Mark Webber - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2012 Red Bull
Michael Schumacher - Mercedes - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2012
McLaren - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2012
Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2012
Ferrari - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2012 79 Bilder

GP Japan 2012 (Training 2)

Webber mit Bestzeit, Schumi mit Crash

Mark Webber war der schnellste Pilot im Freien Training von Suzuka. Die knappen Abstände am Freitag (5.10.) deuten wieder einmal auf ein spannendes Duell zwischen Red Bull und McLaren um den Japan-Sieg hin. Die Mercedes-Piloten kämpften dagegen den ganzen Tag mit Problemen verschiedenster Art.

Die Formel 1 geht in den Saisonendspurt. Das Freitagstraining von Suzuka gab den Startschuss zum großen Finale mit sechs Rennen in acht Wochen. Am Ende bestimmten wieder einmal McLaren und Red Bull das Geschehen auf der Strecke. Im ersten Training hatten Jeson Button und Lewis Hamilton die Nase vorne. Am Nachmittag konnte Mark Webber dann kontern. In 1:32.493 Minuten fuhr der Australier auf der weichen Mischung die schnellste Runde des Tages.

Drei Crashs im Suzuka-Training

Für den ersten großen Aufreger im zweiten Training sorgte allerdings Paul di Resta. Schon nach fünf Minuten kam der Force India-Pilot beim Einlenken in die Spoon-Kurve mit den Rädern auf den unbefestigten Streckenrand und verlor die Kontrolle über sein Auto. Mit einem Dreher ging es seitlich in die Reifenstapel. "Da war ich etwas zu ambitioniert", gab der Schotte seinen Fehler anschließend zu. Bis das Auto geborgen war, unterbrach die Rennleitung die Sitzung für sieben Minuten.

Eine gute Stunde später passierte Michael Schumacher an genau der gleichen Stelle, genau der gleiche Fehler. Das Ergebnis war ebenfalls identisch. Der Silberpfeil schlug bereitseits in die Bande ein. Allerdings verzichteten die Stewards dieses Mal darauf, die roten Flaggen zu schwenken. So blieb genug Zeit für einen weiteren spektakulären Abflug. Am Caterham von Vitaly Petrov löste sich auf der Geraden bei rund 300 km/h der Heckflügel. Der Russe drehte sich über die Wiese, konnte aber einen Einschlag gerade noch so verhindern.

Durch das Chaos in den letzten Minuten kam Sebastian Vettel nicht mehr dazu, mit der weicheren Mischung einen Angriff auf die Bestzeit von Mark Webber zu starten. Mit nur dreieinhalb Zehnteln Rückstand landete der Heppenheimer aber immerhin noch auf Rang drei. Nur McLaren-Pilot Lewis Hamilton hatte sich noch in das Red Bull-Sandwich gequetscht.

Hülkenberg überraschend schnell unterwegs

Auf Rang drei folgte direkt hinter Vettel noch ein weiterer Deutscher. Nico Hülkenberg zeigte, dass der Force India nicht nur auf winkligen Stadtkursen zu den Punktekandidaten gehört. Teamkollegen Di Resta blieb nach seinem frühen Ausrutscher ohne Zeit. Besondere Brisanz erhält das Force India-Duell dadurch, dass sich beide Piloten noch Hoffnungen auf ein Ferrari-Cockpit für die kommende Saison machen.

Der mögliche Teamkollege, Fernando Alonso, landete im Training auf Rang fünf. Mit sechs Zehnteln Abstand zur Spitze hielt sich die Lücke in Grenzen. Teamkollege Felipe Massa war wieder einmal eine halbe Sekunde langsamer und landete nur auf Rang neun.

Auch bei Lotus war der Unterschied zwischen den beiden Piloten groß. Romain Grosjean ließ sich die sechstbeste Zeit notieren. Kimi Räikkönen landete nur auf der 14. Allerdings kämpfte der Finne mit verschiedenen Problemen. Erst funktionierte der DRS-Heckflügel nicht, dann ging auch noch das KERS kaputt. Der Iceman verbrachte deshalb viel Zeit an der Boxen.

Mercedes mit geringer Kilometerleistung

Die beiden Mercedes landeten im Parallelflug auf den Rängen elf und zwölf. Allerdings gab es auch bei den Silberpfeilen jede Menge Probleme. Schon im ersten Training blieb Nico Rosberg mit einem Öldruck-Problem auf der Strecke stehen. In der Mittagspause wechselten die Mechaniker den Motor an seinem Auto. Bei Schumacher verzögerten derweil größere Setup-Umbauten den pünktlichen Start in die zweite Sitzung. Nur Di Resta kam auf weniger Testkilometer als die beiden Werkspiloten.

Im Windschatten der Mercedes landeten die beiden Sauber auf den Plätzen zwölf und 13. Sowohl Kamui Kobayashi als auch Sergio Perez hatten sich für Suzuka große Hoffnungen gemacht, die wohl etwas getrübt wurden. Bei Perez streikte allerdings das KERS. Kobayashi rutschte einige Mal neben die Strecke. Es scheint also noch etwas Luft nach oben zu geben.

Timo Glock musste sich im zweiten Suzuka-Training wieder hinter den Caterhams einreihen. In Singapur und in der ersten Sitzung konnte der Hesse die grünen Autos noch hinter sich lassen. Der Abstand betrug am Nachmittag allerdings nur vier Zehntel.

In unser Bildergalerie haben wir die besten Fotos vom Freien Training.

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