitag (12.9.) die Vertragsverlängerung mit dem Finnen, dann fuhr der Weltmeister auch noch die Bestzeit im Freien Training.

Nachdem der Tag mit monsunartigen Regenfällen im ersten Freien Training begann, konnten die Piloten in der zweiten Session endlich ein paar Runden im Trockenen drehen. Dabei ging es schon in dieser frühen Phase des Wochenendes sehr eng im Zeitenklassement zu: Am Ende hatte Weltmeister Kimi Räikkönen als Tagesschnellster nur acht Hundertstel Vorsprung vor den beiden BMW-Piloten Robert Kubica und Nick Heidfeld.

BMW scheint damit besser gerüstet als noch zuletzt in Spa, auch wenn sich Technikchef Willy Rampf noch vorsichtig gibt: "Ich möchte erst den Samstag abwarten." Teamchef Mario Theissen äußerte sich da schon etwas optimistischer: "Ich bin gleich aus drei Gründen zufrieden: Schon die Testfahrten liefen gut. In den letzten Jahren waren wir hier immer gut. Und unser Basis-Setup hat heute gut gepasst." Kopfschmerzen hat man bei BMW nur, weil keine Zeit blieb, den Reifenvergleich mit dem harten Gummi zu fahren.

Vier Deutsche in den Top Ten

Lewis Hamilton, der nach der Strafe in Spa noch immer das Thema im Fahrerlager ist, beendete die ersten Sessions knapp hinter den beiden BMW-Piloten auf Rang vier. Erfreulich aus deutscher Sicht: Mit Nico Rosberg auf Rang fünf, Adrian Sutil auf neun und Sebastian Vettel sortierten sich beim ersten Kräftemessen noch drei weitere deutsche Piloten unter den Top Ten ein. Nur Timo Glock hinkte auf Platz 17 etwas hinterher.

Vettel zeigte sich nach Abschluss der Testsession wie gewohnt zufrieden. Von Toro Rosso-Teamkollege Sebastien Bourdais konnte man das allerdings nicht behaupten. "Mein altes Problem ist hier wieder aufgetreten", sagte der deprimierte Franzose. Vor allem in den Schikanen und auf den Bodenwellen, wenn das Auto leicht wird, klagt Bourdais über mangelndes Vertrauen in sein Sportgerät. "Jetzt kann ich nur auf Regen hoffen. Da liegt das Auto deutlich besser", seufzte der Brillenträger.

Für eine kuriose Szene sorgte im zweiten Training der Brasilianer Nelson Piquet. Beim Versuch, nach einem Dreher in der Schikane wieder auf die Strecke zurückzukehren, strandete der Renault Pilot mit seinem Unterboden auf einem Abweiser und konnte die Session nicht fortsetzen. Auch Adrian Sutil sorgte für Lacher, als er nach Ablauf der Trainingszeit die Boxeneinfahrt verpasste und noch eine weitere Runde drehen musste.

Regenreifen sind knapp

Die Teams hatten am Nachmittag Glück mit dem Witterungsbedingungen. Eigentlich waren für den ganzen Tag Niederschläge angekündigt. Da jedem Piloten für das gesamte Wochenende nur drei Sätze Full-Wet-Reifen und vier Sätze Intermediates zur Verfügung gestellt werden, hätten die Teams auf Nässe wohl nur wenige Kilometer abgespult. Das Problem hat aber noch für das dritte Training am Samstag Bestand: Drei Sätze Intermediates sollte sich jeder Fahrer zur Sicherheit für die Qualifikation aufheben.

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