GP Malaysia

Schumi auf Pole

Foto: dpa

Michael Schumacher war der dominante Mann des Samstags in Sepang. Nach Bestzeiten in beiden Freien Trainings am Morgen sicherte sich der Ferrari-Pilot auch die Trainingsbestzeit für das Rennen.

Im ersten Einzelzeitfahren ließ der Weltmeister noch den beiden Renault den Vortritt, als es darauf ankam, war Schumacher wie in Australien nicht aufzuhalten. Der Tabellenführer sicherte sich trotz eines leichten Fehlers in der letzten Kurve in 1:33,074 Minuten die 57. Pole Position seiner Karriere. „Eine Superrunde“, lobte sich Schumacher selbst.

Eine Überraschung war der zweite Rang von Mark Webber im Jaguar. Dem Australier fehlten zwar rund sechs Zehntelsekunden auf die Bestzeit, aber es reichte für den Rest des Feldes. Es ist das erste Mal in Webbers Formel 1-Karriere, dass er beim Start in der vordersten Reihe steht. „Ich war selbst überrascht und will jetzt nicht von Platz zwei träumen. Das Ziel sind Punkte“, sagte der Australier. Drittschnellster war Rubens Barrichello im zweiten Ferrari.

Die anderen Topteams boten eine durchwachsene Vorstellung: Die Williams-BMW platzierten sich auf den Rängen vier (Juan Pablo Montoya) und sieben (Ralf Schumacher). „Mehr geht nicht“, sagte Juan Pablo Montoya. Kimi Räikkönen, der im ersten Zeitfahren noch schneller als Michael Schumacher war, lief im McLaren-Mercedes auf Rang fünf ein, sein Teamkollege David Coulthard wurde Neunter.

Durchwachsene Vorstellung der Konkurrenz

Das einzige Team, dass den Ferrari gefährlich schien, war Renault. Doch nach den schnellen Runden im ersten Zeitfahren folgte nach einem Fahrfehler eine deutlich langsamere Vorstellung von Jarno Trulli im entscheidenden zweiten Durchgang. Es blieb Rang acht für den Italiener.

Eine Pleite erlebte sein Teamkollege Fernando Alonso. Der Spanier, im Vorjahr noch Trainingsschnellster in Sepang, drehte sich im letzten Sektor ins Kiesbett und muss das Rennen (Sonntag, 21.3., 8 Uhr MEZ) vom vorletzten Startplatz aus beginnen. Teamchef Flavio Briatore grämte sich: „Fernando wäre sonst eine 1:33,1 gefahren.“

Renault: Alle Spannung zertört?

Besagte Rundenzeit hätte für den zweiten Startplatz gereicht. Bei den bekannt guten Starts der Renault wäre Alonso neben Rubens Barrichello möglicherweise der einzige ernsthafte Herausforderer für Michael Schumacher geworden. „So muss ich morgen mein ganz eigenes Rennen fahren“, sagt Alsonso zur bevorstehenden Aufholjagd.

Hinter ihm steht nur noch Takuma Sato, der seinen BAR-Honda ebenfalls im Kiesbett versenkte. Vom Missgeschick der Ausgerutschten profitierte Nick Heidfeld. Der Rheydter brachte seinen Jordan-Ford auf den 15. Rang.

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