GP Monaco 2011 - Training 3

Alonso Schnellster - Rosberg mit Crash

Nico Rosberg Foto: dpa 80 Bilder

Im dritten Freien Training zum GP Monaco konnte Fernando Alonso erneut die Bestzeit setzen. Nico Rosberg demolierte seinen Silberpfeil nachhaltig, als er vor der Hafenschikane in die Bande krachte. Sebastian Vettel wurde nur Vierter.

Fernando Alonso hat sich selbst in die Favoritenrolle für das Qualifying in Monte Carlo gefahren. Nach seiner Bestzeit am Donnerstag fuhr der Ferrari-Pilot auch im letzten Kräftemessen am Samstag die schnellste Runde im Fürstentum. Mit mehr als einer halben Sekunde deklassierte der zweifache Weltmeister die Konkurrenz.

Rosberg muss um Quali-Teilnahme zittern

Für den ersten Knalleffekt am Samstag sorgte allerdings Nico Rosberg . Acht Minuten nach Trainingsbeginn brach der Mercedes des Deutschen beim Anbremsen der Hafenschikane nach rechts aus, knallte mit der Nase in die Leitplanke und rutschte völlig demoliert ca. 300 Meter die Piste entlang. Dabei hatte Rosberg noch Glück, dass er die stumpfe Trennbande zwischen Auslaufzone und Strecke nur streifte.

Ob der Silberpfeil bis zum Qualifying wieder hergerichtet werden kann, hängt vor allem davon ab, ob das Chassis beschädigt ist. Auf jeden Fall zu reparieren sind die Aufhängungen sowie die Nase und der Heckflügel. Im vergangenen Jahr ereilte Fernando Alonso ein ähnliches Schicksal. Der Ferrari-Pilot musste nach einem Unfall im dritten Training aus der letzten Reihe starten.

Auch Liuzzi kracht in die Bande

Für die zweite Trainingsunterbrechung sorgte sechs Minuten vor dem Ende Hispania-Pilot Tonio Liuzzi. Der Italiener ging etwas zu forsch in die erste Kurve und touchierte mit dem Heck die Bande. Obwohl die Leitplanke der Saint Devote gepolstert ist, wurde das Heck des HRT-Autos komplett zerstört. Sowohl Liuzzi als auch Rosberg überstanden die Crashs unverletzt.

Sportlich konnte neben Fernando Alonso auch sein Ferrari-Teamkollege Felipe Massa überzeugen. Der Brasilianer wurde hinter McLaren-Pilot Jenson Button Dritter. WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel konnte wie schon am Donnerstag nicht ganz überzeugen. Der schnellste Red Bull-Pilot platzierte sich mit mehr als acht Zehnteln Rückstand auf Rang vier.

Schumacher auf Rang fünf

Hinter Vettel kam mit Michael Schumacher ein weiterer Deutscher unter die ersten Fünf. Der fünffache Monaco-Sieger zeigte eine ansprechende Form im Silberpfeil und wird in der Qualifikation sicherlich ein Wörtchen um die Plätze in den ersten beiden Startreihen mitreden. Im Training konnte der Altmeister immerhin Monaco-Spezialist Lewis Hamilton auf Rang sechs verweisen.

Hinter dem zweiten Red Bull von Vorjahressieger Mark Webber zeigten vor allem die beiden Toro Rosso einen überraschend guten Speed. Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi landeten auf den Plätzen acht und neun sicher in den Top Ten. Allerdings wies der Zeitenmonitor schon einen Rückstand von mehr als zwei Sekunden für die Mittelfeldteams aus.

Heidfeld, Sutil und Glock im Hinterfeld

Für die anderen deutschen Piloten lief die Generalprobe für das Qualifying wenig verheißungsvoll. Nick Heidfeld (Renault) landete nur auf Rang 16, Adrian Sutil (Force India) landete dahinter auf 17. Timo Glock (Virgin) wurde auf dem 19. Platz geführt. Nico Rosberg konnte vor seinem Crash keine Zeit fahren und landete damit auf dem letzten Platz.

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