GP Japan

Qualifying in Gefahr

Foto: dpa

Der Taifun Nummer 23 hat Kurs auf Suzuka genommen. Meteorologen erwarten das Zentrum des Wirbelsturms am Samstagnachmittag. Das Qualifikationstraining könnte erstmals in der Formel 1-Geschichte ausfallen.

Der Taifun Nummer 23 (In Japan bekommen Stürme keine Namen) ist das Gesprächsthema Nummer eins im Fahrerlager von Suzuka. Der Wirbelsturm hat Kurs auf die Region um Suzuka genommen und soll am Samstagmorgen mit hohen Windgeschwindigkeiten und extremen Regenfällen über die GP-Strecke nördlich von Osaka hinwegfegen. Am Samstagnachmittag soll der 23. Wirbelsturm der Taifunsaison seinen Höhepunkt erreichen – just zu jener Zeit also, für die das Qualifying zum Großen Preis von Japan angesetzt ist. Die bange Frage lautet: Was passiert, wenn die Strecke wegen Wind und Regen unbefahrbar ist?

Das sportliche Reglement der Formel 1 gibt keine Frage auf diese Antwort: Der Fall einer Absage ist schlicht und ergreifend nicht geregelt. Es wäre auch das erste Mal in der 55-jährigen der Formel 1-Geschichte, dass ein Qualifying auf Grund von Wetterkapriolen abgesagt werden müsste. Das Reglement gibt auch keine Auskunft, wie im Falle einer Absage die Startaufstellung des Grand Prix ermittelt werden soll. Die drei Renn-Stewards des japanischen Grand Prix, Hermann Tomczyk, Paul Gutjahr und Takami Sugawara, werden im Zweifelsfall entscheiden müssen, wie zu verfahren ist.

Qualifikation erst am Sonntag?

Mehrere Möglichkeiten böten sich an: Die Sartaufstellung könnte nach dem aktuellen WM-Stand erfolgen. Auch die Startaufstellung oder das Rennergebnis des letzten GP-Rennens in Shanghai könnten die Grundlage für eine "künstliche" Startaufstellung liefern. Schließlich könnte sogar die Verlosung der Startplätze erwogen werden.

Rennkommissar Paul Gutjahr zum Entscheidungsprozedere: "Wir werden uns am Samstagvormittag zusammensetzen, und die Wetterlage bewerten. Erst dann wird es
eine definitive Entscheidung geben." Sollte für Sonntagvormittag eine signifikante Wetterverbesserung in Aussicht stehen, so könnte das entscheidende Zeittraining zur Not auch noch am Renntag ausgetragen werden können.

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