Formel 1-Baustelle - Sochi - GP Russland 2014 Sochi Autodrom
Formel 1-Baustelle - Sochi - GP Russland 2014
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GP Russland 2014 (Fotos): Formel 1-Baustelle im Olympia-Park

GP Russland 2014 (Fotos) Formel 1-Baustelle im Olympia-Park

Mitte Oktober feiert die Formel 1 ihre Russland-Premiere. Auf der Baustelle in Sochi wird aktuell noch fleißig an der Fertigstellung gearbeitet. Wir zeigen Ihnen, wie es 2 Monate vor der Anreise des Grand Prix-Zirkus auf dem Olympia-Gelände aussieht.

Wenn man Formel 1-Architekt Hermann Tilke fragt, ob eine Rennstrecke rechtzeitig fertig wird, bekommt man stets die gleiche Antwort: "Es wird immer rechtzeitig fertig - aber es wird auch immer eng." In Russland hatte der Bauingenieur mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Da die neue Formel 1-Strecke mitten im Olympia-Gelände angelegt wurde, mussten die Bauarbeiten im Winter monatelang ruhen.

Endspurt auf der Formel 1-Baustelle in Sochi

Doch nun ist der Zwangsurlaub beendet. In den letzten Wochen wurde ganze Arbeit geleistet. 71 Tage vor dem Grand Prix (12.10.2014) haben Crews mit 50 Bauarbeitern und 15 Spezial-Maschinen die letzte Asphaltschicht aufgetragen. Auch deutsche Spezialisten aus dem Büro von Hermann Tilke waren dabei. Rund um die Uhr wurde gewerkelt.

Insgesamt besteht der Bodenbelag aus 3 Schichten. Darin sind Sensoren und Messschleifen eingearbeitet, die Daten über Temperatur und Geschwindigkeit liefern und Zeitmessungen auslösen. Die Grundlage für das 5.853 Kilometer lange Asphaltband bildet eine 4 Zentimeter dicke Basisschicht, deren Zusammensetzung je nach Untergrund unterschiedlich ist. Darauf kommt eine 5 Zentimeter dicke Verbindungsschicht.

Fahrbahn wird in einem Stück verlegt

Den Abschluss bildet die 5 Zentimeter dicke Fahrbahn, die aus einer speziell für Sochi hergestellten Mischung gemacht ist. Bei der Zusammensetzung wurden vor allem die klimatischen Bedingungen einberechnet. Der oberste Belag (insgesamt 5.000 Kubikmeter Asphalt) muss zudem extra viel Grip bieten. Bei Top-Speeds von 320 km/h dürfen die Piloten die Haftung nicht verlieren.

Der Untergrund ist topfeben. Um Bodenwellen und Kanten zu vermeiden wurde die gesamte Deckschicht in einem Stück verlegt. An vielen Stellen liegen sogar schon die Kerbs. Auch Fangzäune und TecPro-Sicherheitsbanden stehen bereits. Nur etwas Farbe fehlt noch. Streckenmarkierungen, die Kennzeichnung der Kerbs und natürlich Sponsoren-Logos werden immer zum Schluss aufgetragen.

Auf den ersten Blick sieht es aber so aus, als könne hier schon bald Rennen gefahren werden. Doch der Asphalt muss erst noch Öle ausschwitzen. Bei Dauertemperaturen von 30°C im Sommerferien-Paradies am Schwarzen Meer geht das aber schnell. Die Bauarbeiter hätten es sicher lieber etwas kühler.

Auch die Boxengebäude stehen schon. Zu erkennen ist auch der Glaspalast der Rennleitung. Wie bei den Sportstätten für Olympia wird auch bei den Formel 1-Bauten nicht gespart. Präsident Wladimir Putin lässt sich bei internationalen Sportereignissen bekanntlich nicht lumpen. Vor wenigen Tagen wurde auch die Startampel geliefert und montiert.

GP Russland 2015 als Nachtrennen

Selbst nach dem Rennen am 12. Oktober gehen die Bauarbeiten weiter. Im zweiten Jahr soll der Grand Prix von Russland als Nachtrennen ausgetragen werden. Dafür wird eine Flutlichtanlage errichtet. Dann sollen auch noch Zusatztribünen aufgebaut werden. In diesem Jahr soll das Ereignis eigentlich nicht zu groß gefeiert werden. Man will die Olympia-Euphorie nicht überlagern.

In unserer Bildergalerie haben wir einige Fotos von den Baufortschritten an der Strecke in Sochi aus den letzten Wochen für Sie gesammelt.

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