GP Japan - Suzuka xpb
Sebastian Vettel - GP Japan 2019
Mercedes - GP Japan 2019
Valtteri Bottas - GP Japan 2019
Max Verstappen - GP Japan 2019 40 Bilder

Ausfall GP Japan: F1 muss Kalender umstellen

GP Japan fällt wegen Corona erneut aus Formel 1 muss Kalender umstellen

Die japanische Regierung untersagt die Austragung des Rennens in Suzuka in dieser Saison. Damit muss die Formel 1 einmal mehr Kalender-Tetris spielen. In die zweite Saisonhälfte dürfte noch viel Bewegung kommen.

Es ist die erwartete Nachricht. Zum zweiten Mal nacheinander kann die Formel 1 nicht nach Japan reisen. Wie 2020 müssen Fahrer und Fans auf eine der besten Rennstrecken im Kalender verzichten. Nach wochenlangen Gesprächen zwischen Formel 1, Veranstaltern und Regierung hat Japan die Reißleine gezogen. Das Rennen wird abgesagt. Das gab die Formel 1 am Mittwoch (18.8.2021) bekannt.

Die Entscheidung wurde bewusst hinausgezögert. Die japanische Regierung wartete zunächst die Olympischen Spiele in Tokio ab, die bereits zu Verstimmungen in der heimischen Bevölkerung geführt hatten. Seither sind die Corona-Zahlen im Land der aufgehenden Sonne sprunghaft gestiegen. Die Paralympics (24.8. – 5.9.) will Japan noch durchziehen, um seinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Doch das Rennen in Suzuka wird nicht mehr durchgedrückt. Damit bekommt Honda zu seinem F1-Abschied kein Heimspiel.

Zielmarke 23 Grand Prix

Der Formel 1 bricht damit das letzte Rennen des Triple-Headers aus Russland (26.9.) und der Türkei (3.10.) weg. Das wäre an sich kein großes Problem, würde die Türkei nicht weiter auf der roten Liste der britischen Regierung stehen. Sieben der zehn Teams müssten nach dem Rennen in Istanbul Stand heute für zehn Tage in Quarantäne.

Es sei denn, die Türkei wird in den nächsten Wochen auf die "Amber"-Liste Großbritanniens gesetzt, was eine Isolation in einem dafür vorgesehenen Hotel erspart, oder die Formel 1 handelt eine Ausnahmegenehmigung aus. Oder man findet für den 10. Oktober einen Ersatzaustragungsort. Das wäre die einfachste Lösung. Oder man dreht die Grand Prix in Russland und der Türkei um. Sie sehen: Es muss viel ins Ungewisse geplant werden.

Grid Girls - GP Türkei - Formel 1
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Auch ein zweites US-Rennen wird seit Wochen als Ersatz für Japan gehandelt, und könnte am 17. Oktober ausgetragen werden. Austin könnte zwei Wochenenden hintereinander stemmen. Jedoch ist die Corona-Lage in Texas offenbar mehr als zugespitzt. Manche im Fahrerlager bringen auch Indianapolis als Austragungsort für ein zweites US-Rennen ins Spiel. Doch mit der Türkei auf der roten Liste und einer Quarantäne würde die Zeit zwischen den Grand Prix für einen reibungslosen Ablauf so oder so wohl nicht ausreichen.

Nach hinten verschieben kann die Formel 1 nicht groß, weil die Wochenenden ausgehen. Brasilien würde laut aktuellem Kalender bereits am 7. November folgen. Sao Paulo strebt aber eine Verlegung auf den 14. November an. Nur: Brasilien steht wie Mexiko auf der roten Liste der britischen Regierung. Stand heute. Katar könnte im November noch als Ersatz für den ausgefallenen GP Australien in den Kalender rutschen. Immerhin: Saudi-Arabien (5.12.) und Abu Dhabi (12.12.) befinden sich auf der "Amber"-Liste. Doch in den nächsten Wochen kann sich viel ändern. In die eine und andere Richtung. Deshalb ist das Kalender-Tetris so kompliziert.

Die Formel 1 sagt dazu: "Wir arbeiten an einem überarbeiteten Rennkalender und werden Details in den nächsten Wochen bekanntgeben. Die Formel 1 hat 2020 und in diesem Jahr bewiesen, sich anzupassen und Lösungen für die anhaltenden Unsicherheiten zu finden." Das Interesse der Rennstrecken an einem Grand Prix sei groß. Die Zielmarke bleiben 23 Grand Prix.

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