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Hamilton zurückversetzt

McLaren verpokert Hamilton-Pole

Lewis Hamilton hat im Qualifying-Roulette von Monte Carlo auf die falsche Farbe gesetzt. Der McLaren-Pilot ging im Top Ten-Finale zu spät auf die Strecke und wurde vom Perez-Crash kalt erwischt. Später bekam der Engländer auch noch Post von der Rennleitung.

Lewis Hamilton erwischte einen gebrauchten Qualifying-Samstag. Dabei hatte in den ersten beiden K.O.-Runden alles nach einer erneuten Monaco-Show des Stadtkurs-Spezialisten ausgesehen. Doch dann wollte Hamilton zu viel. Im Top Ten-Finale wollte er möglichst lange warten, um am Ende bei besten Bedingungen rauszugehen.

"Ich habe die Strategie mit meinem Ingenieur abgesprochen. Ich mag diese Variante und habe sie unterstützt", nimmt der McLaren-Pilot die Schuld auf sich. "Im Nachhinein war es natürlich ein Fehler." Zum Problem wurde dem Engländer der Crash von Sergio Perez. Als Hamilton gerade auf seiner schnellen Runde war, beendeten die roten Flaggen die Bestzeitenjagd vorzeitig.

Hamilton auf kühlen Reifen chancenlos

Hamilton hatte einen Satz neuer weicher Reifen verheizt und musste nun auf den finalen Schuss in den letzten zweieinhalb Minuten hoffen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Der McLaren-Pilot stellte sich schon früh an der Boxenampel an, um auf jeden Fall eine freie Runde zu bekommen. "Dabei sind leider die Bremsen und die Reifen so stark abgekühlt, dass keine gute Zeit möglich war. Ich habe alles versucht, Temperatur reinzubringen. Aber es hat leider nicht funktioniert", erklärte der Pilot.

Seine einzige gezeitete Runde reichte zunächst nur für Platz sieben. Doch lange nach dem Ende des Qualifying gab es noch einmal eine schlechte Nachricht für Hamilton. Die Rennleitung hatte nach dem Chaos um den Perez-Crash endlich Zeit gefunden, die letzten Minuten des Qualifyings zu analysieren. Dabei bemerkte man, dass der Engländer die Hafenschikane abgekürzt hatte. Da Hamiltons einzige Zeit gestrichen wurde, fiel er wieder hinter Nico Rosberg und Pastor Maldonado auf Rang neun zurück.

McLaren spart unnötig Reifen

Doch warum ging McLaren dieses große Risiko ein. Ausgerechnet in Monaco, wo ein schlechter Startplatz im Rennen kaum noch aufzuholen ist. "Man muss auch mal Risiken eingehen", versuchte Teamchef Martin Whitmarsh die Pleite zu entschuldigen. "Im Nachhinein war es natürlich die falsche Entscheidung. Wir waren aber schon in der zweiten Runde auf Nummer sicher gegangen. Da war Lewis mit den weichen Reifen draußen obwohl es mit den harten wohl auch geklappt hätte weiterzukommen."

Doch warum wollte McLaren überhaupt Reifen sparen? "Wenn es irgendwo am wenigsten bringt, einen Satz Reifen zu sparen, dann ist das hier", erklärte Ross Brawn vom Konkurrenten Mercedes. Etwas Mitleid bekam Hamilton immerhin von Fernando Alonso. "Lewis war der unglücklichste Fahrer heute. Er hätte die Pole Position verdient gehabt."

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