GP Österreich 2014 (Training 1)

Mercedes gibt das Tempo vor

Nico Rosberg - GP Österreich 2014 Foto: ams 155 Bilder

Nico Rosberg hat sich die erste Bestzeit in Spielberg gesichert. Im Auftakttraining zum GP Österreich war der Mercedes-Pilot anderthalb Zehntel schneller als Teamkollege Lewis Hamilton. Sebastian Vettel startete mit einem spektakulären 720°-Dreher in das Red Bull-Heimspiel-Wochenende.

Nach dem kleinen Technik-Schluckauf in Montreal fanden die Mercedes schon im ersten Training von Spielberg wieder zurück zu alter Stärke. Nico Rosberg fuhr in 1:11.295 Minuten die schnellste Runde des Vormittags. Teamkollege Hamilton landete nur anderthalb Zehntel dahinter auf Rang 2. Es sieht ganz so aus, als könnten die Silberpfeile ihrer Favoritenrolle beim Auswärtsspiel im Red Bull-Land gerecht werden.

8 Mercedes-Autos in den Top Ten

Einen großen Anteil der Stärke scheint der Mercedes-Motor zu haben. Unter den ersten 9 Autos waren gleich 8 mit einem V6 Turbo aus Brixworth unterwegs. Nur Fernando Alonso auf Position 3 konnte sich zwischen die Sternfahrer schieben. Dem Spanier fehlten auf der relativ kurzen Strecke gut 3 Zehntel auf die Bestzeit.

Allerdings sind die Zeiten aus der ersten Sitzung mit Vorsicht zu genießen. Immer wieder fielen zwischendurch ein paar Regentropfen auf den Asphalt. Die Slicks mussten zwar nicht gegen Profilreifen getauscht werden. Die Gripverhältnisse änderten sich allerdings ständig, was auch nach außen deutlich sichtbar war. Regelmäßig musste die Rennleitung das Verlassen der Strecke einiger Piloten auf dem Nachrichtenmonitor vermelden.

Auch die niedrigen Temperaturen (14°C Luft / 22°C Strecke) bremsten die Fahrer etwas aus. Am restlichen Wochenende soll es dagegen deutlich wärmer werden. Die gesammelten Daten sind somit nur bedingt zu gebrauchen.

Bei Force India stand am Freitag die Erprobung neuer Aero-Teile auf dem Programm. Der neue Bügelflügel über dem Seitenkasten bei Sergio Perez hielt aber nur wenige Runden – dann ging er auf der Zielgerade fliegen. Perez wurde am Ende aber immerhin noch Sechster. Teamkollege Nico Hülkenberg landete knapp dahinter auf Rang 7.

Probleme bei Red Bull

Auch bei Sebastian Vettel gab es unerwartete Probleme. In der Zielkurve war der Weltmeister etwas zu schnell unterwegs. Auf dem kleinen Streifen Wiese zwischen Bande und Asphalt drehte sich der Red Bull-Pilot gleich zwei Mal um die eigene Achse, bis er sein Auto wieder in Fahrtrichtung auf die Piste brachte. Wie durch ein Wunder vermied der Heppenheimer einen Einschlag.

In der Zeitentabelle landete er aber abgeschlagen auf Position 15, was wohl auch an den Reifen lag, die den 720°C-Kreisel nicht ohne Gummiverlust überstanden. Kurioserweise musste kurz nach Vettel auch Teamkollege Daniel Ricciardo die begrünte Auslaufzone in Anspruch nehmen. Der Australier rumpelte allerdings ohne Dreher durch das Gras. Der Kanada-Sieger ließ sich am Ende die 13.-beste Zeit notieren.
 
Noch schlechter lief es für Adrian Sutil. Der Sauber-Pilot konnte mit einem Turbo-Problem nur 9 Runden drehen und musste die meiste Zeit der Sitzung zuschauen, wie die Konkurrenz auf der neuen Strecke Übungsrunden dreht. Im Klassement landete Sutil auf dem vorletzten Platz vor Marcus Ericsson, der seinen Caterham ebenfalls schon nach wenigen Minuten mit Technik-Problemen abstellen musste.

Rosberg lässt die Funken fliegen

Mit besonderer Spannung verfolgten die Zuschauer in den ersten Runden das Auto von Nico Rosberg. Der Mercedes war mit Titanium-Blöcken am Unterboden ausgerüstet worden, die spektakuläre Funken erzeugen sollten. Der Showeffekt funktionierte tatsächlich. Auf den Bodenwellen der Zielgeraden und der langen Gegengeraden setzte das Auto mehrfach auf und fackelte dabei ein kleines Feuerwerk ab.

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