Start - GP Mexiko 2016 Red Bull
Lewis Hamilton - GP Mexiko 2016
Sebastian Vettel - GP Mexiko 2016
Verstappen & Ricciardo - GP Mexiko 2016
Force India - GP Mexiko 2016 71 Bilder

GP Mexiko 2016 (Ergebnis Rennen)

Hamilton siegt, Strafe für Vettel

Mercedes hat in Mexiko den zweiten Doppelsieg innerhalb einer Woche gefeiert. Wie schon in Austin triumphierte Lewis Hamilton vor Nico Rosberg. Nach einer Strafe für Sebastian Vettel erbte Daniel Ricciardo den dritten Platz.

Der WM-Kampf zwischen den beiden Silberpfeil-Piloten hat sich in Mexiko weiter zugespitzt. Mit seinem achten Saisonsieg konnte Lewis Hamilton die Lücke zu Nico Rosberg um 7 Zähler verkleinern. Zwei Rennen vor Schluss sind die beiden Mercedes damit nur noch durch 19 Punkte getrennt. Ein weiterer zweiter und ein dritter Platz in Brasilien und Abu Dhabi würden Rosberg somit zum Titel reichen.

Rosberg musste Verstappen-Attacken abwehren

Der Sieg in Mexiko war für den Deutschen schon nach der ersten Runde außer Reichweite. Hamilton gewann den Start und verteidigte die Führung auch in der ersten Kurve. Der Weltmeister verbremste sich zwar kurz, doch ein Ausweichmanöver über die Wiese hielt ihn in Front. Danach ging es nur noch darum, die Reifen in Schuss zu halten und die Einstopp-Strategie sicher über die 71 Runden zu bringen.

Rosberg lief während des Rennens sogar zweimal kurz Gefahr, den zweiten Platz zu verlieren. In Kurve 1 musste er sich gegen die Attacke von Max Verstappen verteidigen. Der Red Bull-Pilot schubste den Mercedes mit einem aggressiven Manöver neben die Strecke. Doch Rosberg hielt seine Nase mit einem Abkürzmanöver in Kurve 2 vorne. Die FIA-Stewards untersuchten die Szene, sprachen aber keine Strafe aus. Rosberg hatte zwar abgekürzt, war aber nicht freiwillig neben der Piste unterwegs.

In Runde 50 versuchte es Verstappen in Kurve 4 erneut. Durch überrundete Autos war der Holländer ganz nah an Rosberg herangekommen. Doch das Ausbremsmanöver mit der Brechstange misslang. Verstappen musste in die Auslaufzone und den Mercedes wieder passieren lassen. Danach ließ Rosberg nichts mehr anbrennen und fuhr den wichtigen zweiten Platz souverän nach Hause. „Das war ein guter Tag für mich“, freute sich der WM-Spitzenreiter anschließend. „Lewis war dieses Wochenende einfach einen Tick zu schnell. Ich hatte aber ein paar tolle Duelle da draußen. Das hat Spaß gemacht.“

Drama zwischen Vettel und Verstappen

Verstappen geriet in den Schlussrunden seinerseits in die Fänge von Sebastian Vettel. Der Heppenheimer hatte mit guten Zeiten bis Runde 31 auf dem ersten Reifensatz ausgehalten. Dadurch hatte er im Finale die frischeren Gummis als Verstappen, der wie die meisten Top-Ten-Piloten ebenfalls auf einer Einstopp-Strategie unterwegs war, und die Pirellis schon nach 12 Umläufen gewechselt hatte.

Unter Druck von Vettel musste der Red Bull nach einem Verbremser in Kurve 1 durch die Wiese. Nur durch das Abkürzen neben der Strecke hielt er sich vor Vettel. Eigentlich hätte der Youngster den Platz sofort wieder abgeben müssen, doch Verstappen dachte gar nicht daran. Eine Fünf-Sekunden-Strafe durch die Stewards korrigierte die Reihenfolge erst nach der Zieldurchfahrt. Vettel landete somit doch noch auf dem Podium.

„Ich habe in der Schlussphase viel Zeichensprache in Richtung Max gebraucht und auch einige Schimpfwörter am Funk genutzt. Ich habe ihn unter Druck gesetzt. Er ist neben die Strecke gefahren und hat den Platz nicht zurückgegeben. Nach der Zieldurchfahrt war ich erst enttäuscht. Doch dann habe ich erfahren, dass ich doch noch aufs Podium darf.“

Doch Vettel hatte sich zu früh gefreut. Mehr als 3 Stunden nach der Zieldurchfahrt kassierte der Deutsche noch eine nachträgliche 10-Sekunden-Strafe. Weil er von Verstappen aufgehalten wurde, konnte Ricciardo in den Schlussrunden einen Angriff auf den Ferrari starten. Vettel wehrte die Attacke in Kurve 4 ab – allerdings nicht regelkonform. Die FIA-Kommissare entschieden, dass der Deutsche in der Bremszone die Linie gewechselt hatte. Dafür wurde er von Platz 3 auf Rang 5 zurückgestuft. Ricciardo erbte nach Platz 4 auch noch Rang 3.

Hülkenberg Best of the Rest

Kimi Räikkönen hatte mit den Podiumsplätzen nichts zu tun. Der Iceman brachte sich durch eine unnötige Zweistopp-Strategie selbst in Bedrängnis. Kurz vor Schluss schnappte er sich in letzter Sekunde immerhin noch den Force India von Nico Hülkenberg, der hinter den 3 Top-Teams „Best of the Rest“ wurde. Beim Verteidigungsmanöver gegen den Finnen drehte sich Hülk kurz. Weil der Vorsprung vor Valtteri Bottas im Williams aber groß genug war, kam der Deutsche noch ungefährdet auf Platz 7 ins Ziel.

Sergio Perez im zweiten Force India sorgte auf Rang 10 dafür, dass wie schon in Suzuka wieder nur 5 Teams in die Top Ten fuhren. Der Mexikaner hing Massa das halbe Rennen im Getriebe, kam aber zur Enttäuschung der vielen Fans auf den Tribünen nicht vorbei an seinem brasilianischen Konkurrenten. Im Kampf um Platz 4 in der Teamwertung bleibt es somit weiter spannend. Force India baute den Vorsprung gegenüber Williams um einen Zähler auf 9 Punkte aus.

Für Pascal Wehrlein war das Rennen schon in der dritten Kurve beendet. Nach einer Kollision mit Marcus Ericsson musste der Manor-Pilot sein beschädigtes Auto abstellen. „Ich hatte einen super Start, hatte bis Kurve 1 schon zwei Plätze gutgemacht. In Kurve 2 hab ich dann einen Schlag abbekommen und bin in Ericsson rein. Das war‘s dann.“ Die Kommissare untersuchten den Zwischenfall. Doch Esteban Gutierrez, der Wehrlein angeschoben hatte, kam ohne Strafe davon.

GP Mexiko 2016: Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit / Rückstand
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:40.31,402 Std.
2. Nico Rosberg Mercedes + 0:08.354 Min.
3. Daniel Ricciardo Red Bull + 0:20.858
4. Max Verstappen Red Bull + 0:21.323
5. Sebastian Vettel Ferrari + 0:27.313
6. Kimi Räikkönen Ferrari + 0:49.376
7. Nico Hülkenberg Force India + 0:58.891
8. Valtteri Bottas Williams + 1:05.612
9. Felipe Massa Williams + 1:16.206
10. Sergio Perez Force India + 1:16.798
11. Marcus Ericsson Sauber 1 Runde
12. Jenson Button McLaren 1 Runde
13. Fernando Alonso McLaren 1 Runde
14. Jolyon Palmer Renault 1 Runde
15. Felipe Nasr Sauber 1 Runde
16. Carlos Sainz Jr. Toro Rosso 1 Runde
17. Kevin Magnussen Renault 1 Runde
18. Daniil Kvyat Toro Rosso 1 Runde
19. Esteban Gutierrez Haas 1 Runde
20. Romain Grosjean Haas 1 Runde
21. Esteban Ocon Manor 2 Runden
22. Pascal Wehrlein Manor Ausfall
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