Daniel Ricciardo - GP Russland 2020 xpb
Carlos Sainz - McLaren - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 2020
Carlos Sainz - McLaren - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 2020
Lando Norris - McLaren - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 2020
Max Verstappen - GP Russland 2020 43 Bilder

Trainingsanalyse GP Russland 2020

Ist Renault die zweite Kraft?

Die Frage lautet nicht: Wer gewinnt den Grand Prix von Russland? Sondern: Wer gewinnt das Rennen hinter den beiden Mercedes? Renault hat auf eine Runde den besten Eindruck hinterlassen, Red Bull und Racing Point in den Longruns. Ferrari konnte sich leicht steigern.

Der Sieger scheint nach dem ersten Trainingstag bereits in Stein gemeißelt. Er wird in einem Mercedes sitzen. Die Silberpfeile waren mit weitem Abstand die schnellsten Autos auf eine Runde und auch die schnellsten auf die Distanz. Valtteri Bottas entschied beide Trainingssitzungen für sich. Der Sotschi-Spezialist kam problemloser durch den Tag als sein Teamkollege. Lewis Hamilton bremste sich im ersten Training gleich zwei Reifensätze eckig, was sein Pensum auf 18 Runden begrenzte. Damit landete er am Ende auf dem ungewohnten 19. Platz.

Auch im zweiten Training rutschte der Weltmeister zwei Mal in Kurve 13 geradeaus. Teamchef Toto Wolff kommentierte Hamiltons Fehler trocken: "Wer das Limit sucht, muss auch mal zu spät bremsen." Man kann darauf wetten, dass der WM-Spitzenreiter dann wieder auf den Punkt in Top-Form ist, wenn es darauf ankommt. Bottas hat in Mugello drei freie Trainingssitzungen und das Q1 gewonnen und am Ende doch die Pole Position verloren. Ein erstes Indiz für die wahre Stärke von Hamilton sind die Idealzeiten, also die Addition der drei Sektorbestwerte. Da schlägt Hamilton seinen Stallrivalen mit einer Zeit von 1.33,222 zu 1.33,457 Minuten.

Eine echte Gefahr droht den Mercedes nicht. Daniel Ricciardo lag bereits 1,057 Sekunden zurück. Der Renault-Pilot hinterließ in beiden Trainingssitzungen den stärksten Eindruck im Verfolgerfeld. Wenigstens auf eine Runde. Im Soft-Longrun war Sergio Perez im Racing Point schneller, im Dauerlauf auf den Medium-Gummis Max Verstappen und Charles Leclerc. Ricciardos Teamkollege Esteban Ocon hinkt im Vergleich hinterher. Er hat die perfekte Abstimmung für den Renault noch nicht gefunden.

Ferrari machte eine bessere Figur alsa bei den letzten drei Rennen. Charles Leclerc und Sebastian Vettel landeten auf den Plätzen acht und zehn und damit wieder im Mittelfeld. Im Soft-Longrun konnte nur Sebastian Vettel den Platz im Mittelfeld verteidigen. Leclerc war allerdings vier Runden länger unterwegs als der Deutsche. Genau da bauten die weichen Sohlen am Ferrari dramatisch ab. Auf den beiden härteren Mischungen hinterließen die Ferrari einen besseren Eindruck. Da können sie, Stand Freitag, zumindest mit Renault, McLaren und Racing Point mithalten.

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 2020
Motorsport Images
Hamilton war bei der idealen Rundenzeit schneller als Teamkollege Bottas.

Sechs Dinge, die Sie wissen müssen:

Warum ist Mercedes so gnadenlos überlegen?

So groß war der Vorsprung in diesem Jahr noch nie. Mercedes hängte den Rest der Welt um mehr als eine Sekunde ab, obwohl Bottas und Hamilton früher als alle anderen mit den weichen Reifen auf die Strecke gegangen waren. Auch bei den Longruns lag ein Klassenunterschied zwischen Hamilton und Bottas und dem Rest der Welt.

Max Verstappen steht zwar in der Rangliste der Medium-Dauerläufe ganz oben, aber nur weil er seine Rennsimulation am Ende mit weniger Sprit an Bord fuhr. Hamilton war als einziger Fahrer auf den Medium-Gummis schon im ersten Teil des zweiten Trainings unterwegs. Und schaffte trotzdem den zweitschnellsten Durchschnittswert. Das sagt alles.

Wenn Mercedes im Rennen das Tempo durchhalten kann, werden am Sonntag alle anderen überrundet. Das Sochi Autodrom ist eine Mercedes-Strecke, obwohl das Layout eine eher einfache Aufgabe suggeriert. Es besteht aus Geraden und 90 Grad-Kurven. Die weichsten Reifenmischungen von Pirelli sollten normalerweise den Autos helfen, die aerodynamische Defizite haben. Doch der 5,848 Kilometer lange Kurs an der Schwarzmeerküste ist eben auch eine Motorenstrecke. Und da spielt Mercedes seit diesem Jahr gnadenlos seinen PS-Vorsprung aus.

Mercedes rechnet trotzdem damit, dass die Konkurrenz am Samstag noch näher kommt. Die Fahrer durften ihre Motoren mehr aufdrehen als normalerweise an einem Freitag üblich. Grund waren Tests mit der Antriebseinheit. Der GP Russland zählt in Bezug auf den Spritverbrauch zu den Top 5 im Jahr. Auch in dem mittelschnellen Kurven waren die Silberpfeile konkurrenzlos. Dazu kommt, dass Mercedes immer dann besonders gut ist, wenn das Abtriebsniveau dem von Silverstone entspricht und wenn es wenig unterschiedliche Kurventypen gibt.

Mercedes gewinnt überall auf die Konkurrenz. Vier Zehntel im ersten Sektor, sechs Zehntel im zweiten, vier Zehntel im dritten. Intern sind die Zeitdifferenzen unterschiedlicher verteilt. Bottas schlägt Hamilton in den ersten beiden Sektoren, fängt sich aber im dritten eine Klatsche von 0,448 Sekunden ein. Die Auflösung des Rätsels: Hamilton hat die Reifen besser geschont als der Teamkollege.

Hamilton gewinnt vor allem in den Kurven 13 und 14. Im letzten Streckenabschnitt mit den langsamsten Kurven auf dem Kurs zählt mechanischer Grip. Wer seine Reifen vorher überhitzt, kann in den letzten sechs Kurven massiv Zeit einbüßen. Bottas nahm bei beiden schnellen Runden auf den Soft-Reifen die letzten beiden Kurven quer wie ein Rallyefahrer. Seine Reifen waren bereits über den Berg.

Max Verstappen - GP Russland 2020
xpb
Red Bull muss noch Zeit finden, um das Mittelfeld sicher anzuführen.

Ist Renault eine Gefahr für Red Bull?

Daniel Ricciardo führte das Feld hinter den Mercedes an. In seiner schnellsten Runde lag der Australier eine halbe Sekunde vor Max Verstappen. Keine schlechte Leistung für einen Fahrer, der die Strecke nicht mag oder zumindest das Gefühl hat, dass er sich auf dem Sochi Autodrom von seiner Seite aus noch steigern könnte.

"Ich war jede Runde schnell auf einer Strecke, mit der ich normalerweise meine Mühe habe. Das gibt mir viel Vertrauen für den Samstag", strahlte Ricciardo. Esteban Ocon hofft, das er am Samstag die Abstimmung gleich gut trifft, wie sein Teamkollege. "Daniel hat gezeigt, dass das Potenzial da ist. Wir wissen, was wir für morgen ändern müssen."

Red Bull fühlte sich nach dem ersten Trainingstag in seinen Befürchtungen bestätigt, dass die Strecke von Sotschi wie schon in den Jahren zuvor nicht zu dem Auto passt. Oder das Auto nicht zur Strecke. Max Verstappen probierte unterschiedliche Abtriebsniveaus aus und war mit dem Setup vom Nachmittag mit weniger Anpressdruck zufriedener.

"Ein paar Dinge haben funktioniert, andere nicht." Der Holländer fürchtet: "In der Qualifikation wird es schwer werden in die Top 3 zu fahren. Dafür sehen wir im Renntrim etwas besser aus. Alles hängt davon ab, ob wir den Abtrieb so weit reduzieren können, dass unser Auto dabei noch stabil bleibt." Alpha Tauri hat das schon ganz gut hinbekommen. Nur die Renault waren auf den Gerade schneller als die Monza-Sieger.

McLaren - GP Russland - 2020
Motorsport Images
Beide McLaren-Fahrer waren mit unterschiedlichen Nasen und Frontflügeln unterwegs. Lando Norris durfte das neue Paket ausprobieren.

McLaren mit neuer Nase besser?

Der Tag von McLaren begann mit einem Unfall. Damit fiel Carlos Sainz am Vormittag aus, die Arbeit an der Abstimmung des McLaren abzuwickeln. Lando Norris war für Aerodynamik-Tests mit der neuen Nase und dem neuen Frontflügel eingeteilt. Bei guten Ergebnissen bleibt die Neuentwicklung am Auto. Weil aber die Daten von Sainz fehlten, geriet auch Norris ins Hintertreffen mit seinem Programm. Außerdem musste er auf jeden Fall einen Ausrutscher vermeiden. Die neue Nase durfte auf keinen Fall beschädigt werden. Das drückte aufs Tempo.

Eine Entscheidung, ob der Engländer auch am Samstag und Sonntag mit dem neuen Aero-Paket antritt, fällt erst nach der Datenauswertung am Freitagabend. Trotz eingeschränkter Setup-Arbeit schafften es Sainz und Norris auf die Plätze vier und fünf in der Zeitenliste. Die Rennsimulationen mit den Soft- und den Medium-Reifen lassen noch Raum für Verbesserung.

"Das Auto wurde im Verlauf des Trainings immer besser. Wir können noch an der Balance arbeiten, aber viel kommt da nicht mehr", kündigte Norris an. Mit den harten Reifen lag Sainz in der Longrun-Tabelle immerhin auf dem zweiten Platz. Der Spanier legte allerdings nur fünf Runden auf Pirellis C3-Mischung zurück. Pierre Gasly war bei fast der doppelten Distanz im Schnitt nur ein Zehntel langsamer.

Charles Leclerc - Ferrari - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 2020
Motorsport Images
Ferrari brachte neue Front und Heckflügel nach Sotschi.

Hat das Upgrade von Ferrari gewirkt?

Ferrari stand am ersten Trainingstag besser da als zuletzt in Spa, Monza und Mugello. Mit den Plätzen acht und zehn schafften es Charles Leclerc und Sebastian Vettel endlich wieder mal beide in die Top Ten."Wir waren besser als erwartet, obwohl die Balance noch nicht gepasst hat", zog Leclerc eine erste Bilanz.

Lag es am Aero-Upgrade mit einem modifizierten Frontflügel und Heckflügelendplatten nach Mercedes-Vorbild? Vettel wirkte in seiner Antwort wenig euphorisch: "Das Aero-Paket hat gebracht, was es bringen sollte. Es war aber kein großer Schritt. Das Auto fühlt sich etwas besser an als in den letzten Wochen. Wir haben noch etwas Luft nach oben, aber das wahre Bild werden wir erst morgen sehen."

Das hört sich so an als könnte die Reise am Samstag wieder nach hinten gehen. Vettel warnt: "Da waren wohl einige heute dabei, die keine optimale Runde hingekriegt haben. Die Alpha Tauri haben noch nicht alles gezeigt. Die sind stärker, als es die Rundenzeiten sagen." Das deuten die Rennsimulationen an. Pierre Gasly nahm Vettel im Soft-Longrun im Schnitt zwei Zehntel ab, obwohl er mit dem Reifensatz vier Runden länger auf der Strecke war.

Sergio Perez - Racing Point - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 2020
xpb
Sergio Perez war mit dem alten Paket gut unterwegs.

Wer dominiert im Verfolgerfeld?

Auf eine Runde ist Renault die zweite Kraft, auf die Distanz Red Bull und Racing Point. Was ist wichtiger? Normalerweise ist ein guter Startplatz in Sotschi schon die halbe Miete. Die Reifenabnutzung ist im Vergleich zu anderen Strecken moderat, die Strategieoptionen sind begrenzt und Überholen ist schwierig.

Renault, Red Bull und Racing Point sind im Moment noch Einmann-Teams. Daniel Ricciardo stellte Esteban genauso klar in den Schatten wie Max Verstappen seinen Teamkollegen Esteban Ocon. Lance Stroll sah gegen Sergio Perez kein Land, obwohl der Kanadier erneut das neue Aero-Paket exklusiv bekam. Und das sollte eigentlich schneller sein als die alte Version.

Bei McLaren ist das Duell ausgeglichen. Carlos Sainz warnt aber vor Renault: "Der Trend hat sich in den letzten Rennen schon angedeutet. Die Renault sind generell etwas stärker als wir." Renault profitiert in Sotschi von den kurzen Kurvenradien und dem Fehlen schneller Kurven, wo man immer noch Zeit verliert. Doch das Auto ist nicht einfach abzustimmen, wie der große Unterschied zwischen Ricciardo und Ocon zeigt. Da kann man sich mit Red Bull die Hand geben. Alexander Alobon war ein bisschen verwirrt: "Das Auto fühlte sich nicht schlecht an, aber auch nicht richtig schnell."

Alexander Albon - Red Bull - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 2020
Red Bull
Pirelli hofft auf mehr Strategie-Action mit den weichen Reifen.

Warum brachte Pirelli die weichsten Reifen?

Pirelli packte zum ersten Mal in dieser Saison die weichsten Gummimischungen aus. Das Sochi Autodrom ist für die Reifen eine eher einfache Übung, auch wenn der alternde Asphalt die Abnutzung im Vergleich zum Premierenjahr 2014 erhöht hat. Im Vorjahr waren die Fahrer mit einer Stufe härteren Reifen unterwegs.

"Das war zu konservativ", gibt Pirelli-Sportchef Mario Isola zu. "Am Ende haben alle nur Soft und Medium gewählt. Der harte Reifen blieb in der Garage." Da die lange Boxengasse und das Tempolimit von 60 km/h nicht gerade zu Boxenstopps einladen, war die logische Folge ein klassisches Einstopp-Rennen. Nur vier Fahrer schwammen mit zwei Reifenwechsel gegen den Strom.

Isola hofft, dass sich das mit der Wahl des C5-Reifens ändern wird. "Wer die weichste Mischung im Rennen einsetzt, wird wahrscheinlich zwei Mal Reifen wechseln müssen. Wir erwarten einen Mix zwischen Einstopp- und Zweistopprennen", hofft Isola. Man wird schon am Samstag eine Ahnung haben, wer am Sonntag wie taktiert. Die Einstopper werden versuchen, mit dem Medium-Reifen durch das Q2 zu kommen. Das Delta lag je nach Auto zwischen sechs und neun Zehntel.

Mercedes macht sich um den Startnachteil der Medium-Gummis keine allzu großen Sorgen. "Bei unserem Vorsprung sollten wir das schnell wieder geraderücken können, sollte der Start verloren gehen." Der Medium-Reifen wird schon nach wenigen Runden den Soft-Reifen überlegen sein.

In der Galerie zeigen wir noch einmal einige Highlights vom Trainingsfreitag.

GP Russland 2020 - Longrun-Tabelle

Fahrer Ø Rundenzeit Runden Reifentyp Stint
Hamilton 1.39,972 min 7 soft 2
Bottas 1.40,095 min 7 soft 1
Perez 1.40,329 min 8 soft 1
Russell 1.40,502 min 4 soft 3
Ricciardo 1.40,617 min 11 soft 1
Verstappen 1.40,790 min 9 soft 1
Gasly 1.40,865 min 12 soft 1
Stroll 1.41,093 min 9 soft 1
Vettel 1.41,098 min 8 soft 1
Albon 1.41,198 min 9 soft 1
Sainz 1.41,222 min 14 soft 1
Ocon 1.41,229 min 10 soft 1
Sainz 1.41,222 min 14 soft 1
Magnussen 1.41,388 min 9 soft 2
Leclerc 1.41,466 min 12 soft 1
Kvyat 1.41,544 min 6 soft 1
Grosjean 1.41,561 min 9 soft 2
Norris 1.41,629 min 10 soft 1
Räikkönen 1.42,212 min 9 soft 1
Giovinazzi 1.42,283 min 8 soft 1
         
Verstappen 1.39,546 min 9 medium 2
Hamilton 1.40,016 min 14 medium 1
Leclerc 1.40,094 min 6 medium 2
Ricciardo 1.40,162 min 9 medium 2
Albon 1.40,178 min 8 medium 2
Räikkönen 1.41,091 min 10 medium 2
Norris 1.41,323 min 4 medium 2
Russell 1.41,980 min 7+9 medium 1+2
Magnussen 1.42,111 min 11 medium 1
         
Bottas 138,900 min 16 hart 2
Sainz 1.39,622 min 5 hart 2
Gasly 1.39,714 min 9 hart 2
Kvyat 1.40,1261 min 14 hart 2
Perez 1.40,303 min 14 hart 2
Ocon 1.40,502 min 10 hart 2
Vettel 1.40,705 min 12 hart 2
Stroll 1.40,948 min 3+8 hart 2+3
Giovinazzi 1.41,352 min 12 hart 2
Latifi 1.41,770 min 6+13 hart 1+2
Grosjean 1.42,659 min 10 hart 1
Fahrer Ø Rundenzeit Runden Reifentyp Stint
Hamilton 1.39,972 min 7 soft 2
Bottas 1.40,095 min 7 soft 1
Perez 1.40,329 min 8 soft 1
Russell 1.40,502 min 4 soft 3
Ricciardo 1.40,617 min 11 soft 1
Verstappen 1.40,790 min 9 soft 1
Gasly 1.40,865 min 12 soft 1
Stroll 1.41,093 min 9 soft 1
Vettel 1.41,098 min 8 soft 1
Albon 1.41,198 min 9 soft 1
Sainz 1.41,222 min 14 soft 1
Ocon 1.41,229 min 10 soft 1
Sainz 1.41,222 min 14 soft 1
Magnussen 1.41,388 min 9 soft 2
Leclerc 1.41,466 min 12 soft 1
Kvyat 1.41,544 min 6 soft 1
Grosjean 1.41,561 min 9 soft 2
Norris 1.41,629 min 10 soft 1
Räikkönen 1.42,212 min 9 soft 1
Giovinazzi 1.42,283 min 8 soft 1
         
Verstappen 1.39,546 min 9 medium 2
Hamilton 1.40,016 min 14 medium 1
Leclerc 1.40,094 min 6 medium 2
Ricciardo 1.40,162 min 9 medium 2
Albon 1.40,178 min 8 medium 2
Räikkönen 1.41,091 min 10 medium 2
Norris 1.41,323 min 4 medium 2
Russell 1.41,980 min 7+9 medium 1+2
Magnussen 1.42,111 min 11 medium 1
         
Bottas 138,900 min 16 hart 2
Sainz 1.39,622 min 5 hart 2
Gasly 1.39,714 min 9 hart 2
Kvyat 1.40,1261 min 14 hart 2
Perez 1.40,303 min 14 hart 2
Ocon 1.40,502 min 10 hart 2
Vettel 1.40,705 min 12 hart 2
Stroll 1.40,948 min 3+8 hart 2+3
Giovinazzi 1.41,352 min 12 hart 2
Latifi 1.41,770 min 6+13 hart 1+2
Grosjean 1.42,659 min 10 hart 1
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