Sergio Perez - Force India - GP Singapur 2017 - Rennen sutton-images.com
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Singapur 2017 - Rennen
Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Singapur 2017 - Rennen
Valtteri Bottas - Mercedes - GP Singapur 2017 - Rennen
Carlos Sainz - Toro Rosso - GP Singapur 2017 - Rennen 21 Bilder

Force India festigt Platz 4

Falsche Wetterprognose für GP Singapur 2017

Es war ein gutes Wochenende für Force India. Sergio Perez unterschrieb für ein weiteres Jahr. Das Aero-Upgrade könnte ein Durchbruch werden. Perez und Ocon haben mit 11 Punkten Platz 4 gesichert. Es hätte bei besserer Wetterprognose mehr sein können.

Das Saisonziel rückt immer näher. Sergio Perez und Esteban Ocon haben mit den Plätzen 5 und 10 den vierten Platz von Force India in der Konstrukteurs-WM gefestigt. Nur Toro Rosso machte einen Zähler gut. Dafür vergrößerte Force India den Vorsprung auf Williams, Renault und HaasF1. Jetzt trennen schon 65 Punkte den Vierten vom Fünften.

Es hätte noch mehr sein können. Sergio Perez hatte den 4. Platz auf dem Fuß, doch Force India musste ein Mal öfter in die Box als Carlos Sainz im Toro Rosso. Beide Force India-Fahrer wurden mit Regenreifen in das Rennen geschickt. Und das verlangte wegen der abtrocknenden Piste nach 11 Runden nach einem Extra-Stopp für den Wechsel auf Intermediates. Es gab ihn wegen des zweiten Safety Cars fast umsonst. Perez verlor eine Position an Sainz, Ocon drei Plätze an Lance Stroll, Felipe Massa und Romain Grosjean.

Sie alle waren auf der Strecke geblieben. Sainz, Stroll und Grosjean, weil sie vom Start weg auf Intermediates unterwegs waren. Massa, weil Williams auf einen direkten Wechsel von Regenreifen zu Slicks spekulierte. Die Force India-Strategen glauben, dass es Perez ohne das zweite Safety Car auf das Podium geschafft hätte. Weil er dann auf Regenreifen bis zum Wechsel auf Slicks durchgehalten und sich einen Stopp gespart hätte.

War Ocon eine Runde zu spät in der Box?

Die Entscheidung für Regenreifen am Start bestimmte die Wettervorhersage. „Von der Strecke her war es 50 zu 50. Aber die Prognose hat uns gesagt, dass es noch 20 Minuten weiterregnet. Wir haben uns etwas gewundert, dass alle Top-Teams Intermediates gewählt hatten“, erzählten Technikchef Andy Green und Sportdirektor Otmar Szafnauer.

Esteban Ocon - Force India - GP Singapur 2017 - Rennen
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Esteban Ocon holte einen Punkt. Teamkollege Sergio Perez zehn Zähler.

Bei der Bewertung des Timings des zweiten Boxenstopps von Esteban Ocon sind sich die beiden nicht einig. Green glaubt, dass der Zeitpunkt richtig war, Szafnauer hätte sich eine Runde früher gewünscht. „Wir haben gesehen, dass Magnussen im zweiten Sektor mit seinen Slicks die schnellste Zwischenzeit gefahren war. Da hätten wir Ocon gerade noch reinrufen können. So wäre er vor Grosjean geblieben.“ Green zweifelt: „Es ist gefährlich, sich auf eine Sektorzeit eines anderen Autos zu verlassen.“

Einigkeit herrscht über die Reifenwahl bei den zweiten Boxenstopps. „Da kam nur Ultrasoft in Frage. Weil der viel schneller aufwärmt. Wir wussten, dass Sainz hinten raus mit seinen Supersofts einen kleinen Vorteil haben würde. Deshalb haben wir Sergio gesagt, dass er sofort attackieren muss, weil er nur drei Runden Zeit dafür hat. Er hätte es ja auch fast geschafft.“

Der Fehler in der Qualifikation

Force India gibt trotz kleiner verpasster Chancen auch zu, dass man Glück gehabt habe. „Hülkenberg war eindeutig schneller als wir. Auch gegen Alonso wäre es hart geworden, wäre er beim Start durchgekommen.“ Insgesamt aber wertet Green das Aero-Upgrade als großen Erfolg. Alle haben sich auf das Sägezahnmuster auf der Airbox und den dreilagigen T-Flügel konzentriert, doch das wahre Geheimnis liegt im neuen Diffusor.

Teamchef Bob Fernley bezifferte den Sprung auf 0,6 Sekunden. „Er wirkt besonders auf diesem Typ Strecke, wo du viel Abtrieb brauchst. Also auch in Sepang und Suzuka.“ Green freut sich: „Wir haben mit dieser Entwicklungsrichtung ein neues Feld geöffnet, auf dem wir aufbauen können.“ Das enttäuschende Trainingsergebnis hatte nichts mit dem Upgrade zu tun: „Wir haben im Q1 versucht, Reifen für das Q3 zu sparen. Das war ein Fehler, weil wir so verschlafen haben, um wie viel schneller die Strecke wurde. Als wir es im Q2 gemerkt haben, war es zu spät zu reagieren.“

Singapur war für Force India auch deshalb ein erfolgreiches Wochenende, weil Sergio Perez dem Team im vierten Jahr treu bleibt. „Das gibt uns die Stabilität, die wir brauchen“, atmet Szafnauer auf. Teambesitzer Vijay Mallya spricht von einer der besten Fahrerbesetzungen im Feld. Der WM-Vierte wird sie brauchen. „McLaren und Renault werden im nächsten Jahr schwerer zu schlagen sein als in dieser Saison.“

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