George Russell - Mercedes - GP Sakhir 2020 - Bahrain xpb
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Sakhir - Bahrain - Freitag - 4.12.2020
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Sakhir - Bahrain - Freitag - 4.12.2020
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Sakhir - Bahrain - Freitag - 4.12.2020
Sergio Perez - Racing Point - Formel 1 - GP Sakhir - Bahrain - Freitag - 4.12.2020 52 Bilder

GP Sakhir 2020 - 2. Training: Russell wieder vorn

GP Sakhir 2020 - Ergebnis 2. Training Perfekter Einstand für Russell

George Russell war auch im zweiten Training der schnellste Fahrer in Sakhir. Auf den Verfolgerpositionen lauerten Max Verstappen und Sergio Perez. Ferrari rutschte ab, weil sich Sebastian Vettel mehrmals drehte und Charles Leclerc die Technik stoppte.

Besser hätte der Trainingsfreitag für George Russell kaum laufen können. Der Engländer erzielte die Bestzeit in der ersten Übungseinheit und setzte sich auch in der zweiten an die Spitze des 20-köpfigen Feldes. Während Russell diszipliniert sein Programm und seine Runden abspulte, stand Valtteri Bottas auf Kriegsfuß mit dem 3,543 Kilometer kurzen Kurs. Ihm wurden insgesamt sechs Runden gestrichen, darunter die schnellste.

Die Bestmarke des ersten Abendtrainings verfehlte Russell zwar um knapp zwei Zehntel. Trotzdem reichte es wiederum für den Platz an der Sonne. Der 22-Jährige, der eigentlich den Williams fährt, hat sich im Mercedes W11 schnell eingelebt. Russell ist mit einer Körpergröße von 1,85 Meter elf Zentimeter größer als Lewis Hamilton, den er vertritt, kommt aber dennoch mit dem schwarzen Silberpfeil zurecht.

Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Sakhir - Bahrain - Freitag - 4.12.2020
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Valtteri Bottas verfehlte in der zweiten Übungseinheit die Top 10.

Bottas-Zeit gestrichen

Die eine Seite der Garage strahlt, die andere grübelt. Bottas machte am ersten Trainingstag von Bahrain zu viele Fehler. Vor allem mit der Schikane im mittleren Teil des Outer Circuit kam er nicht zurecht. Seine schnellste Rundenzeit erkannte ihm die Rennleitung ab. Bottas war ausgangs der Schikane zu weit über den Randstein geraten.

Ohne das Malheur hätte der WM-Zweite die Bestzeit aufgestellt. Die annullierte Rundenzeit betrug 54,506 Sekunden. So blieb die Zeit stehen, die Bottas früher im Training auf den harten Reifen gefahren hatte. Nur Sebastian Vettel und Lando Norris (beide Mediumreifen) strampelten ihren schnellsten Umlauf ansonsten nicht auf den weichsten C4-Reifen ab. Bottas verfehlte sogar die Top 10.

Red Bull darf den Freitag als Erfolg werten. Max Verstappen ordnete sich ein zweites Mal auf der zweiten Position ein. Der Rückstand ist gering. Der WM-Dritte lenkte seinen RB16 um 0,128 Sekunden langsamer um die elf Kurven als Russell. Alexander Albon fiel ein wenig zurück. Der Thailänder belegte den fünften Platz – mit Sichtkontakt zur Spitze.

Das Team aus Milton Keynes muss noch an der Fahrzeugbalance arbeiten. Beide Piloten klagten über ein untersteuerndes Auto. Wenn Red Bull es schafft, die Abstimmung zu verbessern, ist Verstappen Stand Freitag ein heißer Kandidat auf die Pole Position. Red Bull steht jedenfalls besser da, als man selbst im Vorfeld angenommen hatte.

Ocon gut aufgelegt

Das Feld lag innerhalb von nur 1,5 Sekunden. Das war erwartet worden, weil es auf dem Outer Track eigentlich nur drei lange Geraden, drei harte Bremspunkte und fünf echte Kurven gibt. Entsprechend fallen die Unterschiede zwischen den Autos kleiner aus. Jeder Fehler wird umso härter bestraft, weil zu wenige Kurven und zu wenig Zeit da ist, um Patzer auszugleichen.

Racing Point verpasste im ersten Training die obere Tabellenhälfte. Am späten Abend steigerten sich Sergio Perez und Lance Stroll auf die Positionen drei und sieben. Im Auto des Mexikaners ist nach dem Schaden aus der Vorwoche kein neuer Motor verbaut. "Wir haben eine alte MGU-K im Auto. Sie sollte uns über die letzten beiden Rennen bringen", erklärt Teamchef Otmar Szafnauer. Damit ist die Elektromaschine gemeint, die Energie während des Bremsvorgangs abzweigt. Perez kommt so ohne Startplatzstrafe davon.

Einen guten Tag erwischte Esteban Ocon, der Renault-Teamkollege Daniel Ricciardo am Freitag im Griff hatte. Im zweiten Training hängte er den Australier um zwei Zehntel ab, was vier Positionen ausmachte. Ocon, Viertschnellster, hat schnell seinen Rhythmus gefunden. Das gilt auch für die Piloten von Alpha Tauri. Daniil Kvyat und Pierre Gasly schafften es ein zweites Mal in die Top 10.

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Sakhir 2020 - Bahrain
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Sebastian Vettel haderte am Freitag mit dem Fahrverhalten seines Autos.

Ferrari von der Rolle

Der Sieger des GP Monza erlebte einen Schreckmoment als vor ihm Valtteri Bottas Kies in den Schlussminuten in Kurve fünf Kies aufwirbelte. Eines der Steinchen traf Gasly am Finger. Seine schnellste Runde wurde durch einen Fehler in der Zielkurve beeinträchtigt. Größere Probleme hatte McLaren, wo Carlos Sainz auf dem zehnten Platz landete und Norris gar nur 17. wurde.

Das Team plagte die Technik und die Randsteine. Norris zerstörte sich den Unterboden in der zweiten Kurve auf dem Kerb. Das Team musste einen neuen verschrauben. Später kam noch ein Technik-Defekt am Motor hinzu. In Summe drehte der Engländer nur 14 Runden. Teamkollege Sainz legte zwischendrin das Getriebe lahm. Immerhin konnten die McLaren-Mechaniker das Problem mit der Synchronisation der Gänge in der Garage beheben.

Charles Leclerc erging es am schlimmsten. In der dritten Runde ging eine Antriebswelle an seinem Ferrari kaputt. Der Monegasse humpelte bergab zurück zu seiner Mannschaft. Danach verschwand der Ferrari mit der Startnummer 16 in der Garage. Zwei Runden bringen ihn für Samstag und Sonntag ins Hintertreffen. Leclerc fehlen Erfahrungswerte und Referenzen auf der neuen Strecke.

Die hat Sebastian Vettel zwar. Doch der Heppenheimer fiel nicht durch schnelle Runden, sondern durch zwei Dreher auf. Außerdem geriet er mehrmals neben die Strecke. Vettel zerstörte erst einen Satz der Mediumreifen, später eine Soft-Garnitur. Sein Ferrari fand keinen Grip. Die Balance stimmte nicht. Vettel war einzig schnell auf den Geraden, was dafür spricht, dass Ferrari am unteren Limit mit dem Anpressdruck operiert, um die Defizite beim Motor auszugleichen. Damit wird jede Kurve zum Ritt auf der Rasierklinge.

GP Sakhir 2020: Ergebnis 2. Training

Fahrer Team Zeit Rückstand Runden
1. George Russell Mercedes 54.713   48
2. Max Verstappen Red Bull  54.841 +0.128s 43
3. Sergio Perez Racing Point 54.866 +0.153s 52
4. Esteban Ocon Renault 54.940 +0.227s 50
5. Alexander Albon Red Bull  55.036 +0.323s 42
6. Daniil Kvyat Alpha Tauri  55.068 +0.355s 58
7. Lance Stroll Racing Point  55.104 +0.391s 44
8. Daniel Ricciardo Renault 55.124 +0.411s 47
9. Pierre Gasly Alpha Tauri  55.133 +0.420s 48
10. Carlos Sainz McLaren  55.258 +0.545s 39
11. Valtteri Bottas Mercedes 55.321 +0.608s 52
12. Kimi Räikkönen Alfa Romeo  55.484 +0.771s 54
13. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo  55.533 +0.820s 57
14. Kevin Magnussen Haas  55.738 +1.025s 49
15. Nicholas Latifi Williams  55.784 +1.071s 52
16. Sebastian Vettel Ferrari 55.830 +1.117s 43
17. Lando Norris McLaren  56.031 +1.318s 14
18. Pietro Fittipaldi Haas  56.110 +1.397s 56
19. Jack Aitken Williams  56.260 +1.547s 58
20. Charles Leclerc Ferrari     2
Fahrer Team Zeit Rückstand Runden
1. George Russell Mercedes 54.713   48
2. Max Verstappen Red Bull  54.841 +0.128s 43
3. Sergio Perez Racing Point 54.866 +0.153s 52
4. Esteban Ocon Renault 54.940 +0.227s 50
5. Alexander Albon Red Bull  55.036 +0.323s 42
6. Daniil Kvyat Alpha Tauri  55.068 +0.355s 58
7. Lance Stroll Racing Point  55.104 +0.391s 44
8. Daniel Ricciardo Renault 55.124 +0.411s 47
9. Pierre Gasly Alpha Tauri  55.133 +0.420s 48
10. Carlos Sainz McLaren  55.258 +0.545s 39
11. Valtteri Bottas Mercedes 55.321 +0.608s 52
12. Kimi Räikkönen Alfa Romeo  55.484 +0.771s 54
13. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo  55.533 +0.820s 57
14. Kevin Magnussen Haas  55.738 +1.025s 49
15. Nicholas Latifi Williams  55.784 +1.071s 52
16. Sebastian Vettel Ferrari 55.830 +1.117s 43
17. Lando Norris McLaren  56.031 +1.318s 14
18. Pietro Fittipaldi Haas  56.110 +1.397s 56
19. Jack Aitken Williams  56.260 +1.547s 58
20. Charles Leclerc Ferrari     2
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