GP Mexiko 2015 (Ergebnis Rennen)

Rosberg schlägt Hamilton souverän

Start - GP Mexiko 2015 Foto: Red Bull 57 Bilder

Nico Rosberg ist der Sieger des GP Mexiko. Von der Pole Position aus gewann der Mercedes-Pilot den Start und kontrollierte anschließend den Abstand zu Teamkollege Lewis Hamilton. Sebastian Vettel beendete ein verkorkstes Rennen in der Mauer.

Nico Rosberg kann doch noch gewinnen. Nachdem es 3 Mal in Folge nicht von der Pole Position geklappt hat, setzte sich der Deutsche in Mexiko am Start clever gegen Lewis Hamilton durch. Rosberg machte auf der Anfahrt zur ersten Kurve die Innenbahn konsequent zu, um sich nicht wieder nach außen drängen zu lassen. So hatte Hamilton keine Chance zum Angriff.

Rosberg verteidigt Spitze souverän

Auch danach machte der Vizeweltmeister alles richtig. Er wartete extrem lange bis zum ersten Stopp. Als er in Runde 26 zum Reifenwechsel abbog, waren die Gummis bereits so stark abgenutzt, dass Hamilton auf der Strecke keine Möglichkeit hatte, über die Strategie vorbeizuziehen. Als führendes Fahrzeug hatte Rosberg das Recht zum ersten Stopp.

Für Diskussionen am Mercedes-Funk sorgte 20 Runden später der zweite Sicherheitsstopp, den die Strategen kurzfristig eingeplant hatten. Nachdem Rosberg wieder vorgelegt hatte, verweigerte Hamilton zunächst den ersten Befehl ebenfalls zur Garage abzubiegen. Erst mit Nachdruck ließ sich der Weltmeister überzeugen reinzukommen, obwohl er das Gefühl hatte, die Reifen über die Distanz bringen zu können.

Vettel crasht in Kurve 7

Auch durch eine Safety-Car-Phase in der 51. Runde veränderte sich die Reihenfolge an der Spitze nicht. Sebastian Vettel hatte seinen Ferrari in Kurve 7 in die Bande geworfen und beendete damit ein verkorkstes Rennen vorzeitig. Schon beim Start hatten sich alle Podiumsträume des Heppenheimers in Luft aufgelöst. Daniel Ricciardo schlitzte ihm im Getümmel der ersten Kurven den rechten Hinterreifen auf. Beim Versuch verlorenen Boden aufzuholen, hatte sich Vettel in Runde 17 bereits einen ersten Dreher geleistet.

Vettel wäre von den Rundenzeiten wohl der einzige gewesen, der die Mercedes hätte herausfordern können. Ohne den Ferrari kam es zum Duell zwischen Daniil Kvyat und Valtteri Bottas um den verbleibenden dritten Podiumsplatz. Zunächst sah alles danach aus, als könne Kvyat den Pokal abstauben. Doch durch das Safety-Car kam Bottas wieder heran und schnappte sich den Russen beim Restart.

Eine Chance zum Angriff auf die beiden Silberpfeile gab es aber nie. So konnten Rosberg und Hamilton an der Spitze ungestört ihr eigenes Rennen fahren. Nach 71 Runden betrug der Abstand zwischen den ersten beiden Autos 1,9 Sekunden. Auf dem Podium im großen Baseball-Stadion wurde der Deutsche anschließend mit Sprechchören gefeiert.

"Das Podium war unglaublich. Das beste des ganzen Jahres", freute sich Rosberg anschließend. "Lewis war heute immer nah dran, aber ich habe das Rennen kontrolliert. Schwierig wurde es nur noch einmal beim Restart nach dem Safety-Car mit kalten Reifen."

Hamilton gratuierte fair: "Nico ist stark gefahren. Er hat keine Fehler gemacht und deshalb verdient gewonnen. Es war heute nicht leicht ihm auf der Strecke zu folgen. Immer wenn ich auf 3-4 Wagenlängen rankam, habe ich Abtrieb verloren und bin nur noch gerutscht. Es hat trotzdem Spaß gemacht. Ich konnte richtig attackieren ohne auf WM-Punkte Rücksicht zu nehmen."

Hülkenberg mit Safety-Car-Hilfe auf Rang 7

Hinter Kvyat kam mit Daniel Ricciardo ein weiterer Red Bull-Pilot unter die Top 5. Dahinter landete mit Felipe Massa der zweite Williams auf Rang 6. Auf den Plätzen 7 und 8 kamen die beiden Force India-Piloten ins Ziel. Nico Hülkenberg half das Safety-Car dabei, seinen Teamkollegen Sergio Perez hinter sich zu halten. Für den Lokalmatador, der als einziger auf einer Einstopp-Strategie unterwegs war, kam das Safety-Car zum falschen Zeitpunkt. Trotz alter Reifen konnte sich Perez in den Schlussrunden immerhin noch gegen Toro Rosso-Pilot Max Verstappen und Lotus-Pilot Romain Grosjean verteidigen.

Kimi Räikkönen ging genau wie Ferrari-Teamkollege Sebastian Vettel leer aus. Schon in der 25. Runde krachte der Finne mit Landsmann Bottas zusammen. Bei der Kollision in Kurve 5 beschädigte sich der Iceman die Hinterradaufhängung. Der Williams überstand den Kontakt ohne größeren Schaden. Damit sah kein Ferrari die Ziellinie. Das gab es zuletzt beim GP Australien 2006. Vettel verlor durch seinen Ausfall auch Platz 2 in der WM-Wertung. Rosberg setzte sich durch den Sieg mit 21 Punkten Vorsprung vor den Heppenheimer.

Das nächste Rennen findet in 14 Tagen in Brasilien statt.

GP Mexiko 2015: Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit / Rückstand
1. Nico Rosberg Mercedes 1:42.35,038 Std.
2. Lewis Hamilton Mercedes + 0:01.954 Min.
3. Valtteri Bottas Williams + 0:14.592
4. Daniil Kvyat Red Bull + 0:16.572
5. Daniel Ricciardo Red Bull + 0:19.682
6. Felipe Massa Williams + 0:21.493
7. Nico Hülkenberg Force India + 0:25.860
8. Sergio Perez Force India + 0:34.343
9. Max Verstappen Toro Rosso + 0:35.229
10. Romain Grosjean Lotus + 0:37.934
11. Pastor Maldonado Lotus + 0:38.538
12. Marcus Ericsson Sauber + 0:40.180
13. Carlos Sainz Jr. Toro Rosso + 0:48.772
14. Jenson Button McLaren + 0:49.214
15. Alex Rossi Manor + 2 Runden
16. Will Stevens Manor + 2 Runden
17. Felipe Nasr Sauber Ausfall
18. Sebastian Vettel Ferrari Ausfall
19. Kimi Räikkönen Ferrari Ausfall
20. Fernando Alonso McLaren Ausfall
Neues Heft
Top Aktuell Sebastian Vettel - GP Brasilien 2018 Radio Fahrerlager GP Brasilien FIA lässt Vettel für Waage blechen
Beliebte Artikel Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Mexiko - 31. Oktober 2015 Fragen zur Mexiko-Strategie Grand Prix wird eine Wundertüte Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Mexiko - 30. Oktober 2015 Start ins Ungewisse Erhöhte Crash-Gefahr am Start
Anzeige
Sportwagen Speed Buster BMW M5 BMW 5er-Tuning Bis zu 747 PS im M5 sind möglich Mercedes E 400 Coupé, Frontansicht Sportwagen-Neuzulassungen Oktober Mercedes E Coupé vor Mustang
Allrad Toyota Tundra Kalifornien Toyota Tundra im Waldbrand-Einsatz Retten bis das Rücklicht schmilzt Range Rover Evoque 2 Range Rover Evoque 2019 Drahtmodell als Teaser
Oldtimer & Youngtimer Porsche Carrera GT Werksrestaurierung Porsche Classic Carrera GT 13 Jahre alt, aber jetzt fabrikneu Renault 19 (1988) Renault 19 (1988-1995) 30 Jahre und fast verschwunden