Virtueller Grand Prix -  Sao Paulo - Alex Albon - 2020 F1

Virtueller Grand Prix der Niederlande: Albon ringt Leclerc nieder

Virtueller Grand Prix der Niederlande Albon ringt Leclerc nieder

Alexander Albon hat den virtuellen Grand Prix der Niederlande auf der Ausweichstrecke von Sao Paulo gewonnen. Der Red-Bull-Pilot lieferte sich über weite Strecken ein sehenswertes Duell mit Charles Leclerc.

Die Formel 1 befindet sich immer noch in der Corona-Pause. So müssen sich Fans und Fahrer weiter mit Rennen in der virtuellen Welt begnügen. Eigentlich hätte am Wochenende der Grand Prix der Niederlande auf dem Programm gestanden, doch weil die renovierte Strecke in Zandvoort im offiziellen Rennspiel "F1 2019" noch nicht zur Verfügung steht, musste das Rennen nach Sao Paulo ausweichen.

Nach seinen zwei Siegen zuletzt in Australien und China wurde Charles Leclerc von den meisten Experten als großer Favorit gehandelt. Doch der Ferrari-Pilot aus Monaco patzte im Qualifying und musste von Rang sechs ins Rennen gehen.

Die Pole Position hatte sich überraschend Stoffel Vandoorne gesichert. Der ehemalige Formel-1-Pilot, der mittlerweile in Diensten von Mercedes in der Formel E unterwegs ist, konnte sich aber nicht lange über die Spitzenposition freuen. Ein Crash beim Sprint in die erste Kurve machte alle Hoffnungen auf den Premierensieg in der virtuellen Königsklasse zunichte.

Virtueller Grand Prix -  Sao Paulo - Alex Albon - 2020
F1
Im Duell zwischen Leclerc und Albon wechselte die Führung fast jede Runde.

Albon und Leclerc im Dauerduell

Am besten kamen Alexander Albon und Charles Leclerc aus den Blöcken. Beide setzten sich schnell an der Spitze ab und lieferten sich einige heiße Duelle. Weil der Effekt des Windschattens und des DRS im Spiel deutlich ausgeprägter war als in der realen Welt, wechselte die Führung auf der Zielgeraden immer wieder hin und her.

Auch die Pflicht-Boxenstopps änderten nichts an der Ausgangslage, obwohl beide Piloten auf unterschiedliche Strategien setzten. Leclerc fuhr nach einem frühen Stopp mit harten Reifen weiter, was er nach dem Rennen als Fehler bezeichnete. Albon ging nach einem späten Wechsel mit Mediums auf seinen zweiten Stint.

Die Fans freuten sich bereits auf einen heißen Showdown in den letzten Runden, als Leclerc eine unnötige Drei-Sekunden-Strafe kassierte. Der Ferrari-Pilot war einmal zu oft neben die Strecke geraten, was in der virtuellen Welt hart sanktioniert wird.

Russell erbt Platz zwei

Aber auch ohne die Strafe hätte es für den Monegassen nicht zum Sieg gereicht. Leclerc hatte sich am Start der letzten Runde absichtlich auf Rang zwei zurückfallen lassen, um Albon am Ende mit dem Windschattenvorteil noch abzufangen. Doch als beide Autos auf die Zielgerade einbogen, lag plötzlich ein überrundetes Auto vor dem führenden Red Bull, wodurch auch Albon von Windschatten und DRS profitierte.

Leclerc musste sich somit mit Rang zwei zufriedengeben. Durch die nachträgliche Drei-Sekunden-Strafe fiel der Youngster sogar noch hinter George Russell zurück. Die andauernden Zweikämpfe an der Spitze hatten dazu geführt, dass der Williams-Pilot den Rückstand auf die beiden Führenden im Laufe des Rennens immer weiter reduzieren konnte. Am Ende fehlten nur noch 2,6 Sekunden auf Albon.

Stoffel Vandoorne konnte sich nach dem Startcrash noch auf Platz vier vor Mercedes-Teamkollege Esteban Gutierrez ins Ziel retten. Lando Norris, der wegen seiner eSports-Erfahrung ebenfalls zum Favoritenkreis zählte, landete nur auf Rang zehn. Der McLaren-Pilot hatte wegen eines Problems das Qualifying verpasst und musste von ganz hinten losfahren. Damit hatte die Pannenserie des Briten aber erst begonnen.

Virtueller Grand Prix -  Sao Paulo - Lando Norris - 2020
F1
Nachdem Lando Norris schon das Qualifying verpasste, lief es auch im Rennen nicht rund für den McLaren-Piloten.

Mehrere Strafen für Norris

Im Rennen leistete sich Norris direkt einen Frühstart. Beim Abdienen der fälligen Drive-Through-Strafe raste er dann auch noch zu schnell durch die Boxengasse, was zu einer Extra-Wartezeit von fünf Sekunden beim späteren Pflicht-Boxenstopp führte. Und genau wie Leclerc war Norris dazu auch noch mehrmals neben der Strecke unterwegs, was gleich zu drei Drei-Sekunden-Strafen führte, die am Ende zur Gesamtzeit addiert wurden. So rutschte Norris noch hinter Williams-Pilot Nicholas Latifi auf Rang zehn.

Auch ein deutscher Pilot war beim virtuellen Interlagos-Spektakel mit von der Partie. Racing Point gab Formel-3-Pilot David Schumacher eine Chance. Am Ende verpasste der Sohn von Ralf Schumacher auf Rang 11 nur knapp die Punkteplätze. Immerhin konnte der Nachwuchspilot Rallye-Weltmeister Petter Solberg, der einen Gaststart für Renault absolvierte, erfolgreich hinter sich halten.

Das nächste Rennen der virtuellen Grand-Prix-Serie steht bereits am kommenden Wochenende auf dem Programm. Austragungsort ist dann die Strecke in Barcelona.

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