GP Monaco

Sieg für Trulli, Pleite für Schumi

Foto: dpa

Renault-Fahrer Jarno Trulli gewann in Monaco nach fehlerloser Fahrt seinen ersten Grand Prix. Tabellenführer Michael Schumacher stolperte über sich selbst und schied im Ferrari vorzeitig aus.

Es war die 47. von 77 Runden, die den GP Monaco 2004 entschied. Weil Fernando Alonso zuvor im Tunnel beim Überrunden von Ralf Schumacher seinen Renault an der Leitplanke verschrottet hatte, war das Safety-Car auf der Strecke. Kurz bevor der silberne Mercedes das Rennen wieder frei geben wollte, bremste der führende Michael Schumacher im Tunnel, Juan Pablo Montoya konnte nicht ausweichen und schob Schumacher in die Leitplanke. Das Rennen für den Weltmeister war zu Ende, der Traum vom sechsten Sieg in Folge ausgeträumt. Die Rennkommissare entschieden nach dem Rennen, bei dem Crash handle es sich um einen normalen Unfall.

So holte sich der Italiener Jarno Trulli im Renault nach tadelloser Fahrt im 117. Grand Prix seiner Karriere seinen ersten Sieg. Der 29-jährige Mann aus Pescara war von der Pole Position bestens gestartet und gab die Führung danach nur während seiner Boxenstopps kurz ab. Der einzig verbleibende Verfolger war am Ende Jenson Button im BAR-Honda, der zwar bis in Trullis Windschatten kam, aber nicht vorbei. "Es ist super gelaufen, ich habe das Rennen immer in der Hand gehabt", sagte Trulli. Dritter wurde nach farbloser Vorstellung Rubens Barrichello im überlebenden Ferrari vor Juan Pablo Montoya im Williams-BMW.

Überschlag von Fisichella

Ralf Schumacher im zweiten Williams steckte über weite Teile des Rennens im Verkehr fest und musste nach Getriebeschaden als Achter kurz vor Schluss aufgeben. Mit Motordefekten scheiterten Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes und Takuma Sato im BAR-Honda.

Der Japaner sorgte für die heikelste Szene des Wochenendes. Nachdem sein Zehnzylinder nach der Hafen-Schikane in der dritten Runde in einer gigantischen Rauchwolke einging, stocherten die Nachfolgenden durch den Nebel. David Coulthard bremste, Giancarlo Fisichella im Sauber übersah den McLaren des Schotten, knallte ins Heck des Silberpfeils und überschlug sich in die Leitplanke. Der Italiener entkam dem Unfall unverletzt.

Heidfeld in den Punkten

Einer der Profiteure der folgenden ersten Safety-Car-Phase war Nick Heidfeld. Nach seinem frühen Tankstopp unter Gelb reihte sich der Rheydter als Elfter wieder ein und arbeitete sich durch die Ausfälle an der Spitze bis auf Rang sieben vor. Es waren die ersten beiden Punkte für Heidfeld und Jordan in der Saison 2004.

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