GP Monaco

Schumi mit Reifenpoker an der Spitze

Im zweiten freien Training zum Großen Preis von Monaco dominerte Michael Schumacher nur scheinbar. Ein superweicher Reifen brachte die Bestzeit, der Gummi ist aber im Rennen unbrauchbar.

Michael Schumacher ging kurz vor Trainingsende noch einmal auf die 3,3 Kilometer lange Strecke und stellte mit 1:14,741 Minuten eine Tagesbestzeit auf, an der nur Anthony Davidson im nur leicht betankten BAR-Honda mit vier Zehntelsekunden Rückstand ansatzweise kratzen konnte. Schumachers Teamkollege Rubens Barrichello fehlten als Drittem schon sechs Zehntel.

Die Zeit von Schumacher ist allerdings nicht so eindrucksvoll, wie sie auf den ersten Blick scheint. Die speziell für Monaco gebackene superweiche Bridgestone-Mischung baute in der zweiten schnellen Runde bereits um knapp zwei Sekunden ab. Angeblich hält der Gummi keine fünf Runden. Der renntaugliche, härtere Bridgestone ist aber bei einer schnellen Trainingsrunde zwei Sekunden langsamer.

"Wir können regelmäßig 1:14,9 Minuten fahren", sagt Renault-Teamchef Flavio Briatore zuversichtlich und reibt sich zufrieden die Hände. Sein Schützling Jarno Trulli verlor trotz gebrauchter Reifen und 50 Kilogramm Srpit nur rund sieben Zehntel auf den Weltmeister mit seinem Superkleber.

Ralf Schumacher schon in Rennvorbereitung

Eine Duftmarke nach erfolgreicher Testwoche setzte Kimi Räikkönen als Fünfter - noch vor Jenson Button im BAR-Honda. Dessen Teamkollege Takuma Sato belegte Rang sechs. Mit Platz zehn als bester Williams-BMW-Pilot erzielte Juan Pablo Montoya wie im ersten Training keine beeindruckende Platzierung.

Teamkollege Ralf Schumacher kam nach Motorschaden im ersten Durchgang immerhin zum Fahren. Da er wegen des Motorwechsels ohnehin zehn Startplätze verlieren wird, schickte ihn das Team mit Blick auf das Rennen bereits mit einer größeren Spritladung ins Training. Das Resultat war Rang zwölf.

Mit Abstimmungsschwierigkeiten kämpft weiterhin Nick Heidfeld. Der Rheydter drehte insgesamt nur 17 Runden und musste sich als 19. wie im ersten Training hinter Jordan-Testfahrer Timo Glock und Teamkollege Giorgio Pantano anstellen. Dabei ist der Italiener gehandicapt. Er hatte sich bei einem Fußballspiel am Mittwoch das Knie verletzt.

Leicht verwundet beendete die Raubkatze von Christian Klien das Training. Der Österreicher warf seinen Jaguar in die Leitplanke. Jaguar-Tester Björn Wirdheim blieb nach Panne im ersten Training in der Box, ebenso wie Jaguar-Speerspitze Mark Webber. Nach Ölleck und einem kleinen Feuer in der ersten Session versuchten die Jaguar-Mechaniker den Zehnzylinder zu retten und ließen das zweite Training aus.

GP Monaco, Ergebnis 2. Freies Training:

1. Michael Schumacher, Ferrari: 1:14,741 Minuten
2. Anthony Davidson, BAR-Honda: 1:15,141 Minuten
3. Rubens Barrichello, Ferrari: 1:15,319 Minuten
4. Jarno Trulli, Renault: 1:15,472 Minuten
5. Kimi Räikkönen, McLaren-Mercedes: 1:15,479 Minuten
6. Jenson Button, BAR-Honda: 1:15,520 Minuten
7. Takuma Sato, BAR-Honda: 1:15,664 Minuten
8. Ricardo Zonta, Toyota: 1:15,690 Minuten
9. Fernando Alonso, Renault:1:15,701 Minuten
10. Juan Pablo Montoya, Williams-BMW: 1:16,097 Minuten
11. David Coulthard, McLaren-Mercedes: 1:16,229 Minuten
12. Ralf Schumacher, Williams-BMW: 1:16,556 Minuten
13. Cristiano da Matta, Toyota: 1:16,743 Minuten
14. Giancarlo Fisichella, Sauber-Petronas: 1:16,748 Minuten
15. Olivier Panis, Toyota: 1:17,007 Minuten
16. Giorgio Pantano, Jordan-Ford: 1:17,309 Minuten
17. Felipe Massa, Sauber-Petronas: 1:17,422 Minuten
18. Timo Glock, Jordan-Ford: 1:17,756 Minuten
19. Nick Heidfeld, Jordan-Ford: 1:17,873 Minuten
20. Christian Klien, Jaguar: 1:17,988 Minuten
21. Gianmaria Bruni, Minardi-Ford: 1:18,822 Minuten
22. Zsolt Baumgartner, Minardi-Ford: 1:18,829 Minuten
23. Bas Leinders, Minardi-Ford: 1:20,370 Minuten
24. Björn Wirdheim, Jaguar: -
25. Mark Webber, Jaguar: -





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