Valtteri Bottas - GP Japan 2017 sutton-images.com
Carlos Sainz - GP Japan 2017
Carlos Sainz - GP Japan 2017
Carlos Sainz - Toro Rosso - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 6. Oktober 2017
Carlos Sainz - Toro Rosso - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 6. Oktober 2017 89 Bilder

GP Japan 2017 Ergebnis Freies Training

Bottas mit Bestzeit und Crash

Valtteri Bottas hat im dritten Training von Suzuka die schnellste Runde gedreht. Die zweite Hälfte der Session musste der Finne nach einem Crash allerdings aussetzen. Auch Kimi Räikkönen krachte in die Mauer.

Die Strecke von Suzuka ist bekannt dafür, dass sie keinen Fehler verzeiht. Am Samstagvormittag fand der Traditionskurs erneut zwei prominente Opfer. Zuerst traf es Valtteri Bottas. 21 Minuten nach Beginn der Sitzung schrammte der Mercedes-Pilot am Ausgang der Spoon-Kurve mit der rechten Flanke an der Leitplanke entlang.

Dabei beschädigte sich der Finne die Aufhängung und das Rad hinten rechts, den Unterboden und den Frontflügel. „Ich bin etwas zu weit auf die Kerbs gekommen. Beim Beschleunigen auf der feuchten Wiese habe ich dann das Auto verloren. Man ist hier immer auf der Suche nach der schnellsten Linie. Das war etwas über dem Limit. Mein Fehler“, entschuldigte sich der Pilot.

Die Sitzung musste kurz unterbrochen werden, um die Carbonteile des Mercedes von der Strecke zu fegen. Kaum war die Sitzung wieder frei, traf es auch noch den zweiten Finnen. Kimi Räikkönen war in der zweiten Degner-Kurve einen Tick zu schnell unterwegs. Das Heck brach aus und der Iceman musste ins Kiesbett. Erst die Bande stoppte den Ausflug.

Den TV-Bildern nach waren beide Aufhängungen auf der linken Seite des Ferrari beschädigt. Wenn Räikkönen Pech hat, dann könnte auch das Getriebe einen Schlag abbekommen haben, was zu einer Rückversetzung um 5 Plätze führen würde. Beide Finnen konnten die Sitzungen nach ihren Fehlern nicht mehr fortsetzen. Keine optimale Vorbereitung auf das Qualifying.

Mercedes mit härteren Reifen schneller als Ferrari

In der Zeitentabelle landete Bottas trotz des Crashs ganz vorne. Der Silberpfeil-Pilot hatte zuvor seine schnellste Runde in 1:29.055 Minuten gedreht. Und das auf der mittelharten Soft-Mischung. Damit konnte er sogar Teamkollege Lewis Hamilton um 14 Tausendstel hinter sich lassen.

Sebastian Vettel, der seine persönliche Bestzeit im Gegensatz zu den Mercedes-Piloten auf der Supersoft-Mischung erzielte, musste sich mit 3 Zehntel Rückstand auf Rang 3 einreihen. Laut Pirelli ist der rotmarkierte Gummi übrigens 7 Zehntel schneller als sein härterer Bruder mit dem gelben Streifen. Allerdings war das Ergebnis des Trainings nicht einfach zu lesen. Durch die verregnete zweite Sitzung fuhren die Teams sehr unterschiedliche Testprogramme.

Red Bull fast eine Sekunde zurück

Es scheint allerdings, als könnte Red Bull nicht ganz in den Kampf um die Pole Position eingreifen. Max Verstappen und Daniel Ricciardo fehlten am Ende schon achteinhalb bzw. neuneinhalb Zehntel auf die Bottas-Marke. Wenn es dumm läuft, droht sogar Gefahr von hinten. Force India-Pilot Esteban Ocon hielt den Rückstand mit einer Sekunde noch in Grenzen. Direkt dahinter folgte Nico Hülkenberg auf Position 6, dem 1,2 Sekunden auf die Spitze fehlte.

Fernando Alonso, der nach einem Motorenwechsel in der Startaufstellung weit zurück muss, fuhr die siebtschnellste Runde. Sergio Perez im zweiten Force India und Jolyon Palmer im zweiten Renault rundeten die Top Ten ab. Pascal Wehrlein konnte auf Rang 19 nur den gecrashten Kimi Räikkönen hinter sich lassen. Auf Sauber-Teamkollege Marcus Ericsson fehlte eine Zehntel.

GP Japan 2017 – Ergebnis Training 3

GP Japan 2017: Ergebnis Training 3

Fahrer Team Zeit / Rückstand Runden
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:29.055 Min. 9
2. Lewis Hamilton Mercedes + 0.014 Sek. 19
3. Sebastian Vettel Ferrari + 0.324 23
4. Max Verstappen Red Bull + 0.855 15
5. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.963 13
6. Esteban Ocon Force India + 1.054 12
7. Nico Hülkenberg Renault + 1.260 19
8. Fernando Alonso McLaren + 1.369 13
9. Sergio Perez Force India + 1.508 12
10. Jolyon Palmer Renault + 1.709 22
11. Felipe Massa Williams + 1.709 21
12. Stoffel Vandoorne McLaren + 1.715 18
13. Carlos Sainz Toro Rosso + 1.744 23
14. Kevin Magnussen Haas + 1.927 12
15. Lance Stroll Williams + 1.956 20
16. Pierre Gasly Toro Rosso + 2.298 25
17. Romain Grosjean Haas + 2.404 13
18. Marcus Ericsson Sauber + 3.524 22
19. Pascal Wehrlein Sauber + 3.643 21
20. Kimi Räikkönen Ferrari + 4.907 12

Training 2

Zweite Sitzung fällt halb ins Wasser

Im zweiten Training von Suzuka kam endlich der vorhergesagte Regen. Und er sorgte für reduzierten Fahrbetrieb auf der Strecke. Schnellster Freischwimmer war Lewis Hamilton in seinem Mercedes.

In Japan ist bekanntlich alles etwas präziser. Und auch die Wettervorhersage für den Freitag (6.10.2017) hat in Suzuka fast auf die Minute gestimmt. Kaum war das erste Training abgepfiffen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Der prognostizierte Regen kam pünktlich an und verwandelte die Grand Prix-Strecke in eine Seenlandschaft.

F1-Regatta in der Boxengasse

Bis zum Start der zweiten Sitzung wurden die Niederschläge immer heftiger. Die Rennleitung wurde gezwungen den Beginn des Trainings um 45 Minuten zu verschieben. Die Piloten vertrieben sich die Zeit mit dem Bau von kleinen Spielzeug-Bötchen. Sie wurden im Bach der abschüssigen Boxengasse auf Kreuzfahrt geschickt.

Kurz vor Halbzeit der Sitzung ließ die Intensität des Dauerregens dann etwas nach. Nach einer letzten Inspektionsfahrt gab Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer endlich das erlösende Signal. Die größten Pfützen waren verschwunden. Es konnte doch noch losgehen – womit viele Fans wohl gar nicht mehr gerechnet hatten.

Nur wenig Action im Regen

Doch die Teams trauten dem Braten nicht so recht. Erst nach etwas Bedenkzeit wagte sich Kimi Räikkönen als erster Fahrer auf die rutschige Bahn. Mehr als einen Umlauf absolvierte der Iceman nicht. Sechs Piloten entschieden sich, die Garage gar nicht zu verlassen.

Nur 5 Piloten schafften es überhaupt, eine komplette fliegende Runde zu absolvieren und sich eine Zeit notieren zu lassen. Das Klassement mit Lewis Hamilton an der Spitze vor den beiden Force India und den beiden Williams besaß somit keine Aussagekraft.

Spannend wird es nur, wenn es auch am Samstag regnet. Momentan sind sich die Meteorologen noch nicht ganz einig, wann es in Suzuka endlich wieder trocken wird. Für das Rennen am Sonntag versprechen die Wetterfrösche allerdings, dass die Sonne scheint. Bei der problematischen Vorbereitung, könnte das lustig werden.

GP Japan 2017 – Ergebnis Training 2

GP Japan 2017: Ergebnis Training 2

Fahrer Team Zeit / Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:48.719 Min. 4
2. Esteban Ocon Force India + 0.799 Sek. 3
3. Sergio Perez Force India + 2.626 3
4. Felipe Massa Williams + 3.472 3
5. Lance Stroll Williams + 3.624 4
Kimi Räikkönen Ferrari keine Zeit 1
Nico Hülkenberg Renault keine Zeit 1
Jolyon Palmer Renault keine Zeit 1
Marcus Ericsson Sauber keine Zeit 3
Sebastian Vettel Ferrari keine Zeit 1
Fernando Alonso McLaren keine Zeit 2
Pascal Wehrlein Sauber keine Zeit 2
Carlos Sainz Toro Rosso keine Zeit 1
Stoffel Vandoorne McLaren keine Zeit 1
Daniel Ricciardo Red Bull keine Zeit 0
Romain Grosjean Haas keine Zeit 0
Pierre Gasly Toro Rosso keine Zeit 0
Kevin Magnussen Haas keine Zeit 0
Max Verstappen Red Bull keine Zeit 0
Valtteri Bottas Mercedes keine Zeit 0

Training 1:

Vettel-Bestzeit und Sainz-Crash

Sebastian Vettel hat sich im ersten Training zum GP Japan die Bestzeit gesichert. Daniel Ricciardo im Red Bull und Lewis Hamilton im Mercedes blieben aber nicht weit zurück. Ein Crash von Carlos Sainz sorgte für eine längere Unterbrechung.

Beim Start in das Suzuka-Wochenende bekamen die Fans am Freitag (6.10.2017) bereits viel Action geboten. Kaum sprang die Boxenampel in der Früh erstmals auf Grün, stürmten alle 20 Autos auf die Piste und drehten fleißig ihre Runden. Grund für den hektischen Betrieb auf der Strecke war die Wettervorhersage. Die Meteorologen hatten vorhergesagt, dass der große Regen Suzuka irgendwann im Laufe des Vormittags erreichen würde.

Die Ingenieure wollten deshalb möglichst viele Runden in die ersten 90 Minuten packen, um Daten für das Qualifying und das Rennen zu sammeln. Bis auf ein leichtes Nieseln verschonte der Wettergott die Piloten aber während der Sitzung. Erst mit Abpfiff nahmen die Niederschläge an Intensität zu. Bei lediglich 18°C bot die grüne Strecke vor allem zu Beginn nur wenig Grip.

Sainz kracht in die Bande

Carlos Sainz - GP Japan 2017
ams
Der Toro Rosso von Carlos Sainz kam auf dem Transporter zurück zur Box.

Auch ohne Regen mussten die Piloten auf eine halbe Stunde Trainingszeit verzichten. Kurz vor Halbzeit der Sitzung schmiss Carlos Sainz seinen Toro Rosso heftig in die Bande. Der Spanier war am Ausgang der Haarnadel (Kurve 11) außen zu weit auf die Kerbs geraten. Beim Beschleunigen brach das Heck so heftig aus, dass der Pilot sein Sportgerät nicht mehr einfangen konnte. Sainz bog nach innen ab und schlug frontal in die Bande ein.

Der Toro Rosso wurde nach dem Aufprall wieder zurück auf die Strecke geschleudert und blieb mit abgerissenen Vorderrädern auf der Ideallinie stehen. Die Sitzung wurde von der Rennleitung sofort unterbrochen. Erst 29 Minuten später war das Wrack geborgen und der Asphalt soweit gereinigt, dass wieder angepfiffen werden konnte. Sainz blieb zum Glück unverletzt. Der Madrilene entschuldigte sich bei den Mechanikern für den Ausfall der Mittagspause.

Vettel setzt erste Duftmarke

Kurz nach der Unterbrechung drehte Sebastian Vettel die schnellste Runde der Sitzung. Der Ferrari-Pilot unterbot die Marke, die Lewis Hamilton vor der Pause gesetzt hatte, um rund 2 Zehntel. Beide Silberpfeile waren übrigens mit den neuen Aero-Teilen unterwegs, die Hamilton in Malaysia noch abbauen ließ. Ob Mercedes wieder zu alter Form gefunden hat, ließ sich nach dem ersten Training noch nicht abschätzen. Die Abstände an der Spitze waren so eng, dass sich Aussagen über das Kräfteverhältnis schwierig gestalten.

Auch Red Bull präsentierte sich zu diesem frühen Zeitpunkt des Wochenendes bereits gut in Form. Daniel Ricciardo auf Rang 3 fehlten zur Spitze ebenfalls nur 0,375 Sekunden. Die Fans können sich somit auf einen ähnlich spannenden Dreikampf wie in Malaysia freuen. Auf den Rängen 4 bis 6 landeten jeweils die zweiten Autos der 3 Top-Teams mit Kimi Räikkönen, Valtteri Bottas und Max Verstappen am Steuer. Etwas ungewöhnlich war der große Rückstand von Verstappen. Der Malaysia-Sieger blieb mehr als anderthalb Sekunden hinter Vettels Bestmarke zurück.

Auch im Mittelfeld zeigte sich noch kein klares Bild. Esteban Ocon war auf Rang 7 der schnellste Pilot hinter den großen Drei. Nico Hülkenberg im Renault, Romain Grosjean im HaasF1 und Stoffel Vandoorne im McLaren rundeten die Top Ten ab. Ganz am Ende des Feldes fanden sich erneut die Sauber wieder. Pascal Wehrlein gewann immerhin das Teamduell gegen Marcus Ericsson mit einer halben Sekunde Vorsprung.

GP Japan 2017 – Ergebnis Training 1

GP Japan 2017: Ergebnis Training 1

Fahrer Team Zeit / Rückstand Runden
1. Sebastian Vettel Ferrari 1:29.166 Min. 23
2. Lewis Hamilton Mercedes + 0.211 Sek. 29
3. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.375 27
4. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.472 22
5. Valtteri Bottas Mercedes + 0.985 30
6. Max Verstappen Red Bull + 1.596 26
7. Esteban Ocon Force India + 1.733 22
8. Nico Hülkenberg Renault + 1.808 24
9. Romain Grosjean Haas + 1.866 22
10. Stoffel Vandoorne McLaren + 2.036 24
11. Kevin Magnussen Haas + 2.050 15
12. Fernando Alonso McLaren + 2.069 19
13. Sergio Perez Force India + 2.364 23
14. Lance Stroll Williams + 2.436 22
15. Jolyon Palmer Renault + 2.591 22
16. Felipe Massa Williams + 2.746 20
17. Carlos Sainz Toro Rosso + 3.086 14
18. Pierre Gasly Toro Rosso + 3.335 18
19. Pascal Wehrlein Sauber + 3.731 29
20. Marcus Ericsson Sauber + 4.231 28
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