GP Malaysia

Beste Chancen für die Roten

Foto: dpa

Auch das ermutigende Qualifying in Sepang täuscht die Mannen bei McLaren-Mercedes nicht darüber hinweg, dass Ferrari auch beim zweiten Saisonrennen kaum zu halten sein dürfte.

In Anbetracht der Umstände war Fernando Alonso mit Rang zwei im Qualifying zufrieden, aber nicht glücklich: "Es sieht aus, als wären wir ein Stückchen näher gekommen", sagte der Weltmeister, doch der Spanier macht sich nichts vor:  "Bei den Longruns haben wir nicht die Pace der Ferrari. Die sind da sehr konstant."

Dementsprechend hat sich der Titelverteidiger bereits die Parole für den Renntag gegeben: "So lange die Ferrari so stark sind, kann ich nur versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen." Mit der Devise: Wenn du nicht gewinnen kannst, werde eben Zweiter, hat Alonso immerhin bereits zwei Titel gewonnen.

Der Quali-Poker von McLaren

Dass Alonso trotz klarer Rückstände in den freien Trainings plötzlich in Schlagdistanz der Ferrari kam, führt man im Lager von Jean Todt auf eine geringere Spritladung zurück. Die Theorie der Italiener: Als man bei McLaren durch zwei Bestzeiten in den ersten beiden Quali-Durchgängen Bestzeit fuhr, ließ man Alonso mit weniger Benzin in die entscheidende Runde, um vielleicht doch eine Chance auf die Pole zu haben.

Bei einem gewonnenen Start könnte der Spanier die Ferrari vielleicht so lange aufhalten, dass deren überlegenes Tempo im Dauerlauf sich weniger auswirkt.

Massa leichter als Räikkönen

Gleichzeitig wittert die Konkkurenz, dass Ferrari Felipe Massa mit etwas weniger Benzin als Kimi Räikkönen ins Abschlusstraining schickte. Angeblich kann der Finne zwei Runden länger fahren als der Brasilianer. Dementprechend cool gab sich Räikkönen nach der vermeintlichen Quali-Niederlage.

Doch abgesehen von weiterhin leiser Sorge um den in Melbourne leicht überhitzten Motor sorgt sich Räikkönen um eine nicht perfekte Abstimmung. "Ich hoffe, dass mich das im Rennen weniger trifft." Für den Finnen heißt die Renntaktik: Warten, bis Massa und Alonso an die Box fahren und dann aufdrehen.

Nick Heidfeld: "Schlechter als im ganzen Winter"

Viele Fahrer hatten trotz vier Testtagen im Vorfeld ihre liebe Not, eine passende Balance zu finden. Eine mögliche Erklärung: Während der Testfahrten sammelte sich von Tag zu Tag mehr Gummiabrieb auf der Piste. Doch am GP-Wochenende reinigt der Veranstalter den Asphalt an jedem Abend. So klagen die Piloten regelmäßig über stark rutschende Autos. "Während des gesamten Winters war das Auto nicht so schlecht wie an diesem Wochenende", sagt Nick Heidfeld.

BMW hatte mit Robert Kubica eigentlich ein noch heißeres Eisen im Feuer. "Wir sind zwischendurch etwas ins Schwitzen gekommen, als die ersten Regentropfen kamen. Das hat unsere Taktik etwas gestört. So haben wir die weichen Reifen früher aufgezogen als geplant. Robert war eigentlich schneller unterwegs", verrät BMW-Sportchef Mario Theissen.

Kovalainen unter Wert

Noch ein weiterer Fahrer sah sich unter Wert verkauft. Heikki Kovalainen landete zwar als Elfter nur einen Rang vor Teamkollege Giancarlo Fisichella, doch während der Vorjahressieger aus Italien mit seinem Auto überhaupt nicht klar kam, vergab Kovalainen ein besseres Ergebnis durch einen Fahrfehler: "Ich wäre locker in die Top Ten gefahren, aber in Kurve sechs habe ich betimmt sechs Zehntel liegenlassen", gestand der Finne, der sich im Rennen ein deutlich besseres Ergebnis ausrechnet.

Unwägbares Wetter

Bei allen Prognosen darf das Wetter nicht außer Acht gelassen werden. Die Vorhersage verspricht eine hohe Schauerwahrscheinlichkeit am Sonntagmittag. die zu erwartenden taktischen und fahrerischen Turbulenzen bei einem Wolkenbruch könnten das Feld schwer durcheinanderwirbeln.

Theoretisch hat aber auch im Regen Ferrari die besseren Karten. Höherer aerodynamischer Abtrieb und ein ruhiges Fahrverhalten durch den längeren Radstand machen den F2007 zumindest auf dem Papier deutlich besser beherrschbar.

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